- Die EURNOK Prognose hängt kurzfristig vor allem von der Entwicklung des Ölpreises und der Lage in der Straße von Hormus ab.
- Im Chart des Tages testet EURNOK eine wichtige Widerstandszone zwischen 11,03 und 11,05.
- Die Juli-VPI-Daten aus Norwegen könnten die Erwartungen an die Norges Bank und damit den Wechselkurs deutlich beeinflussen.
- Die EURNOK Prognose hängt kurzfristig vor allem von der Entwicklung des Ölpreises und der Lage in der Straße von Hormus ab.
- Im Chart des Tages testet EURNOK eine wichtige Widerstandszone zwischen 11,03 und 11,05.
- Die Juli-VPI-Daten aus Norwegen könnten die Erwartungen an die Norges Bank und damit den Wechselkurs deutlich beeinflussen.
Der Rückgang der Öl- und Gaspreise nach dem Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran hat die norwegische Krone deutlich belastet. Damit gehört sie in dieser Woche zu den schwächsten Währungen am Devisenmarkt. Für die EURNOK Prognose bleibt die Entwicklung am Energiemarkt der wichtigste Einflussfaktor. Im heutigen Chart des Tages werfen wir einen Blick auf die fundamentalen und technischen Faktoren.
► EURNOK WKN: 965469 | ISIN: EU0009654698 | Ticker: EUR/NOK
Waffenruhe sorgt für sinkende Energiepreise
Die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran sind vorerst eingestellt. Als Gründe gelten schwindende militärische Ziele sowie begrenzte Munitionsbestände. US-Botschafter Mike Waltz bestätigte am Sonntag die Feuerpause. Gleichzeitig erklärte Donald Trump, dass Gespräche mit dem Iran stattfinden. Sollten diese scheitern, werde die USA "zu ihren bisherigen Maßnahmen zurückkehren".
Abbildung 1: Entwicklung des Ölpreises 50 Tage vor und 200 Tage nach geopolitischen Ereignissen
Quelle: XTB Research, 28.07.2026
Aus Teheran kommen dagegen widersprüchliche Signale. Außenamtssprecher Esmail Baghaei betonte, dass derzeit keine direkten Gespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Vertretern stattfinden. Gleichzeitig erklärte der Iran, auf weitere Vergeltungsmaßnahmen zu verzichten, solange die USA ihre Angriffe aussetzen. Parallel laufen Vermittlungsgespräche mit Oman, die sich auf Regelungen für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus konzentrieren.
Straße von Hormus bleibt ein Risikofaktor
Trotz der Waffenruhe gibt es bislang keine grundlegenden Veränderungen. Die Straße von Hormus bleibt faktisch stark eingeschränkt. Nach Daten von Kpler passieren derzeit lediglich rund ein Dutzend Schiffe pro Tag die Meerenge, verglichen mit etwa 80 bis 140 Schiffen unter normalen Bedingungen. Zudem bestehen weiterhin erhebliche Differenzen beim iranischen Uranprogramm. Zusätzliche Unsicherheit entstand zuletzt durch Angriffe der Huthi-Rebellen auf Anlagen von Saudi Aramco sowie Drohungen gegen Tanker in der Meerenge Bab al-Mandab.
Ölpreis entscheidet über die EURNOK Prognose
Sollten die militärischen Auseinandersetzungen erneut eskalieren, könnte der Brent-Ölpreis schnell wieder in Richtung 100 US-Dollar je Barrel steigen. Fortschritte bei den Verhandlungen würden dagegen tendenziell weiteren Druck auf den Ölpreis ausüben. Der Markt reagiert allerdings zunehmend zurückhaltend auf politische Aussagen. Entscheidend bleibt deshalb die tatsächliche Entwicklung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Erst eine nachhaltige Normalisierung dürfte weiteren Spielraum für fallende Ölpreise eröffnen.
Makrodaten rücken Norges Bank in den Fokus
Heute Abend steht zunächst der API-Bericht zu den US-Rohöllagerbeständen auf dem Kalender.
Aus Norwegen folgen in dieser Woche:
- Mittwoch: Einzelhandelsumsätze für Juni
- Freitag: Arbeitslosenquote für Juli
Für den Wechselkurs dürften diese Daten jedoch nur begrenzte Bedeutung haben.
Deutlich wichtiger wird die Veröffentlichung der VPI-Daten für Juli am 10. August. Ein höher als erwarteter Wert könnte die Erwartungen an die Zinssitzung der Norges Bank am 13. August weiter anheizen. Der Markt preist aktuell bereits eine Wahrscheinlichkeit von über 40% für eine Zinserhöhung ein.
Chart des Tages: EURNOK testet wichtige Widerstände
Abbildung 2: EURNOK (05.02.2026 - 28.07.2026)
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 28.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Nach dem dynamischen Anstieg im Juni folgte im Juli eine Korrektur. Diese stoppte im Bereich von 10,85 knapp oberhalb des 78,6%-Fibonacci-Retracements. Aktuell notiert EURNOK bei etwa 11,03 und testet gleich mehrere wichtige Widerstände. Dort verlaufen sowohl der 50-Tage-Durchschnitt als auch das 50%-Fibonacci-Retracement. Knapp darüber, bei rund 11,05, wartet bereits der 100-Tage-Durchschnitt als nächste Hürde. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Widerstandszone könnte die EURNOK Prognose deutlich aufhellen und den Weg zurück zu den Hochs aus dem Juni ebnen.
Auch die Indikatoren sprechen für eine Stabilisierung. Der RSI ist auf einen neutralen Wert von 49,4 zurückgekehrt und signalisiert weiteres Aufwärtspotenzial. Gleichzeitig zeigt der MACD eine deutlich nachlassende Abwärtsdynamik. Das Histogramm nähert sich kontinuierlich der Nulllinie an und deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck der vergangenen Wochen spürbar nachgelassen hat.
Fazit zur EURNOK Prognose
Für die kurzfristige EURNOK Prognose bleibt die Entwicklung am Ölmarkt der entscheidende Einflussfaktor. Solange der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt bleibt und geopolitische Risiken hoch sind, dürfte der Ölpreis erhöht bleiben und die norwegische Krone unterstützen. Aus charttechnischer Sicht entscheidet nun der Bereich zwischen 11,03 und 11,05 darüber, ob sich die jüngste Erholung fortsetzen kann.
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FAQ
Warum ist der Ölpreis für die EURNOK Prognose wichtig?
Norwegen ist ein bedeutender Öl- und Gasexporteur. Steigende Energiepreise stärken häufig die norwegische Krone.
Welche Kursmarken sind aktuell entscheidend?
Widerstände liegen bei 11,03 bis 11,05. Ein Ausbruch darüber könnte weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen.
Welche Termine sollten Anleger beachten?
Neben den US-Öllagerdaten stehen insbesondere die norwegischen VPI-Daten am 10. August sowie die Zinssitzung der Norges Bank am 13. August im Fokus.
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