- Weltweite Risikoaversion belastet asiatische und europäische Börsen sowie Tech-Aktien.
- Gold und Silber steigen als sichere Häfen bei fallenden US-Anleiherenditen.
- Großbritanniens BIP wächst im August stärker als von Analysten erwartet.
- Weltweite Risikoaversion belastet asiatische und europäische Börsen sowie Tech-Aktien.
- Gold und Silber steigen als sichere Häfen bei fallenden US-Anleiherenditen.
- Großbritanniens BIP wächst im August stärker als von Analysten erwartet.
Der heutige Handelstag an der Börse heute steht ganz im Zeichen einer weltweiten Flucht aus risikoreichen Anlagen, die über Nacht ihren Ursprung in Asien hatte. Der Ausverkauf im US-Tech-Sektor schwappte direkt auf die Märkte in Korea und Japan über. Auch die Futures für die großen europäischen Indizes starteten tief im roten Bereich.
Den stärksten Rückschlag erlitt Japans Nikkei 225 (JP225: -2,59 %), der vor allem durch Verluste bei Herstellern von Speicherchips und Halbleiter-Ausstattung nach unten gezogen wurde. Der technologielastige US100 (-1,07 %) verzeichnet ebenfalls deutliche Verluste. Der breiter gefasste US500 (-0,32 %) sowie die europäischen Leitindizes (EU50: -0,50 %, DE40: -0,18 %) halten sich dagegen vergleichsweise stabil. Dies zeichnet ein typisches Bild für die Börse heute: Unternehmen, die stark von den hohen Finanzierungskosten der KI-Expansion abhängig sind, stehen aktuell am stärksten unter Druck.
Am anderen Ende des Spektrums rangieren die Edelmetalle:
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Gold (+0,93 %): Festigt seine Rolle als sicherer Hafen bei rund 4.142 USD pro Unze.
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Silber (+1,38 %): Profitiert ebenfalls von einem schwächeren US-Dollar und sinkenden Anleiherenditen.
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Devisen: Der Dollar-Index (USDIDX: -0,40 %) gibt nach seinem Mehrmonatshoch leicht nach. Das stützt wichtige Währungspaare – EUR/USD steigt um 0,52 % auf 1,1210, und GBP/USD gewinnt 0,48 %.
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Rohöl: Trotz der geopolitischen Spannungen in der Straße von Hormus fallen die Ölpreise. Brent-Öl verliert 2,05 %, WTI sinkt um 1,38 %. Marktteilnehmer führen dies auf Berichte über mögliche Sanktionslockerungen für die sogenannte „Schattenflotte“ zurück.
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Krypto: Die gedrückte Stimmung erfasst auch den Kryptomarkt – Bitcoin verliert 0,83 % und notiert bei ca. 80.900 USD.
Die wichtigsten Impulse & Makro-Daten im Wirtschaftskalender
Im Wirtschaftskalender standen am Morgen vor allem die BIP-Daten aus Großbritannien im Fokus. Das britische Wirtschaftswachstum für August fiel besser aus als erwartet:
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BIP UK (Monatsvergleich): +0,1 % (Prognose: -0,1 %)
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BIP UK (Jahresvergleich): +2,1 % (Prognose: 1,7 %) – das stärkste Wachstum seit August 2022.
Der britische Pfund reagierte daraufhin mit Kursgewinnen, während die Renditen britischer Staatsanleihen (Gilts) über alle Laufzeiten hinweg nachgaben. Enttäuschende Nachrichten kamen hingegen aus Australien: Die Beschäftigungszahl sank überraschend um 39.300 Stellen (Prognose: +20.000). Das belastete den Australischen Dollar und dämpfte die Erwartungen an eine Zinsanhebung der RBA im November deutlich.
Vorschau: Das Highlight im heutigen Wirtschaftskalender
Das wichtigste makroökonomische Event des Tages steht im Wirtschaftskalender aber erst noch bevor. Um 14:30 Uhr (MEZ) veröffentlicht die USA ein umfangreiches Datenpaket:
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Erzeugerpreise (PPI) für September
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Einzelhandelsumsätze
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Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Nach den unerwartet hohen US-Verbraucherpreisen (CPI) vom Dienstag könnten diese Daten die Zinserwartungen an die US-Notenbank Fed erneut verschieben. Der Markt preist aktuell eine Wahrscheinlichkeit von etwa 29 % für eine Zinserhöhung im Oktober ein. Zudem lohnt sich ein Blick auf die Reden mehrerer Fed-Offizieller in Bangkok, darunter auch Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh.
Quartalszahlen & KI-Sektor: TSMC überrascht positiv
Auf der Unternehmensseite gab es starke Signale aus dem Halbleitersektor: Der Chip-Riese TSMC meldete das sechste Quartal in Folge mit Rekordergebnissen. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 68,7 % auf 23,7 Milliarden USD, woraufhin der Konzern seine Umsatzprognose für 2026 anhob.
Diese Zahlen liefern ein starkes Argument gegen die wachsenden Zweifel an der Rentabilität der enormen KI-Investitionen. Für eine nachhaltige Trendwende an der Börse heute reicht dieses Einzelsignal gegen die allgemeine vorsichtige Marktstimmung am Morgen jedoch noch nicht aus.
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