- Technologiewerte bleiben der wichtigste Kurstreiber, angeführt von starken Quartalszahlen aus der Halbleiterbranche
- Schwächere US-Inflationsdaten stärken die Erwartung einer Fed-Zinssenkung im September und stützen die Aktienmärkte
- Der DAX bleibt unter Druck, während der Nasdaq seine Rekordjagd dank des KI-Booms fortsetzt
- Technologiewerte bleiben der wichtigste Kurstreiber, angeführt von starken Quartalszahlen aus der Halbleiterbranche
- Schwächere US-Inflationsdaten stärken die Erwartung einer Fed-Zinssenkung im September und stützen die Aktienmärkte
- Der DAX bleibt unter Druck, während der Nasdaq seine Rekordjagd dank des KI-Booms fortsetzt
Die Börse Aktuell wird weiterhin von Technologiewerten dominiert. Während starke Quartalszahlen aus dem Halbleitersektor die US-Indizes antreiben, belasten geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Ölpreise die europäischen Aktienmärkte. Gleichzeitig stützen schwächere US-Inflationsdaten die Hoffnung auf eine Zinssenkung der US-Notenbank im weiteren Jahresverlauf.
Markt News: Technologie bleibt der wichtigste Kurstreiber
Der Technologiesektor sorgt erneut für positive Impulse an den internationalen Börsen. Anleger bewerten derzeit gleichzeitig starke Unternehmenszahlen aus dem KI-Sektor, die Entwicklung am Ölmarkt sowie die geldpolitischen Perspektiven nach den jüngsten Inflationsdaten aus den USA. Nach den überraschend schwachen VPI-Daten vom Vortag bestätigten auch die aktuellen Erzeugerpreisdaten den nachlassenden Inflationsdruck. Die Erzeugerpreise gingen im Monatsvergleich um 0,3% zurück und lagen im Jahresvergleich mit 5,6% ebenfalls unter den Erwartungen der Analysten.
Europäische Börsen bleiben zurück
Während US-Technologiewerte weiter gefragt sind, entwickeln sich Europas Aktienmärkte deutlich verhaltener. Grund dafür ist der vergleichsweise geringe Anteil großer Technologieunternehmen in den europäischen Indizes.
- Der DAX verliert rund 0,5%.
- Der Euro Stoxx 50 bewegt sich nahezu unverändert.
- Die Futures auf den Nasdaq steigen um rund 0,5%.
- Die Futures auf den S&P 500 legen etwa 0,25% zu.
ASML und SK Hynix sorgen für neue Dynamik
Zu den größten Gewinnern zählt ASML. Die Aktie gewinnt rund 8%, nachdem der niederländische Halbleiterausrüster seine Umsatzprognose angehoben und einen weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten für KI-Chipanlagen angekündigt hat. Auch der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix setzt seine Rally fort und steigt um rund 9%. Das Unternehmen profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage nach Hochleistungsspeichern für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz.
Ölpreis steigt weiter
Der Ölmarkt bleibt angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten im Fokus. Brent-Rohöl verteuert sich den dritten Handelstag in Folge auf rund 85,60 US-Dollar je Barrel. Auslöser sind weitere US-Luftangriffe auf Ziele im Iran sowie die Ankündigung von Donald Trump, das militärische Vorgehen in der Region weiter zu intensivieren. Trotz der jüngsten Erholung notiert Brent weiterhin deutlich unter den Höchstständen von über 100 US-Dollar je Barrel, die während früherer Eskalationsphasen erreicht wurden.
Anleiherenditen und Fed-Ausblick
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt leicht auf 4,60%. Auch europäische Staatsanleihen verzeichnen moderate Renditeanstiege. Am Devisenmarkt präsentiert sich der US-Dollar weitgehend stabil. Nach den schwächeren Inflationsdaten gilt eine Zinserhöhung auf der nächsten Fed-Sitzung inzwischen als äußerst unwahrscheinlich. Stattdessen rechnen die Finanzmärkte weiterhin mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im September.
US-Konjunkturdaten überraschen
Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA fielen überwiegend positiv aus. Die Erzeugerpreise gingen im Monatsvergleich um 0,3% zurück, obwohl Analysten einen Anstieg von 0,1% erwartet hatten.
Weitere Daten im Überblick:
- VPI der Erzeuger im Jahresvergleich: 5,6% (Prognose: 6,2%)
- Kern-VPI der Erzeuger im Jahresvergleich: 4,7% (Prognose: 5,1%)
- NY Empire State Index: 15 Punkte (Erwartung: 9 Punkte)
Die Kombination aus nachlassendem Inflationsdruck und robusten Konjunkturdaten stützt derzeit die Erwartung einer sogenannten "Soft Landing"-Entwicklung der US-Wirtschaft.
Chartcheck Nasdaq
The US100 contract is moving toward the 30,000-point level and is trading above the 50-day exponential moving average, marked by the orange line, at around 29,960 points. Investors continue to buy stocks linked to AI infrastructure, supporting overall market sentiment.
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 15.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Der Nasdaq setzt seinen Aufwärtstrend fort und nähert sich der Marke von 30.000 Punkten. Der Index notiert weiterhin oberhalb der 50-Tage-EMA, was das positive technische Bild bestätigt.
Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Halbleiter und Rechenzentren bleiben die wichtigsten Treiber der Rally.
Chartcheck DAX
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 15.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Der DAX präsentiert sich dagegen schwächer und testet aktuell den Bereich zwischen 25.000 und 25.100 Punkten. In diesem Bereich verläuft auch die 50-Tage-EMA, die kurzfristig als wichtige Unterstützung fungiert.
Ob sich der deutsche Leitindex stabilisieren kann, dürfte maßgeblich von der Entwicklung der Wall Street sowie der weiteren Berichtssaison abhängen.
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FAQ
Warum steigt der Nasdaq stärker als der DAX?
Der Nasdaq profitiert von der hohen Gewichtung großer Technologie- und KI-Unternehmen. Im DAX spielen Technologiewerte dagegen eine deutlich geringere Rolle.
Warum reagieren die Märkte positiv auf die VPI-Daten?
Sowohl Verbraucher- als auch Erzeugerpreise fielen schwächer aus als erwartet. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten lockern kann.
Weshalb steigt der Ölpreis?
Der Ölpreis wird durch die Eskalation im Nahen Osten gestützt. Weitere Militärschläge gegen den Iran erhöhen die Sorge vor möglichen Angebotsausfällen am Ölmarkt.
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