Der Krieg in der Ukraine und die gegen Russland verhängten Sanktionen belasten weiterhin.
Die Futures auf den S&P 500 haben am Freitag ihre dreitägige Erholungsrally an der 50-Tage-Linie unterbrochen, da die Signale von den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine gemischt waren. Die Bedingungen Russlands sind, dass sich die Ukraine für die Neutralität entscheidet und eine Begrenzung der Streitkräfte akzeptiert. Kiew müsste auf seine Ambitionen, der NATO beizutreten, verzichten. Das wichtigste Ereignis des Tages ist das für 14:00 Uhr angesetzte Telefonat zwischen US-Präsident Joe Biden und dem chinesischen Präsident Xi Jinping.
EURUSD zieht sich am Freitag nach einem Fehlausbruch an der 1,11er-Marke zurück. Zum dritten Mal in acht Handelstagen scheint der psychologische Widerstand zu stark für die Käufer zu sein. Man beachte, dass der darunter liegende Bereich um 1,1080 mit dem 61,8%-Retracement des Abwärtsimpulses übereinstimmt, der Ende Februar eingeleitet wurde. Der langfristige Abwärtstrend bleibt somit intakt, und die jüngste Schwäche könnte auf den Beginn einer neuen Verkaufswelle hindeuten.
Der DE30 startete am Freitag etwas schwächer in den Handel. Im Tageschart ist aktuell ein Inside Bar zu beobachten, da der Kurs innerhalb der Range des Vortages gehandelt wird. Am Donnerstag war es nach der jüngsten Aufholjagd zu kurzfristigen Gewinnmitnahmen gekommen. Der deutsche Leitindex verlor kurzzeitig fast 2% an Wert, doch in den letzten Handelsstunden konnte ein Teil der Verluste wieder ausgeglichen werden. Eine Rückkehr über die 50-Tage-Linie, die rund 350 Punkte entfernt ist, könnte mehr Vertrauen schaffen.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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