12:53 · 7. Juli 2026

Bitterer Anstieg der Kaffeepreise: Steht uns eine weitere Welle hoher Preise in Cafés bevor?

Rohstoff News: Kaffeepreis Prognose 2026 - Arabica explodiert um 15%
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Arabica-Kaffeepreis verzeichnete Anfang Juli den stärksten Tagesanstieg seit dem Jahr 2000.
  • Wetterextreme, El Niño sowie knappe Lagerbestände stützen die bullische Kaffeepreis Prognose.
  • Auch andere Agrarrohstoffe wie Kakao zeigen wieder deutlich steigende Preise.

Vor genau einem Jahr schien sich die Lage am Kaffeemarkt zu entspannen. Nachdem der Preis für Arabica-Kaffee unter die Marke von 300 US-Cent je Pfund gefallen war, hofften Verbraucher auf sinkende Preise. Zwar blieben Kaffeeprodukte im Handel und in Cafés teuer, doch Rekordernten in Brasilien ließen auf eine nachhaltige Entspannung hoffen. Diese Hoffnung hat sich vorerst zerschlagen. Nach einem Rückgang bis auf rund 250 US-Cent je Pfund Ende Mai und Anfang Juni hat der Kaffeemarkt innerhalb weniger Wochen eine beeindruckende Kehrtwende vollzogen. Anfang Juli stieg der Arabica-Preis zeitweise wieder auf über 350 US-Cent je Pfund. Allein am 6. Juli legte der wichtigste Kaffee-Future um mehr als 15% zu - der stärkste Tagesanstieg seit dem Jahr 2000. Damit rückt die Frage wieder in den Fokus, ob Verbraucher erneut mit steigenden Kaffeepreisen rechnen müssen.

► Coffee WKN: A3G8J3 | ISIN: JE00BN7KB557 | Ticker: COFF

Wetterextreme treiben die Kaffeepreis Prognose

Der wichtigste Einflussfaktor bleibt das Wetter in Brasilien. In Minas Gerais, der wichtigsten Anbauregion für Arabica-Kaffee, sorgten außergewöhnlich starke Regenfälle zunächst für erhebliche Verzögerungen bei der Ernte. Teilweise lagen die Niederschläge um ein Vielfaches über dem langjährigen Durchschnitt. Anschließend folgte Anfang Juli eine Phase völliger Trockenheit. Diese extremen Wetterwechsel erschweren die Ernte, beeinträchtigen die Qualität der Bohnen und erhöhen gleichzeitig die Unsicherheit für die kommende Saison. Laut Safras & Mercado lag der Erntefortschritt Anfang Juli lediglich bei 52% und damit unter dem Vorjahreswert sowie unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Zusätzliche Unsicherheit bringt das Wetterphänomen El Niño. Meteorologen sehen derzeit eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen besonders starken "Super El Niño", der sowohl Brasilien als auch wichtige Robusta-Anbaugebiete in Südostasien mit Dürren und extremen Wetterlagen belasten könnte.

Leere Lager und steigende Produktionskosten verschärfen die Lage

Neben den Wetterrisiken sprechen weitere fundamentale Faktoren für eine angespannte Marktlage. Die zertifizierten Arabica-Lagerbestände an der ICE-Börse befinden sich auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Gleichzeitig kämpfen Produzenten insbesondere in Vietnam mit deutlich gestiegenen Kosten für Dünger, Kraftstoffe und Arbeitskräfte. Hinzu kommt, dass saisonale Auswertungen zeigen, dass die Monate August bis zum Jahresende historisch häufig zu den stärkeren Phasen am Kaffeemarkt gehören. Sollte sich das Wetter weiter verschlechtern, könnte zusätzlicher Kaufdruck entstehen.

Nicht nur Kaffee wird teurer

Auch andere Agrarrohstoffe zeigen wieder deutliche Aufwärtsbewegungen. Besonders auffällig entwickelt sich der Kakaomarkt. Nachdem Kakao Anfang 2026 infolge einer massiven Nachfrageschwäche zeitweise bis auf rund 3.000 US-Dollar je Tonne gefallen war, setzte zuletzt eine kräftige Erholung ein. Anfang Juli stiegen die September-Kontrakte innerhalb eines Handelstages um rund 13 bis 14% auf den höchsten Stand seit sechs Monaten. Auslöser waren erneut starke Niederschläge in Westafrika, die Ernten, Transportwege und Lagerbestände beeinträchtigten.

Kaffeepreis Prognose: Bleibt der Aufwärtstrend bestehen?

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 07.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Die aktuelle Kaffeepreis Prognose bleibt von hoher Unsicherheit geprägt. Einerseits sprechen die Rekordernte-Erwartungen in Brasilien grundsätzlich für eine bessere Versorgung des Weltmarktes. Andererseits könnten Wetterextreme im Zusammenhang mit El Niño, sinkende Lagerbestände und steigende Produktionskosten diese positiven Effekte teilweise wieder aufheben.

Sollten sich die Wetterbedingungen in den kommenden Monaten weiter verschlechtern, dürfte das Aufwärtspotenzial beim Kaffeepreis bestehen bleiben. Für Verbraucher könnte das bedeuten, dass Kaffee auch in den kommenden Monaten auf einem vergleichsweise hohen Preisniveau bleibt.

 

SO SEHEN SIEGER AUS!

  • XTB gilt als Qualitäts-Marktführer in Deutschland gemäß unseren aktuellen Awards!
  • BESTER Online-Broker laut BÖRSE ONLINE 2026 + CFD Broker des Jahres laut Brokerwahl
  • Viele weitere Awards in Deutschland unterstreichen das Bild
  • Handeln Sie nicht irgendwo - Handeln Sie mit Vertrauen Aktien, ETF, Optionen und CFD bei XTB!

SO SEHEN SIEGER AUS!
 

FAQ

Warum steigt der Kaffeepreis aktuell so stark?

Vor allem Wetterextreme in Brasilien, Verzögerungen bei der Ernte, niedrige Lagerbestände und die Sorge vor einem starken El Niño treiben die Preise.

Welche Rolle spielt El Niño für den Kaffeemarkt?

Ein starkes El Niño-Ereignis kann Dürren und extreme Wetterbedingungen in wichtigen Anbauregionen verursachen. Dadurch könnten Erträge sowohl bei Arabica als auch bei Robusta sinken.

Wird Kaffee für Verbraucher weiter teurer?

Sollten Wetterprobleme und Produktionsengpässe anhalten, könnten die höheren Rohstoffpreise mit zeitlicher Verzögerung auch an Verbraucher weitergegeben werden.

Welche weiteren Rohstoffe stehen derzeit unter Druck?

Neben Kaffee zeigen auch Kakao und weitere Agrarrohstoffe wieder steigende Preise, da Wetterrisiken und höhere Produktionskosten das Angebot belasten.

7. Juli 2026, 13:30

Thales Aktien im Aufwind: Übernahme von Exail festigt Marktposition – Jetzt Rüstungs-Aktien kaufen? 🚢

7. Juli 2026, 10:34

TRADINGIDEE des Tages 🔴 CAC40 (07.07.2026)

7. Juli 2026, 10:30

Easyjet Aktien vor Milliarden-Übernahme: Castlelake stockt Angebot auf – Jetzt noch Aktien kaufen? ✈️

7. Juli 2026, 09:30

Wirtschaftskalender: Erholt sich die deutsche Industrie? (07.07.2026)

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor (m/w/d) kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. Die Publikation stellt weder ein Angebot noch eine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten irgendeiner Finanzanlage dar. XTB ist nicht dazu verpflichtet, die Informationen in dieser Marketingmitteilung zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Einschätzung, Idee oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Wertentwicklungen von Handelswerten aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft!

Die bereitgestellten Informationen enthalten KEINE Kostenbetrachtung wie Transaktionskosten, Konvertierungskosten oder Spreads. Solche Kosten können anfallen und die Ergebnisse beeinflussen. Die Rendite kann sich aufgrund von Währungsschwankungen erhöhen oder verringern, wenn die Angaben auf Zahlen beruhen, die auf eine andere Währung als die offizielle Währung des Landes lauten, in dem der Anleger oder potenzielle Anleger ansässig ist bzw in welcher Währung das Handelskonto geführt wird.

XTB S.A. (samt Zweigniederlassungen) ist kein Steuerberater und prüft nicht, ob eine Anlageentscheidung für die Kunden steuerlich günstig ist. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen eines Kunden ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein. Kurse bzw. der Wert eines Finanzinstruments können steigen und fallen.

RISIKOHINWEIS für CFD

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Anlageberatung dar. Die Mitteilungen sind als Werbemitteilung zu verstehen.