Risikobereitschaft nimmt zu.
Der US500 erholte sich am Dienstag vorbörslich, da Russland erklärte, dass sich die russischen Truppen von der ukrainischen Grenze zurückziehen. Es hieß, dass die Militärübungen abgeschlossen seien. Der marktbreite Index durchbrach das gestrige Tageshoch und kehrte über die 200-Tage-Linie zurück. Der gleitende Durchschnitt wurde am vergangenen Freitag per Schlusskurs unterschritten. Am Montag gab der Kurs für einen dritten Handelstag in Folge nach, doch die Abwärtsdynamik verlangsamte sich, da nur eine Doji-Kerze ausgebildet wurde.
EURUSD stieg am Dienstag und glich die Verluste der gestrigen Sitzung vollständig aus. Am Montag setzte das Paar die kurzfristige Abwärtsbewegung fort und schloss wenige Pips über der 1,13er-Marke, die am Abend verteidigt werden konnte. Sollte eine weitere Erholung möglich sein, so könnte das Wochen-Hoch, das zu Wochenbeginn bei 1,1369 ausgebildet wurde, als Widerstand dienen. Andererseits behalten die Bären im großen Bild ihren Vorteil, da im Februar die beiden Ausbruchsversuche über das Jahreshoch nicht erfolgreich waren.
Der DE30 erholte sich am Dienstag und hat seit dem Jahrestief, das am gestrigen Vormittag getestet wurde, um 400 Punkte zugelegt. Der deutsche Leitindex konnte durch den gestrigen Abpraller eine neue Verkaufswelle vorerst abwenden. Der potenzielle Doppelboden bietet kurzfristig Hoffnung, doch um die technische Lage deutlich zu verbessern, müssten die Hochs bei 15.610 und 15.730 Punkten durchbrochen werden. Diese Spanne wird durch das 50%-Retracement und das 61,8%-Retracement der Korrektur definiert, die am Jahresanfang eingeleitet wurde.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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