++ Amtsenthebungsverfahren gegenüber Trump eröffnet ++ Eurozone dürfte unter Phase-1-Deal leiden ++ DE30 am Mittwoch unter Verkaufsdruck ++
Das Amtsenthebungsverfahren gegenüber Donald Trump wurde am Mittwoch eröffnet. Der US-Präsident wird wegen Machtmissbrauchs und Behinderung des Kongresses angeklagt, dies ist das Ergebnis der gestrigen Sitzung im US-Repräsentantenhaus. Es wird allgemein erwartet, dass sich der von Republikanern kontrollierte Senat nicht gegen Trump wenden werde - eine Abstimmung könnte im Januar erfolgen. Aus diesem Grund war die Marktreaktion bislang verhalten. Der US500 bewegte sich gestern weiter seitwärts und scheiterte an der Widerstandszone bei 1.980 Punkten. Im heutigen vorbörslichen Handel glückt ein Ausbruch und der Index bildet ein neues Allzeithoch aus.
Die Anleger fragen sich jedoch, wie lange die gute Stimmung an der Wall Street noch anhalten kann. Nach dem angekündigten Phase-1-Deal zwischen den USA und China nimmt die Skepsis gegenüber den geforderten Käufen von US-Waren und -Dienstleistungen zu. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll China seine US-Importe um 200 Mrd. USD erhöhen. Eine solche Umsetzung wird von vielen als unrealistisch angesehen. Der große Verlierer könnte die Eurozone sein, da China in anderen Regionen weniger Käufe tätigen muss, um das oben genannte Ziel zu erfüllen.
Während der US500 im vorbörslichen Handel ein neues Allzeithoch erreicht, baut der DE30 am Mittwoch seine Wochenverluste aus. Um den Abstand zum weltweiten Stimmungsbarometer zu verringern, wäre eine Zurückeroberung der Marke von 12.270 Punkten sowie ein Ausbruch oberhalb von 13.300 Punkten notwendig. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 13.180 Punkten.
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