- EZB hebt Leitzins einstimmig an
- Energiepreise belasten den Euro
- Optimistische Konjunktur bei anhaltender Inflation
- EZB hebt Leitzins einstimmig an
- Energiepreise belasten den Euro
- Optimistische Konjunktur bei anhaltender Inflation
Die Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben und den Einlagensatz damit auf 2,5 % festgelegt. Da Anleger diesen Schritt bereits vollständig eingepreist hatten, fiel die erste Marktreaktion verhältnismäßig verhalten aus.
Abbildung 1: EUR/USD Entwicklung (August 2025 – September 2026)
Quelle: XTB Research, 10.09.2026
Der Euro gibt heute gegenüber dem US-Dollar um etwa 0,2 % nach. Dies ist jedoch primär auf die erneut steigenden Preise für Rohöl und LNG zurückzuführen: Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell knapp 104 USD.
Abbildung 2: Brent und WTI Rohöl im Vergleich (2026)
Quelle: XTB Research, 10.09.2026
Börsen News live: Die EZB-Pressekonferenz in Berlin
Die Pressekonferenz findet dieses Mal in Berlin statt. Wir fassen die wichtigsten Aussagen der Notenbank zusammen:
Kernaussagen der EZB zur Wirtschaftslage
- Stabile Konjunktur: Die Wirtschaft erwies sich trotz des Energiepreisschocks als widerstandsfähig. Das Wirtschaftswachstum zeigt sich auf breiter Basis.
- Solide Industrie: Das verarbeitende Gewerbe setzt seinen Wachstumskurs kontinuierlich fort.
- Robuster Arbeitsmarkt: Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin stabil.
- Verbesserter Ausblick: Die kurzfristigen Wachstumsaussichten für die Eurozone haben sich aufgehellt.
Entwicklung von Inflation und Löhnen
- Rückgang der Kerninflation: Die Kern- und Dienstleistungsinflation schwächten sich im vergangenen Monat leicht ab.
- Lohnentwicklung unter Kontrolle: Die Löhne zeigen bislang keine deutliche Reaktion auf den Energieschock. Der EZB-Lohntracker deutet auf ein Lohnwachstum von 2,7 % im ersten Halbjahr hin.
- Langfristige Erwartungen: Die meisten Maße für die langfristigen Inflationserwartungen verharren nahe der 2%-Marke.
- Inflationsrisiken: Höhere Energiepreise dürften sich auf die Kern- und Nahrungsmittelinflation auswirken. Es wird erwartet, dass die Kerninflation bis Anfang 2027 weiter steigt und sich erst 2028 wieder abschwächt.
Risiken für die Finanzmärkte
- Eine Verschlechterung der Risikostimmung an den Märkten könnte die Finanzierungsbedingungen spürbar verschärfen.
- Der Energieschock könnte länger andauern als derzeit angenommen – insbesondere bei den Gaspreisen besteht weiteres Steigerungspotenzial.
Marktbericht im Detail: Fragen & Antworten (Q&A)
- Die drei Hauptsäulen der Entscheidung: Inflationsaussichten, zugrundeliegende Inflation und die geldpolitische Transmission.
- Zins-Ausblick: „Die Märkte tun, was sie tun müssen. Wir haben heute nicht über künftige Zinspfade debattiert.“
- Gerüchte über Rücktritt: „Wenn es etwas zu meiner Person gibt, erfahren Sie es als Erste – direkt nach meinen Enkelkindern. Es gibt derzeit nichts zu berichten.“
- Der neutrale Zins: Die EZB betrachtet den neutralen Zins als ein „rein konzeptionelles Instrument“, dem in der aktuellen Situation keine große Bedeutung beigemessen wird.
- Einstimmiger Beschluss: „Die heutige Entscheidung war ein Selbstläufer und fiel einstimmig. Wir sind entschlossen, unser Inflationsziel zu erreichen.“
- Überraschung beim Wachstum: Die EZB zeigte sich sowohl von der Inflations- als auch von der Konjunkturentwicklung überrascht. Wäre der Stichtag später gewesen, fiele die Wachstumsprognose noch höher aus.
- Prognose: Die Inflation wird voraussichtlich länger anhalten als bisher gedacht, insgesamt aber auf einem niedrigeren Niveau verbleiben.
- Akzeptanz der Währung: Der Euro erfreut sich bei den europäischen Bürgerinnen und Bürgern einer historisch hohen Beliebtheit.
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Zeit für eine Zinserhöhung der EZB
🏯CHART des Tages – USDJPY unter dem Einfluss von Bessent und der BoJ (10.09.2026)
📊BÖRSE AKTUELL: Restriktive Haltung der Bank of Japan und Trumps Versprechen sorgen für Aufregung an den Märkten
Ölpreis naht 100-Dollar-Marke & Goldpreis konsolidiert: Rohstoffmärkte unter Spannung 🪙
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