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16:28 · 23. Februar 2026

Handelskrieg eskaliert – Supreme Court stoppt Zölle, Gold steigt

Börse Aktuell | Börse USA
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Das Wichtigste in Kürze
  • Supreme Court kippt frühere Zölle
  • Neue 15%-Zölle unter Section 122
  • Gold steigt, Märkte bleiben vorsichtig

Börse USA: Neue Zölle erschüttern transatlantische Märkte 🌍

Die Börse USA startet in eine Phase erhöhter Unsicherheit. Das Europäische Parlament hat den Ratifizierungsprozess des sogenannten „Turnberry-Abkommens“ zwischen der EU und den USA gestoppt. Hintergrund ist eine juristische und politische Eskalation in Washington: Der US Supreme Court erklärte zentrale Zölle von Präsident Donald Trump für verfassungswidrig – woraufhin Trump umgehend neue 15%-Zölle ankündigte.

Für die Börse aktuell bedeutet das: Handelskonflikte rücken erneut in den Mittelpunkt, geopolitische Risiken steigen – und Anleger suchen verstärkt Sicherheit.


🔎 Drei Key Takeaways

1️⃣ Supreme Court kippt frühere Zölle
Das Gericht entschied 6–3, dass Trump unter IEEPA keine einseitigen Zölle verhängen durfte – die Besteuerung ist Sache des Kongresses.

2️⃣ Neue 15%-Zölle unter Section 122
Trump reagiert mit einem globalen 15%-Zoll für bis zu 150 Tage – mögliche Zusatzbelastung für EU-Exporte.

3️⃣ Gold steigt, Märkte bleiben vorsichtig
Gold springt Richtung 5.200 USD, während EURUSD und Aktienmärkte noch relativ stabil reagieren.


Supreme Court: Klare Grenze für Exekutivmacht ⚖️

Am 20. Februar entschied der Supreme Court, dass die unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verhängten Zölle verfassungswidrig waren. Die Begründung:

  • Das Besteuerungsrecht liegt laut US-Verfassung beim Kongress

  • Der Präsident darf keine eigenständigen Zölle als Steuerinstrument erheben

Die Entscheidung betrifft Zölle mit Einnahmen von 130–180 Milliarden USD – ursprünglich waren sogar 1,4 Billionen USD über zehn Jahre geplant.

Für die Börse USA ist dies ein politischer Wendepunkt – allerdings mit unklaren Folgen.


Trumps Gegenmaßnahme: Section 122

Binnen Stunden reagierte Trump mit einer neuen juristischen Strategie:

  • Einführung eines 10%-Zolls unter Section 122 des Trade Act von 1974

  • Erhöhung auf 15% (maximal zulässig)

  • Gültig bis zu 150 Tage ohne Zustimmung des Kongresses

Entscheidend ist nun die Frage:
Ersetzt dieser Zoll bestehende Vereinbarungen – oder kommt er zusätzlich hinzu?

Im schlimmsten Fall könnten effektive Zollsätze für EU-Exporte auf bis zu 30% steigen. Laut Yale Budget Lab würde die durchschnittliche US-Zollrate auf 24,1% klettern – höher als während der IEEPA-Hochphase.

 


Brüssel reagiert: „Ein Deal ist ein Deal“

Das EU-Parlament stoppte den Ratifizierungsprozess des Turnberry-Abkommens.

Die Sorge:
Der neue 15%-Zoll könnte zusätzlich zu bestehenden MFN-Zöllen erhoben werden und damit das vereinbarte Maximum überschreiten.

Die EU-Kommission warnte vor „marktzerstörender Unberechenbarkeit“. Für die Börse aktuell entsteht damit ein erneuter transatlantischer Unsicherheitsfaktor.


Marktreaktion: Gold im Aufwind ✨

Die unmittelbare Reaktion an den Finanzmärkten:

  • Gold +2% auf knapp 5.200 USD

  • EURUSD überraschend stabil

  • Europäische Aktien nur begrenzt unter Druck

Offenbar preisen Investoren das „Zoll-auf-Zoll“-Szenario noch nicht vollständig ein. Dennoch steigt die geopolitische Risikoprämie deutlich.


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Fazit

Die Börse USA steht vor einer neuen Phase handelspolitischer Spannungen. Das Supreme-Court-Urteil begrenzt zwar die Exekutivmacht, doch Trumps Gegenreaktion zeigt, dass der Handelskonflikt nicht beendet ist.

Für die Börse aktuell ergeben sich drei zentrale Risiken:

  • Mögliche Verdopplung effektiver Zollsätze

  • Belastung für europäische Exporteure

  • Steigende Unsicherheit für Unternehmen und Investoren

Gold signalisiert erhöhte Nervosität, während Aktienmärkte bislang nur moderat reagieren. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein – insbesondere wenn sich zeigt, ob neue Zölle tatsächlich zusätzlich greifen oder politisch entschärft werden.

Gold Chart (D1) Chartanalyse

Gold Chart (D1) Chartanalyse
 

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 23.02.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

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