Die Federal Reserve hat am Wochenende die Zinsen um weitere 100 Basispunkte gesenkt und ein quantitatives Lockerungsprogramm in Höhe von 700 Mrd. USD gestartet.
Die Entscheidung konnte die Finanzmärkte allerdings nicht stützen. Der Future-Handel des US500 wurde erneut ausgesetzt, nachdem die untere Grenze der festgesetzten Handelsspanne von 5% (Limit-down) erreicht wurde. Bei der Dotcom-Blase sowie der Finanzkrise 2008 konnten die Zinskürzungen die Rückgänge ebenfalls nicht aufhalten. Die wichtigste Unterstützung ist das Tief vom Freitag bei 2.394 Punkten. Eine Zurückeroberung der knapp 100 Punkte entfernten 200-Wochen-Linie könnte wiederum etwas Vertrauen schaffen.
EURUSD konnte Ende der letzten Woche das Fibonacci-Retracement von 61,8% der jüngsten Rallye verteidigen. Heute kämpft sich das Paar nach dem anfänglichen Verkaufsdruck zurück in die Gewinnzone und testet aktuell die horizontale Widerstandslinie bei 1,1180 - diese spielt seit März 2019 eine zentrale Rolle. Die geldpolitische Lockerung der Fed drückt die Renditen der US-Anleihen nach unten, was den USD belastet. Sollte die Kursstabilisierung nachhaltig sein, könnten die Anstiege in Richtung 1,13 fortgesetzt werden.
Der DE30 hat heute deutlich tiefer eröffnet und bildete ein neues Tief in seiner Abwärtsbewegung aus. Die 8.800 Punkte - die 2014, 2016 sowie am Freitag Halt bieten konnten - wurden unterschritten. Damit bewegt sich der Index auf sehr dünnem Eis, sodass tiefere Rückgänge nicht auszuschließen sind. Langfristige Anleger werden sich auf das Verhalten an der 200-Monats-Linie konzentrieren. Aktuell notiert der DE30 bei 8.530 Punkten.
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