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08:30 · 3. Juli 2019

Marktkommentar: Wall Street kämpft um Fortsetzung ihrer Rallye

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++ US-Aktien am Dienstag mit überschaubaren Gewinnen ++ Mester von der Fed sieht kein Bedarf für Zinssenkungen ++ IWF-Chefin Lagarde wird EZB-Präsident Draghi ersetzen ++ BoE-Gouverneur Carney sieht Risiken für britische Wirtschaft ++ DE30 heute früh auf dem Weg zu neuen Jahreshochs ++ 

Die Wall Street verbuchte am Dienstag moderate Gewinne und bei der Asien-Sitzung am Mittwoch waren bei den meisten asiatischen Aktienmärkten Kursrückgänge zu beobachten. Es bleibt abzuwarten, ob die USA und China bei ihren Verhandlungsgesprächen Fortschritte erzielen und die bestehenden Handelshemmnisse abbauen können. Die zusätzlichen Zölle auf US-Importe aus der EU, die zu der bereits betroffenen Warenliste im Wert von 21 Mrd. USD (im April angekündigt) hinzugefügt werden, dürften der Stimmung ebenfalls einen Dämpfer verpasst haben. Der S&P 500 verliert nach seiner einmonatigen Rallye an Fahrt und bisher werden den Marktteilnehmer wenig Gründe für eine Fortsetzung angeboten.

Sichere Staatspapiere erfreuen sich wiederum einer steigenden Nachfrage, wobei die 10-jährige US-Anleiherendite im heutigen frühen Handel auf 1,950% fällt - der tiefste Stand seit November 2016. Während Anleger sich zunehmend auf eine lockere Geldpolitik der großen Zentralbanken einstellen, sendete die Cleveland Fed-Präsidentin Loretta Mester am Dienstag eine ganz andere Nachricht. Mester sagte, dass sich die Wirtschaft als "widerstandsfähig" erwiesen habe und dass die Zinsen „für eine Weile" auf dem aktuellen Niveau gehalten werden sollten. Laut dem CME FedWatch Tool besteht eine Wahrscheinlichkeit von 72,4%, dass die Fed Ende Juli die Zinsen um 25 Basispunkte auf einen Zinskorridor von 2% bis 2,25% senkt. Sollten andere US-Zentralbanker (siehe auch James Bullard vergangene Woche) mit weniger dovischen Kommentaren folgen, müssten die Märkte ihre Erwartungen an den künftigen Zinspfad deutlich zurückschrauben. 

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben am späten Dienstag vereinbart, die französische IWF-Chefin Christine Lagarde zum neuen Chef der Europäischen Zentralbank zu ernennen. "Lagarde wird wahrscheinlich der dovischen Haltung des derzeitigen EZB-Präsidenten Mario Draghi folgen", sagte Norio Miyagawa, Senior-Ökonom bei Mizuho Securities. Die deutsche Verteidigungsministerin und CDU-Politikerin Ursula von der Leyen soll wiederum den Posten als EU-Kommissionspräsidentin besetzen, nachdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sie für die Spitzenposition in Brüssel ins Gespräch gebracht hatte. Der EURUSD notiert heute ca. 20 Pips unter der am Montag unterschrittenen Unterstützungszone um die 1,13er-Marke.

Der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney sagte am Dienstag, dass der fortlaufende Handelsstreit und ein potenzieller „harter” Brexit erhebliche Risiken für die britische Wirtschaft darstellen. Andererseits behielt der Zentralbank-Chef seine Meinung bei, dass im Falle eines „weichen” EU-Austritt Großbritanniens eine Zinsanhebung gerechtfertigt sein könnte. GBPUSD verliert in dieser Woche an Boden, nachdem Ende Juni die Widerstandszone um die 1,1750er-Marke erneut nicht überwunden werden konnte. Am Mittwoch muss das Paar weitere Verluste hinnehmen und notiert mit 1,2560 auf gefährlichem Terrain.

Beim DE30 erwies sich die Sitzung am Dienstag mit einer Handelspanne von nicht einmal 80 Punkten sowie einem leichten Zuwachs als recht unspektakulär. Interessant ist jedoch, dass die Bullen den schwachen Unterstützungsbereich bei 12.500 Punkten verteidigen konnten und trotz des offenen Gaps vom Montag kurz nach der heutigen europäischen Eröffnung eine leichte Aufwärtstendenz beobachtet werden kann. Abschließend sei darauf hingewiesen, dass der US-Aktienmarkt aufgrund eines Feiertages („Independence Day”) nicht nur am Donnerstag geschlossen bleibt, sondern auch am Mittwoch etwas früher (19:00 Uhr) schließt, sodass es auch in anderen Regionen an Impulsen fehlen könnte.

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