DE30 kämpft in der Nähe des Widerstands von 15.925 Punkten

13:31 14. Januar 2022
  • Europäische Indizes fallen, technische Werte hinken hinterher

  • DE30 testet Widerstand am 38,2%-Retracement

  • SAP kündigt Aktienrückkauf im Wert von 1 Milliarde Euro an
     

Die europäischen Aktienmärkte notieren am letzten Tag der Woche niedriger. Die Märkte auf dem Alten Kontinent reagieren auf den gestrigen Ausverkauf an der Wall Street, wobei Unternehmen aus dem Technologiesektor und der Konsumgüterindustrie zu den größten Underperformern gehören. Der russische RTS (RUS50) ist mit einem Minus von 1,5 % der größte Nachzügler unter den europäischen Blue-Chip-Indizes. Die Indizes aus dem Vereinigten Königreich und Belgien, die mehr oder weniger unverändert gehandelt werden, sind die Spitzenreiter.

Das Statistische Bundesamt hat heute eine Schnellschätzung für das deutsche BIP-Wachstum 2021 veröffentlicht. Die Daten entsprachen den Markterwartungen und zeigten ein Wachstum von 2,7%. Die deutsche Wirtschaft dürfte im letzten Quartal 2021 zwischen 0,5 und 1% geschrumpft sein, da die sich verschlechternde Pandemiesituation die Produktion dämpfte. Das deutsche BIP war 2021 um 2 % niedriger als vor der Pandemie 2019.

Quelle: xStation5

DE30 stürzte gestern Abend um rund 200 Punkte ab, als sich die Stimmung an der Wall Street eintrübte. Heute ist ein Erholungsversuch zu erkennen, aber die Widerstandszone, die durch das 38,2%-Retracement der am 5. Januar 2022 gestarteten Abwärtsbewegung markiert ist (Bereich 15.925 Punkte), wurde noch nicht durchbrochen. Ein Blick auf den DE30-Chart im H1-Intervall zeigt, dass der deutsche Index in letzter Zeit auf das Retracement der oben erwähnten Abwärtsbewegung reagiert hat, so dass Händler sich auf diese als potenzielle Schwellenwerte konzentrieren sollten. Sollte der Widerstand bei 15.925 Punkten überwunden werden, könnte das nächste Ziel der Bullen im Bereich von 16.000 Punkten (50%-Retracement) liegen.

Unternehmensnachrichten

SAP (SAP.DE) gab vorläufige Ergebnisse für Q4 2021 bekannt. Das Unternehmen teilte mit, dass der Cloud-Umsatz im 4. Quartal 2021 um 28% auf 2,61 Mrd. € (exp. 2,5 Mrd. €) gestiegen ist. Der Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 6 % auf 7,98 Mrd. €. SAP erwartet, dass der Cloud-Umsatz im Jahr 2022 bei konstanten Wechselkursen um 26 % auf 11,85 Mrd. € steigen wird. Das deutsche Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es im Zeitraum von Februar bis Dezember 2022 eigene Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde Euro kaufen wird. Die vollständigen Ergebnisse werden am 27. Januar 2022 veröffentlicht.

Wacker Chemie (WCH.DE) hat heute vorläufige Zahlen für das Gesamtjahr bekannt gegeben. Das EBITDA betrug rund 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr 1,41 Mrd. Euro), der Umsatz rund 6,2 Mrd. Euro (Vorjahr 6,09 Mrd. Euro)..

Einschätzung der Analysten

  • Stifel stuft Aixtron (AIXA.DE) auf "Halten" hoch. Kursziel wird auf €19,00 gesetzt.
  • Exane stuft KION Group (KGX.DE) mit "outperform" ein. Kursziel wird auf €126,00 gesetzt.
  • Zalando (ZAL.DE) wird von der DZ Bank auf "buy" hochgestuft. Kursziel auf €80 gesetzt.

Die Aktien von SAP (SAP.DE) legten zu Beginn des heutigen Handelstages zu, nachdem das Unternehmen positive vorläufige Ergebnisse und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte. Der Optimismus verflog jedoch schnell und die Aktie gab ihre Gewinne wieder ab. Der Kurs versucht, unter die wichtige Preiszone von 120,00 € zu fallen, in der sich der gleitende 200-Tages-Durchschnitt (lila Linie), die Aufwärtstrendlinie und frühere Kursreaktionen befinden. Quelle: xStation5

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis

CFDs sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Teilen:
Zurück