DE30: Daten deuten auf eine wirtschaftliche Stagnation hin

13:47 14. Februar 2020

++ Europäische Aktien werden am Freitag gemischt gehandelt ++ Wirecard gab vorläufige Ergebnisse für 2019 bekannt ++ Daimler ruft etwa 300 Tsd. Fahrzeuge weltweit zurück ++ 

Die Aktienmärkte in Europa eröffnen am Freitag gemischt. Zwei Stunden nach der Markteröffnung liegt die Mehrheit der Blue-Chip-Indizes jedoch etwas niedriger. Das Ausmaß der Rückgänge ist jedoch recht gering. Die heute veröffentlichten BIP-Zahlen aus Deutschland zeigten, dass die deutsche Wirtschaft im letzten Quartal 2019 stagnierte. Das Ausbleiben der Kontraktion kann angesichts der katastrophalen Industriedaten für Dezember als etwas positiver bewertet werden.

Quelle: xStation 5

Der DE30 testete während des Übernachthandels ein Allzeithoch, konnte es allerdings nicht halten. Zu Beginn der europäischen Handelssitzung kam es zu einem ,,Pullback”. Die Rückgänge wurden leicht oberhalb der Widerstandszone gestoppt, die sich beim 161,8% Fibo-Niveau bewegte, wobei die äußere Korrektur am 5. Februar (bei 13.700 Punkten) begann. Dies ist das Schlüsselniveau, das während der heutigen Sitzung zu beobachten ist, und falls wir einen Durchbruch unterhalb dieses Niveaus sehen, wird sich die Aufmerksamkeit auf das Niveau bei 13.650 Punkten legen. Eine höhere Volatilität wird bei der Eröffnung der Wall Street-Sitzung (15:30 Uhr) erwartet.


DE30-Übersicht um 10:23 Uhr. Quelle: Bloomberg

Unternehmensnachrichten

Wirecard (WDI.DE) meldete heute vor der Eröffnung der Handelssitzung die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2019. Das deutsche Zahlungsunternehmen erzielte einen Umsatz von 2,8 Mrd. EUR, somit wurden die Schätzungen der Analysten übertroffen. Das EBITDA für das Gesamtjahr fiel mit 785 Mio. EUR um 1% schwächer aus als erwartet. Das Unternehmen bestätigte den Ausblick für das Jahr 2020 und erwartet ein EBITDA in der Größenordnung von 1-1,12 Mrd. EUR. Hierbei handelt es sich allerdings nur um vorläufige Ergebnisse. Der geprüfte Bericht wird am 8. April veröffentlicht.

Daimler (DAI.DE) wird weltweit rund 300.000 Mercedes-Benz-Fahrzeuge wegen Brandgefahr zurückrufen. Zu den betroffenen Modellen gehören einige E-Klasse- und CLS-Fahrzeuge, die zwischen 2015-2019 gebaut wurden. In Deutschland werden 105.000 Fahrzeuge zurückgerufen.

James von Moltke, Chief Financial Officer der Deutschen Bank (DBK.DE), sagte, dass die Bank aggressiv negative Zinssätze für Firmenkunden weitergibt und mit wohlhabenden Privatkunden über die Erhebung negativer Zinsen auf ihre Einlagen spricht.

Analystenreaktionen

- Bernstein bewertet die Aktie von Metro (B4B.DE) mit “Marktleistung” (Kursziel: 11,50 EUR).


Wirecard (WDI.DE) zieht sich heute zurück und testet erneut den Widerstandsbereich zwischen dem 50% Fibo-Niveau und 140 EUR. Sollte sich der Bestand bis zum Ende des Tages über dieser Zone halten, könnte in der nächsten Woche eine Aufwärtsbewegung in Richtung dieser Zone bei 155 EUR eingeleitet werden. Quelle: xStation 5

NEU: Trading Academy 2.0
In unserem Einmaleins des Börsenhandels lernen Sie gemeinsam mit Top-Coach und Ausbilder Wieland Arlt alle wichtigen Themen einer Trading Ausbildung. Der Videokurs bereitet Sie systematisch auf den Eigenhandel an der Börse vor >> Melden Sie sich jetzt an!


Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Teilen:
Zurück