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12:49 · 23. Februar 2026

⛔ Trumps Zölle für rechtswidrig erklärt: Erhalten Unternehmen Rückerstattungen in Milliardenhöhe?

Börse Aktuell: Supreme Court stoppt Trump-Zölle – S&P 500 Prognose und Gold Prognose im Fokus
Das Wichtigste in Kürze
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Das Wichtigste in Kürze
  • Eine rechtliche „Hürde“ für das Weiße Haus: Der Oberste Gerichtshof hat eindeutig entschieden, dass der Präsident keine Zölle unter Berufung auf den International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verhängen darf, da die Befugnis zur Erhebung von Steuern und Zöllen ausschließlich beim Kongress liegt. Das bedeutet, dass die bisher verhängten umfassenden „Krisenzölle“ ihre Rechtsgrundlage verloren haben, was die Möglichkeiten des Präsidenten, die globalen Zollsätze schnell und uneingeschränkt zu manipulieren, drastisch einschränkt.
  • Milliarden von Dollar in der Schwebe: Das Urteil eröffnet Importeuren (wie Walmart oder Amazon) die Möglichkeit, bis zu 180 Milliarden US-Dollar zurückzufordern, aber der Prozess wird ein administrativer Albtraum sein. Unternehmen haben nur 180 Tage Zeit, um einen Antrag zu stellen, und aufgrund von Streitigkeiten vor dem US-Gericht für internationalen Handel könnte es Jahre dauern, bis es tatsächlich zu Rückzahlungen kommt – zumal der US-Haushalt mit einem Rekorddefizit zu kämpfen hat.
  • Der Handelskrieg geht unter neuen Vorzeichen weiter: Trotz des Rückschlags vor Gericht hat die Trump-Regierung die Zölle schnell auf andere Rechtsgrundlagen (Sections 122 und 301) „umgestellt” und den globalen Satz auf 15 % angehoben. Obwohl die neuen Zölle nur vorübergehend gelten (150 Tage ohne Zustimmung des Kongresses) und zahlreiche Ausnahmen enthalten (z. B. Arzneimittel oder Energie), zeigen sie die Entschlossenheit der Regierung, den Protektionismus fortzusetzen, was die Unsicherheit auf den Märkten aufrechterhält und den Anstieg der Goldpreise weiter anheizt.

Das Urteil des U.S. Supreme Court zu den von Donald Trump verhängten Zöllen markiert eine Zäsur in der US-Handelspolitik. Die Richter entschieden mit 6–3 Stimmen, dass der Präsident unter dem IEEPA (International Emergency Economic Powers Act) keine Befugnis hatte, eigenständig Zölle zu verhängen. Diese Kompetenz liege verfassungsrechtlich beim Kongress.

Für die Börse aktuell bedeutet das: Die juristische Grundlage für einen großen Teil der zuletzt erhobenen Strafzölle entfällt. Gleichzeitig bleiben hohe Zölle über andere Handelsgesetze bestehen. Die Unsicherheit nimmt zu – ein entscheidender Faktor für die S&P 500 Prognose und die Gold Prognose.


Kern des Urteils: IEEPA ist kein Zollgesetz

Der Supreme Court stellte klar:

  • IEEPA erwähnt weder „Zölle“ noch „Abgaben“.

  • Wenn der Kongress Zollbefugnisse delegiert, geschieht dies ausdrücklich und mit klar definierten Grenzen.

  • Zölle sind Teil der Steuerhoheit – und diese liegt laut Verfassung beim Kongress.

  • „Importe regulieren“ bedeutet Instrumente wie Embargos oder Quoten, nicht jedoch das Erheben von Steuern.

Damit sind die breit angelegten Notstands-Zölle – unter anderem gegen Kanada, Mexiko und weitere Handelspartner – rechtlich nicht haltbar.

Rückerstattungen: Bis zu 175 Milliarden USD im Raum

Das Gericht traf bewusst keine Entscheidung zu möglichen Rückzahlungen. Der Fall dürfte nun an das Court of International Trade gehen. Danach müsste die Zollbehörde CBP Verfahren für Erstattungen entwickeln.

Schätzungen zufolge könnten zwischen 130 und 175 Milliarden USD an Zolleinnahmen betroffen sein. Unternehmen haben 180 Tage Zeit, um Einspruch einzulegen.

Offene Fragen:

  • Wer erhält eine Rückerstattung – der Importeur oder der wirtschaftlich Belastete?

  • Wie wird nachgewiesen, ob Zölle an Endkunden weitergegeben wurden?

  • Wie lange dauern Verfahren angesichts administrativer Engpässe?

Für die Börse aktuell bedeutet dies: Eine jahrelange juristische Unsicherheit bleibt bestehen.


Neue Zölle über andere Gesetze

Parallel zum Verfahren hat die US-Regierung reagiert:

  • Einführung pauschaler 10%-Zölle unter Section 122 des Trade Act von 1974

  • Anhebung auf 15%

  • Gültigkeit bis zu 150 Tage ohne Zustimmung des Kongresses

  • Intensivierung von Section-301-Untersuchungen

Das bedeutet: Die IEEPA-Schiene entfällt, doch das Zollniveau bleibt hoch. Die Handelskonflikte gehen weiter – nur auf neuer rechtlicher Basis.

 


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Auswirkungen auf die Märkte

Gold Prognose: Unsicherheit treibt Absicherung

Handels- und geopolitische Unsicherheit haben Gold 2025 deutlich gestützt. Der US-Dollar zeigte sich trotz der protektionistischen Politik schwächer. Kapitalflüsse in Richtung Diversifikation – insbesondere Gold – nahmen zu.

Die zusätzliche juristische Unsicherheit könnte:

  • neue Allzeithochs bei Gold begünstigen

  • die Dollar-Diversifikation beschleunigen

  • institutionelle Absicherung erhöhen

Für die Gold Prognose bleibt das Umfeld konstruktiv, solange Handels- und Fiskalrisiken bestehen.

Gold Prognose im Tageschart

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 23.02.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Die Unsicherheit im Handel und zusätzlich die geopolitische Unsicherheit haben Gold aus der Dreiecksformation gedrängt. Derzeit befindet sich Gold auf dem höchsten Stand seit Ende Januar und Anfang Februar.  

Währungen und Europa

Der Euro, die schwedische Krone, die norwegische Krone sowie der Schweizer Franken reagieren empfindlich auf Handelsentwicklungen. Nach dem Urteil kam es zu moderaten Dollar-Verlusten.

Interessant für die Börse aktuell:

  • Europa-Aktien entwickelten sich seit Jahresbeginn stärker als US-Aktien

  • Der S&P 500 notiert nahezu unverändert

  • Eine mögliche Umlenkung von Handelsströmen könnte europäische Unternehmen temporär begünstigen

Der Euro, die schwedische Krone, die norwegische Krone und auch der Schweizer Franken sind stark von Konjunkturabschwächungen betroffen – wobei der CHF auch als sichere Währung fungiert. Quelle: Bloomberg Finance LP.

S&P 500 Prognose: Mehr Komplexität statt Entspannung

Zwar reagierten Aktienmärkte zunächst positiv auf das Urteil, doch strukturell bleibt die Lage komplex:

  • Zölle bleiben über andere Instrumente bestehen

  • Einnahmen aus Zöllen könnten sogar steigen

  • Neue Klagen gegen Section 122 und 301 sind wahrscheinlich

  • Politische Risiken im Vorfeld der Wahlen gewinnen an Bedeutung

Die S&P 500 Prognose hängt daher weniger vom Wegfall der IEEPA-Zölle ab, sondern stärker von:

  • Unternehmensmargen unter anhaltend hohen Importkosten

  • Dollarbewegungen

  • globalen Lieferkettenanpassungen

  • fiskalischer Stabilität angesichts hoher Haushaltsdefizite

Eine nachhaltige Rally erfordert Klarheit – diese ist aktuell nicht in Sicht.

S&P 500 Prognose im 4H Chart

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 23.02.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Der EU50-Index ist seit Jahresbeginn gestiegen, während der S&P 500 nahezu unverändert geblieben ist (nahezu flach).

 

 

 

Fazit: Börse Aktuell zwischen juristischer Klarheit und politischer Unsicherheit

Das Supreme-Court-Urteil beendet nicht den Handelskonflikt. Es verschiebt lediglich die rechtliche Grundlage. Hohe Zölle bleiben bestehen, während gleichzeitig milliardenschwere Rückerstattungen im Raum stehen.

Für Anleger ergeben sich drei zentrale Themen:

  1. Gold Prognose: Profiteur anhaltender Unsicherheit

  2. S&P 500 Prognose: Abhängig von Margenentwicklung und politischer Dynamik

  3. Börse Aktuell: Mehr Unsicherheitsquellen als zuvor

Kurzfristig dominieren juristische und politische Risiken. Mittelfristig entscheidet, ob der Kongress eingreift oder neue Handelskonflikte eskalieren.

 

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FAQ – Börse Aktuell, S&P 500 Prognose und Gold Prognose

Warum hat der Supreme Court Trumps Zölle gestoppt?

Der Supreme Court entschied, dass der Präsident unter dem IEEPA keine Befugnis hat, eigenständig Zölle zu verhängen. Die Verfassung weist die Zoll- und Steuerhoheit dem Kongress zu. IEEPA erlaubt lediglich die Regulierung von Importen, nicht jedoch das Erheben von Abgaben.

Sind die Zölle jetzt vollständig abgeschafft?

Nein. Die unter IEEPA verhängten Zölle sind rechtlich nicht haltbar. Allerdings bestehen weiterhin Zölle unter anderen Gesetzen wie Section 232, Section 301 sowie temporäre Maßnahmen unter Section 122 des Trade Act.

Wie hoch könnten die Rückerstattungen ausfallen?

Schätzungen gehen von 130 bis 175 Milliarden US-Dollar aus. Unternehmen haben 180 Tage Zeit, Einspruch einzulegen. Die endgültige Abwicklung dürfte sich über Jahre erstrecken.

Was bedeutet das Urteil für die Börse aktuell?

Kurzfristig sorgte das Urteil für positive Marktreaktionen. Mittelfristig bleibt die Unsicherheit hoch, da neue Handelsmaßnahmen und mögliche Klagen folgen könnten. Die rechtliche Grundlage ändert sich – das Zollniveau bleibt jedoch hoch.

Wie wirkt sich das auf die S&P 500 Prognose aus?

Die S&P 500 Prognose hängt weiterhin von Unternehmensmargen, globalen Lieferketten, Dollarbewegungen und politischen Entscheidungen ab. Anhaltend hohe Importkosten und fiskalische Unsicherheiten könnten die Gewinnentwicklung belasten.

Warum profitiert Gold von der Situation?

Handelskonflikte, geopolitische Risiken und Zweifel an der fiskalischen Stabilität der USA erhöhen die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Die Gold Prognose bleibt daher konstruktiv, solange Unsicherheit und Dollar-Diversifikation anhalten.

Bleibt der US-Dollar stabil?

Trotz hoher Zölle zeigte sich der US-Dollar zuletzt schwächer. Eine zunehmende Diversifikation der Währungsreserven – insbesondere in Richtung Gold – könnte strukturellen Druck erzeugen.

Welche Rolle spielt der Kongress jetzt?

Der Kongress kann neue Zollbefugnisse erteilen oder bestehende Maßnahmen verlängern. Politische Mehrheiten – insbesondere im Wahlumfeld – gewinnen daher an Bedeutung für die weitere Entwicklung der Handelspolitik.

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