++ Erleichterung nach Trumps Erklärung zum Iran-Konflikt ++ EURUSD versucht 1,11er-Marke zu verteidigen ++ DE30 nähert sich seinem Allzeithoch ++
Trumps Erklärung hat die Finanzmärkte beruhigt und die Angst vor einer weiteren Eskalation zwischen Washington und Teheran vorübergehend gemildert. Der US-Präsident sagte am Mittwoch, dass die USA ihre militärische Stärke nicht nutzen werden und kündigte weitere Sanktionen gegen den Iran an. Der S&P 500 bildete nach der sanfteren Rhetorik im Intraday-Handel ein neues Allzeithoch aus. Einige Analysten warnen allerdings seit einiger Zeit vor überkauften US-Aktien und von zu hohen Markterwartungen für das Jahr 2020. Sichere Anlagen (Gold, JPY, Tnote) und Öl waren wiederum die größten Verlierer.
EURUSD vertiefte gestern seinen Rückgang und konnte nicht von der verbesserten Risikostimmung profitieren. Das Paar tut sich schwer an die gute Performance aus dem vierten Quartal 2019 anzuknüpfen und notiert heute etwas oberhalb der 1,11er-Marke auf einem 2-Wochentief. Die positiven US-Daten belasten: Das ADP signalisierte einen starken Beschäftigungszuwachs von 202 Tsd. (Erwartung: 160 Tsd. / Vorwert: 124 Tsd.) und weckte die Hoffnung auf einen starken NFP-Bericht (Freitag, 14:30 Uhr). Andererseits scheint sich die europäische Wirtschaft weiter zu verlangsamen, was das Aufwärtspotenzial des EUR trübt.
Der DE30 erreicht am Donnerstag das höchste Kursniveau seit Januar 2018 und notiert weniger als 1% unter seinem Allzeithoch. Der Optimismus könnte durch die angekündigte Unterzeichnung des Phase-1-Deals am kommenden Mittwoch in Washington aufrechterhalten werden. Kurzfristig könnte der Index jedoch anfällig für Korrekturen sein. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 13.478 Punkten.
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