Weltweite Aktien haben am Dienstag ihren Ausverkauf verlängert, da sich die Verbreitung des Coronavirus verschlimmert - Chinas Nationale Gesundheitskommission berichtete heute, dass die Anzahl der Todesfälle auf 106 gestiegen sei.
Der US500 (Future) kann sich jedoch im heutigen vorbörslichen Handel etwas erholen. Technisch gesehen ist im 4-Stundenchart ein Abpraller am 200er EMA erkennbar - der gleitende Durchschnitt konnte den mehr als dreieinhalb Monate alten Aufwärtstrend bereits zweimal vor einer Trendwende bewahren. Ob der Dip gekauft wird oder tiefere Rückgänge drohen, könnte davon abhängen, wie schnell der Virus eingedämmt werden kann und wie sich die europäischen Aktien entwickeln.
EURUSD hat nach einer dreitägigen Verlustserie seine Gewinne vom Dezember vollständig abgegeben. Während die jüngste Aufwertung des USD nicht durch die inländischen Daten gestützt wird, reichten auch die Anzeichen einer Stabilisierung in Europa nicht aus. Die EUR-Bullen sind zudem besorgt, was die Risiken eines ausgewachsenen Handelsstreits zwischen der EU und den USA angeht. Das Paar konnte seine Rückgänge an der psychologisch wichtigen 1,10er-Marke stoppen und notiert heute Morgen etwas höher bei 1,1020.
Der DE30 erlitt gestern einen herben Rückschlag und schloss zum ersten Mal seit Oktober 2019 unter der 50-Tage-Linie (EMA). Die Bullen unternahmen heute früh nach einer höheren Eröffnung einen Erholungsversuch. Der Kurs prallte jedoch am Widerstand bei 13.300 Punkten ab und notiert wieder in der Nähe des gestrigen Tiefs. Das Chartbild bleibt daher fragil, sodass die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten wieder in den Fokus rücken könnte.
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