Indizes verteidigen wichtige Unterstützungsmarken.
Die Anlegerstimmung hat sich nach den Turbulenzen, die seit Ende März zu stärkeren Kursverlusten geführt haben, wieder verbessert. Der S&P 500 steigt seit gestern Abend, nachdem die Tiefs vom 23. März, die kurzfristig die wichtigste Unterstützung darstellen, verteidigt wurden. Die Sorgen über die anziehende Inflation, die Straffung der Fed und den Krieg in der Ukraine hatten eine ABC-Korrektur ausgelöst. Der Abpraller könnte den Beginn eines neuen Aufwärtsimpulses signalisieren. Ein Richtungswechsel ist dennoch nicht ausgeschlossen, sodass in kleineren Zeiteinheiten nach Bestätigungssignalen gesucht werden muss.
EURUSD gibt am Freitag nach und nähert sich weiter den Jahrestiefs an, die am 7. März bei 1,0805 erreicht wurden. Dies könnte der achte Handelstag in Folge sein, an dem das Paar im Minus schließt. Seit dem Hoch der Vorwoche ist das Paar um mehr als 300 Pips gefallen. Die langen oberen Schatten der vergangenen zwei Tageskerzen zeigen, dass die Käufer versucht haben, eine Erholung einzuleiten. Die kurzfristigen Anstiege wurden jedoch schnell genutzt, um den Markt erneut abzuverkaufen. Im Stundenchart gibt es keine Hinweise, die auf eine bullische Trendumkehr hinweisen.
Der DE30 legt am Freitag zu und könnte das gestrige Tageshoch testen. Aktuell wird der deutsche Leitindex in der Range des Vortages (Inside Bar) gehandelt. Ein Ausbruch könnte die Richtung des nächsten Impulses bestimmen. Am Donnerstag schloss der Kurs leicht im Plus. Doch ähnlich wie am Vortag stand der Index kurz vor einer Umkehr des kurzfristigen Trends, da die Tiefs bei 14.117 Punkten im Intraday-Handel unterschritten wurden. Da die Rückgänge nicht nachhaltig waren, bleibt der Trend aus höheren Hochs und höheren Tiefs intakt. Im Falle eines weiteren Anstiegs könnten sich Anleger auf die 270 Punkte entfernte 50-Tage-Linie konzentrieren.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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