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10:15 · 28. Februar 2020

Marktkommentar: Märkte preisen US-Zinssenkungen ein

Die Anleger scheinen immer nervöser zu werden, da sich die Angst vor einer durch die Coronavirus-Verbreitung ausgelöste globale Rezession intensiviert.

Der als Angstbarometer bekannte Volatilitätsindex notiert mit 28,46 auf der Höhe der Hochs vom Februar 2018 und September 2015, die Rendite der 10-jährigen US-Anleihen erreichte heute bei 1,185% ein weiteres Rekordtief und der Goldpreis notiert nahe eines 7-Jahreshochs. Der S&P 500 erlebte gestern mit einem Minus von 4,4% den stärksten Rückgang seit mehr als acht Jahren und mehrere asiatische Leitindizes befinden sich in einer technischen Korrektur (10% oder mehr vom letzten Hoch).

Die Händler wissen bereits ohne Daten, dass der wirtschaftliche Schaden der Coronavirus-Folgen groß ist. Laut dem FedWatch-Tool preisen die Märkte bereits im März eine Zinssenkung der Fed von 25 Basispunkten ein und erwarten sogar für das restliche Jahr zwei weitere Kürzungen. Der Verkaufsdruck auf den USD hat gestern gegenüber dem EUR deutlich zugenommen. EURUSD kann heute früh seine Gewinne oberhalb der 1,10er-Marke ausbauen.

Der DE30 hat sowohl gestern als auch heute Morgen seinen Ausverkauf fortgesetzt. Seit dem in der Vorwoche ausgebildeten Allzeithoch hat der Markt 2.000 Punkte an Wert verloren und unterschreitet sogar die Marke von 12.000 Punkten - diese dient seit Mai 2015 abwechselnd als Widerstand und Unterstützung. Aktuell notiert der Index bei 11.810 Punkten und steuert auf die 50-Montas-Linie (EMA) zu.
 

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