- Der DAX dürfte rund 1% höher eröffnen, während Nasdaq 100 und S&P 500 ebenfalls von fallenden Energiepreisen profitieren.
- Brent fällt auf etwas mehr als 83 US-Dollar, nachdem der geplante US-Angriff auf Iran abgesagt und eine höhere OPEC+-Fördermenge beschlossen wurde.
- Der KOSPI verliert rund 5%, obwohl der südkoreanische Leitindex am Freitag noch einen historischen Kurssprung von mehr als 15% verzeichnet hatte.
- Der DAX dürfte rund 1% höher eröffnen, während Nasdaq 100 und S&P 500 ebenfalls von fallenden Energiepreisen profitieren.
- Brent fällt auf etwas mehr als 83 US-Dollar, nachdem der geplante US-Angriff auf Iran abgesagt und eine höhere OPEC+-Fördermenge beschlossen wurde.
- Der KOSPI verliert rund 5%, obwohl der südkoreanische Leitindex am Freitag noch einen historischen Kurssprung von mehr als 15% verzeichnet hatte.
Die neue Handelswoche beginnt an den internationalen Finanzmärkten mit fallenden Energiepreisen und überwiegend positiven Vorgaben für Europa und die USA. Die aktuellen Markt News werden vor allem von der Entwicklung im Konflikt zwischen den USA und Iran, den Verhandlungen über die Straße von Hormus sowie deutlichen Kursverlusten an den asiatischen Börsen geprägt. Während der DAX vor einem freundlichen Handelsstart steht, bricht der südkoreanische KOSPI nach seiner historischen Freitagsrally wieder ein.
Hinter den Anlegern liegt eine außergewöhnlich ereignisreiche Woche. Zu den wichtigsten Entwicklungen zählten die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta, der Zusammenbruch des Investmentfonds Situational Awareness, der historische Kurssprung des KOSPI, eine der stärksten Interventionen am japanischen Yen seit langer Zeit und der erneute Rückgang der Ölpreise. Letzterer hängt insbesondere damit zusammen, dass US-Präsident Donald Trump offenbar von den Plänen für einen massiven Angriff auf Iran abgerückt ist.
Börse Aktuell: US-Iran-Konflikt bleibt entscheidender Marktfaktor
Der Konflikt zwischen den USA und Iran bleibt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Seine weitere Entwicklung dürfte nicht nur die geopolitische Risikobewertung, sondern auch die Preise für Öl und Gas maßgeblich beeinflussen. Am Samstag kündigte Donald Trump zunächst einen Angriff an, der nach seinen Worten der größte seit dem Zweiten Weltkrieg werden sollte. Letztlich sollen ihn Regierungschefs aus der Region davon überzeugt haben, dass eine diplomatische Vereinbarung näher rückt. Die geplante Militäraktion wurde daraufhin abgesagt.
Diese Entwicklung reduziert kurzfristig das Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Besonders relevant ist dabei die Lage an der Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels transportiert wird. Iran und Oman verhandeln inzwischen über eine neue Vereinbarung zur Schifffahrt durch diese strategisch wichtige Meerenge. Ein tragfähiges Abkommen könnte den Schiffsverkehr stabilisieren und die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt weiter reduzieren. Ein Scheitern der Verhandlungen oder neue militärische Zwischenfälle würden die Lage dagegen schnell wieder verschärfen.
OPEC+ erhöht Förderlimit
Zusätzlichen Druck auf den Ölpreis erzeugt die Entscheidung der OPEC+, das Produktionslimit um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben. Das größere Angebot trifft auf einen Markt, in dem die unmittelbaren Sorgen vor einer massiven militärischen Eskalation nachgelassen haben.
Für die Aktienmärkte ist diese Kombination grundsätzlich positiv. Sinkende Energiepreise können die Produktions- und Transportkosten vieler Unternehmen reduzieren und zugleich den Inflationsdruck abschwächen. Besonders konjunkturabhängige Branchen, Industrieunternehmen, Fluggesellschaften und Konsumwerte könnten davon profitieren. Für Öl- und Gasproduzenten bedeutet die aktuelle Entwicklung hingegen Gegenwind.
Markt News: Brent und WTI erneut unter Druck
Die Entspannungssignale aus dem Nahen Osten und die höhere Fördermenge der OPEC+ lassen die Ölpreise zum Wochenauftakt weiter fallen. Ein Barrel Brent kostet aktuell etwas mehr als 83 US-Dollar. Damit liegt der Preis rund 5% unter dem Niveau der Vorwoche. US-Rohöl der Sorte WTI verbilligt sich in einer ähnlichen Größenordnung und wird inzwischen wieder unterhalb von 80 US-Dollar je Barrel gehandelt.
Auch die europäischen Gaspreise geben nach. Nachdem die Notierungen am niederländischen TTF-Handelsplatz zuvor den höchsten Stand seit 2023 erreicht hatten, ist nun eine Gegenbewegung zu beobachten. Der US-Gaspreis zeigt sich dagegen vergleichsweise stabil. NATGAS notiert bei rund 2,76 US-Dollar je MMBtu.
Die weitere Entwicklung der Energiepreise dürfte maßgeblich davon abhängen, ob die Verhandlungen über die Straße von Hormus tatsächlich Fortschritte erzielen. Zugleich bleibt abzuwarten, ob die OPEC+-Staaten die beschlossenen Fördermengen vollständig auf den Markt bringen.
DAX aktuell: Futures signalisieren freundlichen Wochenstart
Die niedrigeren Energiepreise sorgen an den westlichen Aktienmärkten für steigende Kurse. Die Futures auf den Nasdaq 100 legen rund 0,8% zu, während die Terminkontrakte auf den S&P 500 etwa 0,6% höher notieren. Auch die europäischen Aktienindizes werden vorbörslich im Plus gehandelt.Für den DAX deutet sich ein Kursanstieg von ungefähr 1% zur Handelseröffnung an. Damit könnte der deutsche Leitindex einen Teil der jüngsten Schwankungen ausgleichen. Sinkende Öl- und Gaspreise wirken sich vor allem auf energieintensive Unternehmen positiv aus. Gleichzeitig könnte die nachlassende geopolitische Risikoprämie die Nachfrage nach Aktien fördern.
Trotz der freundlichen Vorgaben bleibt das Marktumfeld anfällig für abrupte Richtungswechsel. Neue Meldungen aus dem Nahen Osten, Veränderungen bei den Anleiherenditen und die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten könnten die Stimmung schnell verändern.
KOSPI fällt nach historischer Rally um 5%
An den asiatischen Aktienmärkten fällt die Bilanz deutlich schwächer aus. Der japanische Nikkei 225 verliert rund 1,1%, während der chinesische Shanghai Composite etwa 0,8% nachgibt. Besonders deutlich sind die Verluste in Südkorea: Der KOSPI fällt um rund 5%.Belastet wird der Index vor allem von den beiden Halbleiterkonzernen Samsung Electronics und SK Hynix, deren Aktien jeweils ungefähr 8% verlieren. Aufgrund des hohen Gewichts der Chipindustrie im KOSPI wirken sich Kursbewegungen dieser Unternehmen besonders stark auf den Gesamtindex aus.
Die Verluste folgen auf eine historische Rally am Freitag. Der KOSPI war damals um mehr als 15% gestiegen. Dies war der stärkste Tagesgewinn eines bedeutenden Aktienindex aus einem entwickelten Land im 21. Jahrhundert. Trotz dieser außergewöhnlichen Erholung beendete der südkoreanische Leitindex den Monat mit einem Minus von rund 20%.Die extreme Schwankungsbreite zeigt, dass der Markt weiterhin von hoher Unsicherheit, spekulativen Positionierungen und der Entwicklung im Halbleitersektor bestimmt wird. Nach dem starken Freitagsanstieg dürften zudem Gewinnmitnahmen zum aktuellen Rückgang beitragen.
Palantir, Snap und Trump Media legen Quartalszahlen vor
Auf Unternehmensebene richtet sich der Blick heute auf die Quartalsberichte von Palantir, Snap und Trump Media & Technology. Alle drei Unternehmen veröffentlichen ihre Ergebnisse nach dem Ende des regulären US-Handels.Bei Palantir dürfte insbesondere die Nachfrage nach Lösungen für künstliche Intelligenz im Mittelpunkt stehen. Anleger werden außerdem auf das Wachstum im kommerziellen Geschäft, die Entwicklung der Regierungsaufträge und den Ausblick des Managements achten. Bei Snap bleiben das Werbegeschäft, die Entwicklung der Nutzerzahlen und die Monetarisierung der Plattform entscheidend. Trump Media & Technology dürfte erneut besonders hohe Aufmerksamkeit von spekulativ orientierten Marktteilnehmern erhalten. Bei allen drei Aktien ist nach der Zahlenvorlage mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
Goldpreis und Silberpreis durch hohe Anleiherenditen gebremst
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt mit rund 4,69% weiterhin in der Nähe ihres lokalen Hochs. Das belastet Edelmetalle, weil Gold und Silber selbst keine laufenden Zinsen abwerfen. Steigende Anleiherenditen erhöhen daher die Opportunitätskosten einer Anlage in Edelmetalle. Der Verkaufsdruck bleibt bislang allerdings überschaubar. Sowohl Gold als auch Silber beendeten den Juli nahezu unverändert. Eine Feinunze Gold kostet aktuell rund 4.070 US-Dollar, während Silber bei etwa 58,20 US-Dollar je Feinunze notiert. Kurzfristig könnten die Edelmetallpreise zwischen zwei gegensätzlichen Einflussfaktoren schwanken. Hohe Anleiherenditen sprechen gegen deutliche Kursgewinne. Geopolitische Risiken und mögliche Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik der US-Notenbank könnten Gold und Silber hingegen stützen.
NFP-Arbeitsmarktbericht rückt in den Fokus
Nach einer Woche mit zahlreichen Sitzungen wichtiger Zentralbanken wird es in der Geldpolitik vorübergehend ruhiger. In dieser Woche tagt lediglich die Tschechische Nationalbank am Donnerstag. Eine Veränderung des aktuellen Leitzinsniveaus gilt als unwahrscheinlich. Der wichtigste Termin im Wirtschaftskalender ist der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Besonders im Fokus stehen die neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, die Arbeitslosenquote und die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne. Sollten die Daten erneut schwächer als erwartet ausfallen, könnte der Markt verstärkt auf eine lockerere Geldpolitik der Federal Reserve setzen. Dies könnte die Renditen von US-Staatsanleihen belasten und zugleich Wachstumsaktien sowie Edelmetalle unterstützen. Ein überraschend robuster Arbeitsmarkt würde dagegen die Erwartung länger hoher Zinsen stärken.
Einkaufsmanagerindizes dürften nur begrenzte Impulse liefern
Zu Beginn der Woche stehen vor allem die endgültigen Einkaufsmanagerindizes auf dem Programm. Da es sich überwiegend um Revisionen bereits veröffentlichter vorläufiger Werte handelt, ist das Potenzial für größere Marktbewegungen begrenzt.
Eine Ausnahme bilden die chinesischen RatingDog-Daten, deren erste Veröffentlichung für Juli in der Nacht erfolgte. Der RatingDog-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel mit 50,9 Punkten schwächer aus als erwartet. Der Marktkonsens hatte bei 52 Punkten gelegen. Ein Wert oberhalb von 50 signalisiert zwar weiterhin Wachstum, die deutliche Abweichung von den Prognosen weist jedoch auf eine geringere Dynamik hin.
China: Zwei Einkaufsmanagerindizes zeigen unterschiedliche Bereiche
In China werden die Einkaufsmanagerindizes von zwei verschiedenen Institutionen veröffentlicht. Die RatingDog-Erhebung, die früher unter der Marke Caixin bekannt war und auf Daten von S&P Global basiert, bildet insbesondere kleine und mittelständische Privatunternehmen ab. Viele dieser Firmen befinden sich im chinesischen Küstengürtel und sind stark vom Export abhängig. Der offizielle Einkaufsmanagerindex des chinesischen Statistikamtes NBS berücksichtigt dagegen stärker große Staatsunternehmen aus der Schwerindustrie und dem Infrastruktursektor. Deren Produktion ist in größerem Umfang auf die Binnennachfrage ausgerichtet. Die beiden Indikatoren können deshalb unterschiedliche Signale zur chinesischen Konjunktur liefern. Der schwächere RatingDog-Wert deutet vor allem auf eine nachlassende Dynamik bei privaten und exportorientierten Unternehmen hin. Für die internationalen Märkte ist dies relevant, weil diese Unternehmen besonders empfindlich auf Veränderungen der globalen Nachfrage und der Handelspolitik reagieren.
Börse Aktuell: Ausblick auf den Handelstag
Zum Wochenauftakt überwiegen an den europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkten die positiven Signale. Der abgesagte US-Angriff auf Iran, die laufenden Verhandlungen über die Straße von Hormus und die höhere Fördermenge der OPEC+ drücken die Ölpreise. Dies unterstützt die Futures auf den DAX, den Nasdaq 100 und den S&P 500.
Gleichzeitig mahnen die deutlichen Verluste in Asien zur Vorsicht. Der Einbruch des KOSPI nach seiner historischen Rally zeigt, wie schnell sich die Marktstimmung verändern kann. Hohe US-Anleiherenditen, schwächere chinesische Konjunkturdaten und der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht bleiben wichtige Risikofaktoren.
Für den weiteren Wochenverlauf dürften die Markt News vor allem von drei Themen bestimmt werden: den Verhandlungen im Nahen Osten, den Quartalszahlen großer US-Unternehmen und der Frage, ob der US-Arbeitsmarkt weitere Argumente für eine lockerere Geldpolitik der Federal Reserve liefert.
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FAQ zu Börse Aktuell und Markt News
Warum steigt der DAX aktuell?
Der DAX profitiert von sinkenden Öl- und Gaspreisen sowie von der Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran. Die vorbörslichen Indikationen signalisieren einen Handelsstart rund 1% über dem vorherigen Niveau.
Warum fällt der Ölpreis?
Der Ölpreis sinkt, weil Donald Trump einen geplanten Großangriff auf Iran abgesagt hat, Verhandlungen über die Straße von Hormus stattfinden und die OPEC+ ihr Förderlimit um 188.000 Barrel pro Tag anheben will.
Warum bricht der KOSPI ein?
Der KOSPI verliert rund 5%, weil Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix deutlich nachgeben. Außerdem kommt es nach dem historischen Kursanstieg von mehr als 15% am Freitag zu Gewinnmitnahmen.
Welche Unternehmen veröffentlichen heute Quartalszahlen?
Palantir, Snap und Trump Media & Technology legen ihre Geschäftszahlen nach dem Ende des regulären US-Handels vor.
Welche Konjunkturdaten sind in dieser Woche wichtig?
Im Mittelpunkt steht der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Schwächere Beschäftigungsdaten könnten die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik der Federal Reserve verstärken.
Wie entwickeln sich Gold und Silber aktuell?
Gold notiert bei rund 4.070 US-Dollar je Feinunze, Silber bei etwa 58,20 US-Dollar. Hohe US-Anleiherenditen begrenzen derzeit das Aufwärtspotenzial der Edelmetalle.
🛢️Eine weitere Eskalation und die angespannte Lage führen nicht zu einem weiteren Anstieg des Ölpreises
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