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10:50 · 1. August 2019

DE30: Fed enttäuscht, Aktien eröffnen tiefer

++ Europäische Indizes eröffnen nach Fed-Zinsentscheid etwas tiefer ++ DE30 notiert unter einem wichtigen technischen Widerstand ++ Siemens fällt mehr als 5%, nachdem vor Branchenabschwung gewarnt wird ++

Der Fed-Zinsentscheid beeinflusste gestern Abend die Finanzmärkte und ließ die Aktien weltweit sinken. Europa ist keine Ausnahme, aber der Grad der Underperformance der europäischen Aktien ist bisher begrenzt. Nach weniger als einer Handelsstunde am Donnerstag notiert der DE30 flach, während der französische CAC 40 (FRA40) und der spanische IBEX 30 (SPA30) leichte Kursgewinne verzeichnen. Andererseits steigt der italienische FTSE MIB (ITA40) um 0,9%. Gleichzeitig sind die Anleihen seit gestern zurückgegangen. Die Renditen in Europa sind heute Morgen wiederum gestiegen und der EURUSD tendiert weiter nach unten (1,1039 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung). Warum mögen die Aktienmärkte nicht, was die Fed getan hat? Die Markterwartungen waren vor dem gestrigen Zinsentscheid hoch, da einige Analysten erwartet hatten, dass die Fed die Zinsen um 50 Basispunkte senken würde. Letztendlich senkte die US-Notenbank die Zinsen um 25 Basispunkte und signalisierte keine Notwendigkeit weiterer Zinssenkungen in absehbarer Zeit. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass die Fed vor langer Zeit zu einer Geisel der Finanzmärkte geworden ist. Das konnte am Mittwoch sehr gut beobachtet werden, da Fed-Chef Jerome Powell Schwierigkeiten hatte, die Zinssenkung vernünftig zu begründen. Sollte die Fed die Märkte von ihrer Ansicht überzeugen können, würde dies weniger Aufwärtsdruck auf den USD ausüben. Das könnte eine herausfordernde Aufgabe sein, wobei die Kommunikation zwischen der US-Notenbank und den Marktteilnehmern bis zum Treffen im September entscheidend sein wird. Generell ist jedoch der Grund für die Zinssenkung eindeutig: US-Präsident Donald Trump, der durch seinen Protektionismus und den andauernden Handelskonflikten die globale sowie die US-Wirtschaft in Mitleidenschaft zieht und die Fed dadurch zwingt, Maßnahmen zu ergreifen. 

Technisch gesehen rutschte der DE30 bereits unter seine Schlüsselzone um die 12.200-Punkte-Marke. Dieser Bereich konnte seitdem nicht mehr zurückerobert werden, was darauf hindeutet, dass den Bullen bislang die notwendige Kraft fehlte. Unterhalb der 12.000-Punkte-Marke könnte mit mehr Abwärtsdruck gerechnet werden. Quelle: xStation 5

UNTERNEHMENSBERICHTE
Bei Betrachtung einzelner DE30-Werte sticht insbesondere die Aktie von Siemens (SIE.DE / WKN: 723610) heraus, die um mehr als 5% nachgibt. Diese schwache Entwicklung wurde durch eine Warnung des Unternehmens verursacht, welche darauf hindeutet, dass ein starker Rückgang im Automatisierungs- und Energiegeschäft es schwieriger machen wird die Finanzziele für das Gesamtjahr zu erreichen, wie Bloomberg berichtete. Ein solches Szenario zeichnet sich bereits ab, da Europas größtes Ingenieurunternehmen einen schwächer als erwarteten Quartalsgewinn erzielte. Daher erwartet Siemens, dass die Marge im industriellen Kerngeschäft in der unteren Hälfte des Zielwertes von 11% bis 12% liegen könnte. Das bereinigte EBITDA aus dem industriellen Kerngeschäft ist in den drei Monaten bis Juni um 12% auf 1,94 Mrd. EUR gesunken und verfehlte deutlich die Erwartungen. Aus der Erklärung des Unternehmens ging auch hervor, dass sich die Nachfrage der Automobilhersteller und der Maschinenbauindustrie verschlechtert habe und dass in Europa, im Nahen Osten und in Amerika geringere Auftragseingänge und Umsätze zu verzeichnen seien.

Die Deutsche Börse und Siemens sind am Donnerstag die größten DE30-Gewinner. Quelle: Bloomberg

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