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Wirtschaftskalender: Stützt die US-Inflation die Geldpolitik der Fed?

11:03 11. Oktober 2018
  • EZB-Sitzungsprotokoll nach Draghis Bemerkungen im Fokus
  • US-Inflation (VPI) wird am frühen Nachmittag veröffentlicht
  • Brent bei 82 USD, heutiger DoE-Bericht könnte Impuls liefern

Im Hinblick auf die Daten ist der Donnerstag definitiv der interessanteste Tag in dieser Woche. Am frühen Nachmittag wird das EZB-Sitzungsprotokoll veröffentlicht. Die größte Aufmerksamkeit dürften jedoch die Inflationsdaten (VPI) aus den USA auf sich ziehen. Beide Veröffentlichungen könnten beim EURUSD für zusätzliche Volatilität sorgen. Die Ölhändler werden sich auf den wöchentlichen DoE-Bericht konzentrieren, nachdem die gestrigen API-Daten einen unerwartet großen Lageraufbau zeigten und Brent (OIL in der xStation 5) auf rund 82 USD fiel. Der Rückgang der Ölpreise ist jedoch hauptsächlich auf die globale Abkehr von den risikoreichen Anlagen zurückzuführen.

13:30 Uhr | EZB-Sitzungsprotokoll: Die jüngsten EZB-Sitzungen waren eher langweilig und brachten selten etwas Neues. EZB-Präsident Mario Draghi äußerte sich dennoch positiv zur Inflation. Die Anleger werden daher überprüfen, ob das Vertrauen in die Inflationserholung nur Draghis Standpunkt war oder die gemeinsame Haltung der EZB-Mitglieder darstellt.

14:30 Uhr | USA, VPI-Inflation: Trotz einiger VPI-Werte aus Europa, die für heute geplant sind, sollten die Inflationsdaten aus den USA die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Im Inflationsbericht für August gab jedoch sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation unerwartet nach. Waren die Daten des letzten Monats nur ein einmaliger Vorfall oder liegt Trump richtig, dass derzeit keine Notwendigkeit für eine straffere Geldpolitik besteht? Am frühen Nachmittag werden wir mehr erfahren. Ökonomen gehen davon aus, dass die Gesamtinflation von 2,7% auf 2,4% im Jahresvergleich zurückgeht und die Kernrate von 2,2% auf 2,3% ansteigt.

16:30 Uhr | USA, DoE-Bericht zu Rohöl-Lagerbeständen: Wie wir im gestrigen Kalender darauf hingewiesen haben, spielten die Ängste vor dem Hurrikan “Michael” für den Ölmarkt eine wichtige Rolle. Darüber hinaus berichtete Bloomberg am Donnerstagmorgen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate im 3. Quartal eine Erhöhung der Ölproduktion planen. Außerdem zeigten die gestrigen API-Daten einen unerwartet großen Lageraufbau von 9,75 Mio. Barrel. All diese Faktoren sowie der Abverkauf riskanter Anlageklassen spiegeln sich im aktuellen Ölpreis wider. Der heutige DoE-Bericht könnte zu einem kurzfristigen Anstieg führen, man sollte aber bedenken, dass die globale Abschwächung für den Ölpreis entscheidender ist. Es wird erwartet, dass die Rohöllagerbestände um 2,17 Mio. steigen.

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:
- 11:00 Uhr | Carney von der BoE und Villeroy von der EZB
- 19:20 Uhr | George von der Fed

Eine Kombination vieler Faktoren hat die Aussichten für Brent in den letzten Tagen stark verschlechtert. Während die Lagerbestandsdaten den Trend allein nicht ändern dürften, könnte sich dennoch die Abwärtsbewegung bremsen. Brent notiert zum Zeitpunkt des Schreibens über der 82 USD-Marke. Quelle: xStation 5​​​​​​​

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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