++ Erwartungen an US-Zinssenkungen gehen zurück ++ Verhandlungsgespräche in Shanghai ++ Keine geldpolitische Änderung der BoJ ++ DE30 verliert am Mittwoch an Boden ++
Die Wall Street erlebte einen wirklich unspektakulären Wochenauftakt, da die Anleger vor dem Zinsentscheid der Federal Reserve zurückhaltend sind und gespannt auf Neuigkeiten beim Handelskonflikt warten. Die Erwartungen an eine lockere Geldpolitik dürften eine der treibenden Kräfte hinter der Rallye am US-Aktienmarkt gewesen sein, doch nun muss die Fed auch liefern. Auf die erste Zinssenkung seit einem Jahrzehnt sind die Märkte vorbereitet, sodass alles davon abzuhängen scheint, was Fed-Chef Jerome Powell bei seiner Pressekonferenz zum künftigen geldpolitischen Kurs liefert. In letzter Zeit schraubten die Märkte ihre hohen Erwartungen an den Beginn eines Lockerungsprozesses zurück, sodass die Enttäuschung unter Aktienanlegern groß sein könnte.
In Shanghai wurden die Verhandlungsgespräche wieder aufgenommen, um den fortlaufenden Handelsstreit zwischen den USA und China zu lösen. Auch hier erhoffen sich die Anleger bald mehr Informationen, um die Entwicklung der Verhandlungen sowie die Chancen auf einen baldigen Deal einschätzen zu können. Auch wenn die Erwartungen gering sind, ist davon auszugehen, dass die Märkte sensibel reagieren könnten.
In diesem Kontext sind die Zahlen der Credit Suisse hervorzuheben, die zeigen, dass 77% der im S&P 500 gelisteten exportabhängigen Unternehmen bei ihren Ergbnissberichten für das zweite Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen haben. Bei Unternehmen, die sich auf die Inlandsnachfrage konzentrieren, waren es nur 66%. Die Handelsstreitigkeiten bleiben mit den Sorgen um die Verlangsamung der Konjunktur einer der größten Unsicherheitsfaktoren. Die obige Auswertung zeigt jedoch, dass in der Vergangenheit womöglich ein viel zu düsteres Bild für die Konjunkturaussichten gezeichnet wurde, zumindest was die USA betrifft.
Wie erwartet nahm die Bank of Japan bei ihrem heutigen Treffen keine geldpolitische Änderung vor, versicherte jedoch, dass man die Geldpolitik „ohne zu zögern” weiter lockern werde, um das Inflationsziel von 2% zu erreichen. Hedgefunds halten derzeit einige Long-Positionen und der JPY-Markt stieß im heutigen Handel wieder auf mehr Käuferinteresse. Der USDJPY leitete kurz vor der 100-Tage-Linie (EMA) eine scharfe Umkehrung ein und unterschritt die jüngst zurückeroberte Widerstandszone (108,60 bis 108,80). Wenn die JPY-Gewinne gehalten oder gar ausgebaut werden können, würde das Paar im Tageschart ein „Bearish-Engulfing” ausbilden, was technisch gesehen mehr Abwärtspotenzial in Richtung 107,20 freisetzen könnte - den Tiestständen der Abwärtsbewegung seit Ende April.
Der DE30 setzt am Dienstag seine jüngste Abwärtsbewegung fort und hat bereits zum Zeitpunkt des Schreibens die übergeordnete Aufwärtstrendlinie der Rallye seit Anfang Juni durchbrochen. Wenn der Markt bis zum Kerzenschlusskurs (12:00 Uhr) keine positive Überraschung erlebt, könnte dies ein kritischer Wendepunkt sein und möglicherweise den Aufwärtstrend weiter in Frage stellen. Der deutsche Leitindex (12.275 Punkte) verliert weiter an Boden und notiert nahe seines Tagestiefs, sodass eine Erholung vorerst nicht in Sicht ist.
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