- BoJ bleibt hawkish, aber zögert beim Timing
- USDJPY Prognose kurzfristig stabil um 160
- Mittelfristig steigt das Korrekturrisiko
- BoJ bleibt hawkish, aber zögert beim Timing
- USDJPY Prognose kurzfristig stabil um 160
- Mittelfristig steigt das Korrekturrisiko
Forex Aktuell richtet sich der Blick auf Japan: Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren kurzfristigen Leitzins wie erwartet bei 0,75% belassen. Obwohl die aktualisierten Wachstums- und Inflationsprognosen klar hawkish ausfielen, konnte der Yen zunächst nicht profitieren. Der Markt reagierte vor allem auf die vorsichtige Kommunikation – und weniger auf die Projektionen.
► USDJPY WKN: 965991 - ISIN: XC0009659910 | Ticker: USD/JPY
Gleichzeitig bleibt die japanische Währung durch eine zunehmend kritische fiskalische Ausgangslage belastet. Trotz steigender Erwartungen an eine Rückkehr zu Zinserhöhungen im Jahresverlauf wird der Yen kurzfristig weiter von Unsicherheit und schwacher Marktstimmung dominiert.

BoJ-Entscheidung im Detail: Zinspause mit hawkisher Prognose-Revision
1) Leitzins unverändert – 8:1 Abstimmung
Die BoJ bestätigte den Leitzins bei 0,75% nach der Zinserhöhung im Dezember (von 0,5%). Die Entscheidung fiel mit 8:1 Stimmen, wobei ein Mitglied bereits jetzt für einen Schritt auf 1% plädierte.
2) Wachstumsausblick nach oben angepasst
Die Notenbank hob ihre BIP-Prognosen für 2025–2026 auf eine Spanne von 0,9–1,0% an – ein wichtiges Signal für mehr Stabilität in der Konjunktur.
3) Inflation bleibt über 2% – „Core-Core“ klar stärker
Besonders relevant für den Devisenmarkt: Die BoJ hat den Pfad der „Core-Core“-Inflation deutlich angehoben. Diese soll bis ins Fiskaljahr 2027 über dem 2%-Ziel bleiben. Das liefert fundamental Argumente für weitere Straffung.
4) Inflationsdynamik bleibt intakt
Laut Statement verstärken Lohnentwicklung und Inlandsnachfrage den Inflationsdruck – trotz niedrigerer Ölpreise und nachlassender globaler Risikofaktoren.
Aussage von Gouverneur Ueda: „Raten rauf – aber nur wenn Daten liefern“
BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda bekräftigte nach der Sitzung, dass die Zentralbank weitere Zinserhöhungen umsetzen werde, sofern sich Wachstum und Inflation wie prognostiziert entwickeln. Gleichzeitig blieb er betont vorsichtig:
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Tempo und Zeitpunkt seien datenabhängig
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seit dem Dezember-Schritt sei zu wenig Zeit vergangen, um die Wirkung vollständig zu bewerten
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ein schwacher Yen erhöhe Importkosten und könne die Inflation temporär nach oben drücken
Für Forex Aktuell ist genau diese Mischung entscheidend: hawkisher Ausblick, aber dovisher Timing-Fokus.
Blick nach vorn: Erwarteter Straffungszyklus 2026 und mögliche Schritte im Jahresverlauf
Die BoJ-Prognosen liefern die fundamentale Grundlage für weitere Zinserhöhungen. Dennoch bleibt der Markt vorsichtig: Aktuell werden etwas mehr als zwei Zinsschritte für 2026 eingepreist – während einzelne Häuser (z. B. Citi) sogar bis zu drei Erhöhungen erwarten.
Ein mögliches Basisszenario:
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1 Zinsschritt zur Jahresmitte
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optional ein weiterer Schritt Richtung Jahresende
USDJPY Prognose: Warum der Kurs trotz hawkisher BoJ nahe 160 bleibt
Trotz der eigentlich yen-freundlichen Projektionen bleibt USD/JPY nahe der 160er-Zone. Anleger interpretierten die Sitzung als „dovish hold“, weil ein klarer Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Erhöhung fehlte.
Belastungsfaktor 1: Fiskalrisiken in Japan
Ein zentraler Grund für den schwachen Yen ist die Sorge um die Staatsfinanzen. Diskussionen über fiskalische Maßnahmen wie eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf 0% erhöhen die Angst vor steigenden Defiziten – und drücken auf das Vertrauen.
Belastungsfaktor 2: Zinsdifferenz bleibt USD-positiv
Der Renditeabstand zwischen den USA und Japan spricht weiterhin für den Dollar. Zwar steigen japanische Renditen deutlich – dennoch ist der kurzfristige FX-Fokus klar auf die „relative Attraktivität“ des USD ausgerichtet.
Belastungsfaktor 3: Renditesprung in Japan ist fiskalisch getrieben
Die japanischen Renditen sind historisch stark gestiegen, inklusive eines markanten Signals: Die 40-jährige JGB-Rendite erreichte erstmals 4%. Das könnte den Yen stützen – doch der Treiber ist aktuell eher fiskalische Nervosität als ein stabiler geldpolitischer Straffungspfad.
Fundamental-Ausblick: Auf 6–12 Monate spricht mehr für Yen-Erholung
Mittelfristig kippt das Bild: Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten sprechen die Fundamentaldaten eher für einen stärkeren Yen:
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schrittweise Einengung der Zinsdifferenzen
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Perspektive auf einen weicheren USD, falls Fed-Senkungen später dominieren
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höheres Potenzial für JPY-Rebound aus extrem schwachen Niveaus
Damit bleibt die USDJPY Prognose mittelfristig anfällig für eine Korrektur – auch wenn kurzfristig noch Stabilität möglich ist.
Marktstimmung & Positionierung: Extrem bearish – Short-Squeeze-Risiko steigt
Kurzfristig: Volatilität bleibt hoch
Die fehlende Zinserhöhungs-„Roadmap“ sorgt weiter für Bewegung. Nach einer ersten Yen-Schwäche stabilisierte sich die Lage, weil kurzfristige Renditen anzogen und extreme Langläufer-Renditen etwas zurückkamen.
Mittelfristig: Positionierung als Kontra-Signal
Der Markt ist derzeit stark gegen den Yen positioniert:
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deutlicher Rückgang der Long-Positionen
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starke Zunahme der Shorts
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Netto-Positionierung nähert sich Extremwerten um -100.000 Kontrakte
Historisch kann ein solches Niveau ein Kontraindikator sein und das Risiko eines Short Squeeze erhöhen – ähnlich wie in der Yen-Preisbewegung 2024.
Technische USDJPY Prognose: Momentum verliert Kraft – 160 vs. 150/151 als Korrekturziel
Technisch beginnt die Aufwärtsdynamik bei USD/JPY zu stottern:
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Ein erneuter Test der 160 bleibt möglich
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kritisch wäre jedoch ein Bruch unter den 50-Tage-Durchschnitt
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in diesem Fall steigt die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrektur Richtung 150–151
Das gilt insbesondere, falls sich der übergeordnete Marktmodus weiter in Richtung „Sell America“-Narrativ bewegt.

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 23.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Fazit: Forex Aktuell und USDJPY Prognose bleiben von Timing und Risiko-Stimmung abhängig
Forex Aktuell bleibt der Yen kurzfristig unter Druck, weil die BoJ zwar hawkisher wird, aber keine unmittelbare Straffung signalisiert. Für die USDJPY Prognose ist die Zone um 160 weiterhin zentral. Mittelfristig sprechen Fundamentaldaten, Positionierung und mögliche Fed-Perspektiven jedoch zunehmend für ein Korrekturrisiko – besonders bei einem technischen Bruch unter wichtige gleitende Durchschnitte.
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