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09:17 · 23. Oktober 2018

Marktkommentar: Trump droht mit Atom-Ausbau

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  • Weltweite Aktienmärkte kämpfen mit Verlusten
  • Peking plant Steuersenkungen für das Jahr 2019
  • DE30 eröffnet am Dienstag über 170 Punkte tiefer

Die Wall Street scheiterte zu Beginn der Handelswoche erneut an einem Erholungsversuch. Der S&P 500 schloss hierbei unterhalb des 200er EMA und geriet während der heutigen Asien-Sitzung massiv unter Druck. Donald Trump droht Russland und China mit dem Ausbau des US-Atomwaffenarsenals und sagte, dass er erst wieder für eine Abrüstung bereit sei, wenn die anderen Länder “zur Vernunft kommen würden”. Der marktbreite US-Aktienindex S&P 500 (Future) wird zum Zeitpunkt des Schreibens über 30 Punkte unter seinem gestrigen Schlusskurs gehandelt. Möglicherweise könnten wir bald ein tieferes Tief der aktuellen Abwärtsbewegung sehen. Unterstützung gibt es erst bei 2.700 Punkte.

Die Stimmung verschlechtert sich damit bereits vor der US-Eröffnung deutlich und lässt nichts Gutes für den heutigen Handelstag erahnen. Ein kurzzeitiges Unterschreiten des 200er EMA haben wir allerdings in der Vergangenheit öfters gesehen: Mehrmals in der ersten Jahreshälfte 2018 aufgrund der Handelskonflikte zwischen den USA und China, ebenso wie Anfang November 2016 bei den US-Präsidentschaftswahlen und beim Brexit-Referendum im Juni 2016. Angesichts der aktuellen Dynamik dürfte die kurzfristige Richtung aber vorerst klar. Die europäische Sitzung wird uns mit Sicherheit mehr Hinweise liefern.

An den chinesischen Aktienmärkten sorgte am Montag insbesondere die Ankündigung neuer Steuersenkungen für eine höhere Risikobereitschaft unter den Anlegern. Für das Jahr 2019 sind insgesamt Steuer- und Abgabensenkungen in Höhe von 1% des BIP geplant. Umgerechnet würde dies Steuerersparungen von knapp 103,6 Mrd. EUR bedeuten. Der marktbreite CHNComp konnte von der psychologisch wichtigen 10.000 Punkte-Marke abprallen. Allerdings hielt der Optimismus nicht lange an, da bereits am Dienstag die gesamten Gewinne abgegeben wurden. Der chinesische Index rutschte sogar wieder in die Verlustzone. Dennoch könnte die neue Ankündigung Pekings ein neuer Versuch sein, der voranschreitenden Wachstumsverlangsamung (Q3-Wachstum enttäuschte mit 6,5%) und der Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump entgegenzuwirken.

Der DE30 folgt seinen Pendants aus Asien und den USA und eröffnet am Dienstag mit einem beunruhigenden bärischen Gap von 170 Punkten. Seit knapp 12 Handelstagen kämpft der DE30 um einen richtungsweisenden Impuls. Es gab zwar mehrere Erholungsversuche, allerdings scheiterten diese. Der deutsche Leitindex notiert damit auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2016. Stärkere Unterstützung gibt es erst nahe der 11.830 Punkte. Das übergeordnete Kursziel der Bullen ist es nun, Schadensbegrenzung zu betreiben (Gap Close?) und den Kurs wieder über den 200er EMA (W1-Chart, 11.430 Punkte) zu bringen. Der DE30 bewegt sich auf gefährlichem Terrain, die Richtung bleibt also bärisch.

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