09:51 · 25. September 2026

Wirtschaftskalender: Trump-Xi-Gipfel bringt keinen Durchbruch (25.09.2026)

Wirtschaftskalender & Börse Heute: Arbeitsmarktdaten, GfK-Index & Fed-Gefahr
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Politischer Patt & Robuster US-Arbeitsmarkt 
  • Kontrastierende Konsumdaten in Europa 
  • Spannungen an den Anleihe- und Rohstoffmärkten 

Der erste USA-Besuch von Präsident Xi seit über einem Jahrzehnt endete ohne großen Durchbruch. Beide Seiten betonten zwar den Wunsch nach stabilen bilateralen Beziehungen, doch Streitpunkte wie Taiwan, Künstliche Intelligenz, Zölle und der Konflikt im Iran blieben ungelöst. Die Ankündigungen beschränkten sich auf die Verlängerung des bestehenden Handelsfriedens und die Übergabe zweier Riesenfandase an den ZOO in Atlanta. Entsprechend unbeeindruckt zeigte sich die Börse heute.

Wichtige Makro-Veröffentlichungen der Woche

Donnerstag

  • USA (Arbeitsmarkt): Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der Woche bis zum 19. September um 1.000 auf 197.000. Sie lagen damit unter den Markterwartungen (201.000) und nahe eines 57-Jahre-Tiefs. Der US-Arbeitsmarkt erweist sich trotz der Zinsanhebungen der Federal Reserve und geopolitischer Spannungen im Nahen Osten als äußerst robust.

Abbildung 1: Wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (2022–2026)

Quelle: XTB Research, 25.09.2026

Freitag

  • Deutschland (GfK-Konsumklima): Die Stimmungsdaten verschlechterten sich deutlich. Der Index für Oktober fiel von -26,8 im September auf -30,6 Punkte und blieb weit hinter den Prognosen (-27,4) zurück. Steigende Energiepreise belasteten die Einkommenserwartungen erheblich; der Teilindex brach um 16,7 Punkte auf -15,0 ein – den niedrigsten Stand seit April.

  • Großbritannien (Verbrauchervertrauen): Positiver Überraschungseffekt in UK: Der GfK-Index stieg von -14 auf -13 Punkte und erreichte ein Zwei-Jahres-Hoch (seit August 2024), obwohl ein Rückgang auf -16 erwartet worden war. Sowohl die allgemeine Wirtschaftslage als auch die persönlichen Finanzen wurden optimistischer bewertet, wenngleich Anhaltende Inflation und Energiekosten die Stimmung künftig wieder dämpfen könnten.

Wirtschaftskalender: Die wichtigsten Termine an der Börse heute

(Alle Zeitangaben in deutscher Zeit)

Am heutigen Freitag bleiben die Börsen in China, Taiwan und Südkorea aufgrund des Mid-Autumn Festivals geschlossen. Für Trader stehen folgende Daten im Wirtschaftskalender:

  • 15:30 Uhr – USA: Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (Auftragseingänge langlebiger Güter) für August (Konsens: -0,3 % MoM | Vorwert: +1,1 % MoM)
  • 15:30 Uhr – USA: Rede des Präsidenten der Kansas City Fed
  • 17:00 Uhr – USA: Atlanta Fed GDPNow (Konsens: 5,1 % | Vorwert: 5,1 %)
  • 17:00 Uhr – USA: Uni Michigan Verbrauchererwartungen bezüglich Inflation (Konsens: 4,6 % auf 1-Jahres-Sicht | Vorwert: 4,1 %)
  • 22:00 Uhr – USA: CFTC Commitments of Traders (Spekulative Positionierungen)

Unternehmenszahlen an der Börse Heute

Folgende Quartalszahlen stehen heute auf der Agenda:

  • Zena Tech ($ZENA.US) – Vor Börsenbeginn (BMO)
  • CBAK Energy ($CBAT.US) – Vor Börsenbeginn (BMO)

3 Schlüsselmärkte im Fokus

  • ÖL (Brent): Die USA und der Iran prüfen ein phasenweises Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Der physische Markt preist jedoch weiterhin ein hohes Risiko ein: Der Spread zwischen den Brent-Kontrakten des ersten Monats weitete sich auf 6,80 USD aus – der höchste Stand seit April.
  • USDJPY: Der Yen wertete auf rund 158,35 je USD auf, nachdem der japanische Finanzminister Katayama erklärte, Donald Trump habe gegenüber Premierminister Takaichi Bedenken hinsichtlich der Yen-Schwäche geäußert.
  • US10Y (US-Staatsanleihen): Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ging nach einem Anstieg von über 20 Basispunkten über zwei Sitzungen (Spitzenwert 5,24 % am Donnerstag) auf 5,19 % zurück. Die Renditen 30-jähriger Anleihen erreichten fast 5,5 % – den höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten. Die Swap-Märkte preisen weiterhin drei weitere Zinsanhebungen der Federal Reserve um jeweils 25 Basispunkte in den nächsten 12 Monaten ein.

Autor: Michał Jóźwiak, Financial Markets Analyst bei XTB

 

 

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