Ausverkauf an den Aktienmärkten: Vierteljährliche Neugewichtung

18:05 25. März 2021

Die weltweiten Aktienmärkte weiteten ihre jüngsten Rückgänge während der heutigen Sitzung aus. Der Nasdaq 100, der derzeit am schlechtesten abschneidet, erlebt einen dritten Tag mit Rückgängen. Zu einem großen Teil können die heutigen Bewegungen mit der Neugewichtung der Märkte vor dem Quartalsende in Verbindung gebracht werden. Natürlich findet das Ende des Monats März am kommenden Dienstag statt, jedoch muss man sich an das T + 2 Abrechnungsprinzip erinnern, d.h. theoretisch ist Freitag der letzte Tag, an dem noch Änderungen vorgenommen werden können.

Es ist auch zu bedenken, dass ein Teil der Vermögenswerte von Banken verkauft werden könnte, die ihre Bilanzen noch nicht verändert haben, nachdem die Fed beschlossen hat, das SLR-Programm zu beenden. Es kann sein, dass die Banken ihre Anleihen und Reserven bei der Zentralbank behalten und gleichzeitig Aktien opfern wollen, da sie offensichtlich die Kosten durch die größeren Sicherheiten, die sich aus der Leverage-Berechnung ergeben, nicht erhöhen wollen.

Das Wichtigste sind natürlich die Veränderungen in den Bilanzen am Ende des Quartals. JP Morgan schätzt, dass Fonds Aktien im Wert von ca. 136 Mrd. Dollar verkaufen müssen / werden, um Anleihen zu kaufen, um die Allokationsanforderungen zu erfüllen. Wir befinden uns nach einem starken Quartal für den Aktienmarkt und einem schwachen Quartal für den Anleihenmarkt. Um angemessene Proportionen zu erhalten, muss offensichtlich ein Rebalancing vorgenommen werden. Berechnungen der Bank of America wiederum besagen, dass US-Pensionsfonds 88 Mrd. Dollar an Aktien verkaufen müssen, um Anleihen zu kaufen. Die BofA gibt an, dass der „Höhepunkt" des Rebalancing auf den 25. Tag des letzten Monats des Quartals fällt, also heute.

Ein weiterer interessanter Fakt könnte die mangelnde Begeisterung der Kleinanleger sein, die über zusätzliche Mittel aus den „Biden-Schecks" verfügen. Daher haben die US-Märkte und insbesondere der Technologiesektor am meisten gelitten.

Der US100 hat sich von seinem historischen Höchststand um fast 10% entfernt. Wie man sehen kann, ist die Stimmung im Sektor immer noch sehr schwach. Dennoch ist es erwähnenswert, dass der September und dann der Oktober auch nicht die besten waren. Damals hatten wir es mit der „zweiten Welle" des Coronavirus zu tun. Ist die aktuelle Verstärkung der dritten Welle ein Kaufsignal? Quelle: xStation 5

Inzwischen respektiert der DE30 die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Natürlich befindet sich ein wichtiger Widerstand bei 14.600 Punkten und wird durch die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals und zwei gleitende Durchschnitte, die ein bärisches „Death Cross ausgebildet haben, verstärkt. Andererseits bleibt die Overbalance-Struktur intakt, was auf das Ende der Abwärtskorrektur hindeuten könnte. Quelle: xStation 5
 

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