Marktkommentar: Corona und schwache Aussichten belasten Kurse

09:35 30. Oktober 2020

Trotz der soliden Quartalszahlen von Big Tech brachen die US-amerikanischen Futures sowie die asiatischen Aktien erneut ein. 

Der S&P 500 hatte sich einen Tag zuvor von seinem größten Einbruch seit vier Monaten etwas erholen können, da die Anleger durch die besser als erwarteten Wirtschaftsdaten ermutigt wurden. Die US-Wirtschaft meldete im 3. Quartal 2020 ein annualisiertes Rekordwachstum von 33,1%. Am Freitag weitete der Index jedoch im vorbörslichen Handel seine Wochenverluste aus und stieß auf die Unterstützungszone bei 3.230 Punkten, die durch das Tief vom September und die Hochs vom Juni und Juli gekennzeichnet sind. Die Sorgen um das Coronavirus und die weltweite Konjunkturerholung überwiegen.

EURUSD brach am Donnerstag ein und schloss erstmals seit Ende September unterhalb der 1,17er-Marke, die sich im Oktober bereits einigen Tests unterziehen musste. Der Widerstand bei 1,1760, der durch das Tageshoch vom Mittwoch bestimmt wurde, hatte sich nach einer mehrstündigen Seitwärtsphase gefestigt. Nach einem dortigen Abpraller wurde die Abwärtsbewegung fortgesetzt. Am Freitag kann sich das Paar leicht erholen, doch erst oberhalb von 1,17 würde sich die technische Lage entspannen, sodass sich der Kurs weiter den Tiefs vom September bei 1,1610 annähern könnte.

Der DE30 hat am Donnerstag einen Kreisel mit einem sehr kleinen Kerzenkörper ausgebildet, was auf unentschlossene Marktteilnehmer hindeutete. Am Freitag brach der Kurs während der Asien-Sitzung erneut ein und testete das Fibonacci-Retracement von 38,2% der im März eingeleiteten Erholungsrallye. Seitdem stößt der Markt wieder auf Kaufinteresse, wobei der DE30 in die bekannte Seitwärtsrange zwischen 11.450 und 11.600 Punkten zurückzukehren scheint. Einige Händler könnten beginnen, auf eine stärkere Aufwärtskorrektur zu setzen.
 

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