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09:30 · 8. August 2019

Marktkommentar: Erholung an Aktienmärkten nachhaltig?

++ Handelsdaten aus China überraschen positiv ++ PBOC stützt Yuan ++ NZD und AUD unter Druck ++ DE30 hat Schwierigkeiten sich weiter zu erholen ++

Die besser als erwarteten Handelsdaten aus China sowie der verstärkenden Botschaft der PBOC, die Yuan-Abwertung zu begrenzen, sorgten am Donnerstag an den globalen Aktienmärkte für ein Aufatmen. Die chinesischen Exporte wiesen im Juli mit einem Anstieg von 3,3% im Jahresvergleich das stärkste Wachstum seit März auf (Erwartung: -2%). Die Importe blieben mit einem Rückgang von -5,6% im Jahresvergleich schwach, konnten jedoch die Erwartungen (-8,3%) übertreffen. Auf den ersten Blick könnte man mit einer gewissen Widerstandsfähigkeit gegenüber dem ungelösten Handelsstreit zwischen den USA und China argumentieren, angesichts der drohenden Zollrunde sowie der zunehmenden Rezessionsängste könnte das verbesserte Handels-Update jedoch nur von kurzer Dauer sein. Die People's Bank of China versucht derzeit die eigene Währung weiter zu stabilisieren und überraschte heute mit einem stärkeren täglichen Referenzkurs als erwartet. In Asien waren am Donnerstag an breiter Front Gewinne zu beobachten, wobei der Shanghai Composite um 0,89% stieg. Auch die Futures der Wall Street versuchen sich im vorbörslichen Handel von ihrem jüngsten Ausverkauf zu erholen: Der marktbreite S&P 500 nähert sich der psychologisch wichtigen 2.900-Punkte-Marke.

Andererseits nehmen an den Finanzmärkten die Risiken einer Rezession zu. Dies wurde unter anderem durch die überraschend aggressiven geldpolitischen Lockerungen der Zentralbanken aus Neuseeland, Indien und Thailand bekräftigt. Die RBNZ nahm am Mittwoch eine Zinssenkung von 50 Basispunkten vor und warf den NZDUSD auf die Tiefststände von 2018 zurück. Sichere Vermögenswerte gewinnen wiederum weiter an Attraktivität: Der Goldpreis schaffte es gestern erstmals seit März 2013 über die 1.500 USD-Marke, die 30-jährige US-Anleiherendite notiert nicht weit von ihrem im Jahr 2016 ausgebildeten Allzeittief (aktuell 2,256%) und der USDJPY erreichte kurzzeitig die 105,50er-Marke (Kursstand vom Flash-Crash im Januar). Des Weiteren signalisierte Chicago Fed-Präsident Charles Evans, dass er offen für niedrige Zinsen sei, um die Inflation zu beleben und den Risiken für das Wirtschaftswachstum sowie des Handelskonflikts entgegenzuwirken. Eine zweite Zinssenkung für das Treffen der Fed im September wird laut dem „CME FedWatch Tool” bereits vollständig eingepreist. Die Wahrscheinlichkeit für eine große Senkung (50 Basispunkte) liegt bei 21,2%.

Auch am Donnerstag versucht der DE30 erneut die Widerstandszone um die 11.740-Punkte-Marke zu überwinden. Kurz nach der europäischen Eröffnung erhöhen die Bären jedoch den Druck und werfen den deutschen Leitindex zurück auf 11.680 Punkte. Wenn die Bullen dem Verkaufsdruck nicht standhalten können, wäre ein Test der Tiefs vom Montag möglich. Ein Durchbruch könnte den Weg in Richtung 200-Wochen-Linie (11.500 Punkte) ebnen. Andererseits könnte oberhalb der genannten Widerstandszone schnell Aufwärtspotenzial freigesetzt werden. Der Grad zwischen Ausverkauf und einer stärkeren Erholung ist somit schmal.

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