- Entspannung im Nahen Osten verbessert die Marktstimmung
- Makrodaten liefern gemischte Signale
- Fokus richtet sich auf Notenbanken und Inflation
- Entspannung im Nahen Osten verbessert die Marktstimmung
- Makrodaten liefern gemischte Signale
- Fokus richtet sich auf Notenbanken und Inflation
Die jüngste Eskalation zwischen Israel und Iran sorgte zunächst für erhebliche Unsicherheit an den Finanzmärkten. Nachdem beide Seiten auf Druck aus Washington weitere Angriffe aussetzten, entspannte sich die Lage jedoch deutlich. Diese Entwicklung half dabei, die Nervosität der Anleger zu reduzieren und unterstützte die Erholung vieler Aktienmärkte.
Markt News: US-Börsen schließen im Plus
Die wichtigsten US-Indizes konnten den Handelstag mit Gewinnen beenden:
- S&P 500: +0,3%
- Nasdaq Composite: +0,9%
An den europäischen Börsen zeigte sich dagegen ein gemischtes Bild. Allerdings fielen die Verluste deutlich geringer aus als noch zum Wochenschluss.
Gewinner in Europa
- Italienischer FTSE MIB: +0,6%
- Britischer FTSE 100: +0,1%
- Polnischer WIG20: +0,6%
Verlierer in Europa
- DAX: -0,6%
- Französischer CAC 40: -0,2%
- Spanischer IBEX 35: -0,7%
Markt News: Geopolitische Risiken bleiben bestehen
Die schwerste Krise zwischen Israel und Iran seit April scheint vorerst entschärft.
- Israel behält sich gezielte Operationen im Südlibanon vor, falls die Hisbollah ihre Angriffe wieder aufnehmen sollte.
- Iran kündigte seinerseits an, auf erneute israelische Luftangriffe im Libanon reagieren zu wollen.
Trotz der aktuellen Beruhigung bleibt die geopolitische Lage ein wichtiger Faktor für die Börse aktuell.
Rohstoffe: Ölpreise geben Gewinne wieder ab
Die Energiepreise legten zum Wochenstart zunächst kräftig zu. Ein Großteil dieser Aufschläge wurde jedoch inzwischen wieder abgegeben.
Aktuelle Preise:
- Brent-Öl: über 93 US-Dollar je Barrel
- WTI-Öl: rund 90 US-Dollar je Barrel
- TTF-Gas: unter 50 Euro je MWh
- NATGAS: etwa 3,15 US-Dollar
Auch Edelmetalle zeigen sich stabil:
- Gold: rund 4.347 US-Dollar je Feinunze
- Silber: 68,5 US-Dollar je Feinunze
Börse Aktuell: Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland
Die am Montag veröffentlichten deutschen Auftragseingänge der Industrie enttäuschten deutlich. Im Monatsvergleich gingen die Bestellungen im April um 3,8% zurück. Dies verstärkt die Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone.
Im Fokus steht nun die EZB-Sitzung am Donnerstag. Sollte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die zunehmenden Wachstumsrisiken betonen, könnte dies den Euro belasten.
Positiv überraschten hingegen die heute veröffentlichten Produktionsdaten. Die Industrieproduktion lag im Jahresvergleich lediglich 0,5% unter dem Vorjahresniveau und fiel damit besser aus als erwartet.
Markt News aus China: Exportboom sorgt für Optimismus
Deutlich positivere Signale kamen aus China.
- Exporte stiegen im Jahresvergleich um 14,1%
- Importe legten sogar um 27,4% zu
Trotz des starken Importwachstums weitete sich der Handelsüberschuss aus. Dies könnte den chinesischen Yuan zusätzlich unterstützen.
USA: Fokus auf VPI-Daten
Laut einer Umfrage der New Yorker Fed gingen die Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate leicht von 3,6% auf 3,5% zurück.
Die Märkte warten nun gespannt auf die Veröffentlichung der US-VPI-Daten am Mittwoch. Die Zahlen könnten entscheidenden Einfluss auf die Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Zinspolitik der US-Notenbank haben.
Asien überzeugt mit kräftigen Kursgewinnen
Die asiatischen Aktienmärkte präsentieren sich heute deutlich stärker:
- KOSPI: +8,0%
- Nikkei 225: +1,9%
- Hang Seng: +0,4%
- Shanghai Composite: +0,7%
Besonders der südkoreanische Markt profitiert von einer starken Erholung und einer hohen Handelsaktivität.
Devisenmärkte: Risikoappetit unterstützt Hochzinswährungen
Die Entspannung im Nahen Osten führte zu einer verbesserten Risikostimmung.
G10-Währungen
- Neuseeland-Dollar: +0,7%
- Schwedische Krone: +0,5%
- Euro: +0,2%
Die Norwegische Krone geriet dagegen aufgrund der rückläufigen Energiepreise unter Druck.
Schwellenländer-Währungen
- Südkoreanischer Won: +3,2%
- Südafrikanischer Rand: fester
- Ungarischer Forint: fester
Kryptowährungen bleiben unter Druck
Am Kryptomarkt hält die Schwächephase an:
- Bitcoin: 63.360 US-Dollar
- Ethereum: 1.689 US-Dollar
Beide Kryptowährungen notieren weiterhin in der Nähe ihrer jüngsten Tiefstände.
Fazit: Börse Aktuell bleibt von Inflation und Geopolitik geprägt
Die jüngste Entspannung zwischen Israel und Iran sorgt kurzfristig für Erleichterung an den Finanzmärkten. Dennoch bleiben geopolitische Risiken, die bevorstehenden US-VPI-Daten sowie die EZB-Sitzung die wichtigsten Einflussfaktoren für die Börse aktuell. Anleger sollten die kommenden Markt News daher besonders aufmerksam verfolgen.
Autor: Michał Jóźwiak, Financial Markets Analyst bei XTB
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