Eine weitere kritische Woche an der Wall Street.
Die Futures auf den S&P 500 fallen am Dienstag vorbörslich und nähern sich dem Jahrestief an - der Abstand wurde auf weniger als 1% verringert. Die Anfang letzter Woche gestartete Erholung war nicht nachhaltig. Das US-Börsenbarometer gibt seit vier Sitzungen in Folge nach. Anleger sind beunruhigt, da die Wirtschaft auf eine mögliche Rezession zusteuert. Gleichzeitig strafft die Fed die Geldpolitik, um die hohen Inflationsraten zu bekämpfen. Hohe Zinsen wirken sich negativ auf die zukünftigen Unternehmensgewinne aus. Ob der marktbreite Index vor dem nächsten Kurseinbruch steht, wird sich am Jahrestief entscheiden. Es fehlt nicht viel für einen Test, sodass den US-Indizes eine kritische Woche bevorsteht. Ein Bruch nach unten könnte panikartige Bewegungen auslösen.
EURUSD notiert am heutigen Vormittag leicht im Plus, nachdem der Rückgang unter das gestrige Tagestief (potenzielles Swing Low) als Kaufgelegenheit gesehen wurde. Das Paar fällt seit vier Handelstagen in Folge und erreichte gestern auf den tiefsten Stand seit dem 28. September. Ein Großteil der Wochenverluste konnte wieder ausgeglichen werden. Der Anstieg beendet jedoch den langfristigen Abwärtstrend nicht. In der Vorwoche hatte das Paar eine bärische Hammerkerze (W1) ausgebildet, nachdem die 9-Wochen-Linie nicht nachhaltig durchbrochen werden konnte. Technisch gesehen ist eine Fortsetzung des Abwärtstrends am wahrscheinlichsten. Um diesen zu bestätigen, muss das 1,8% entfernte Jahrestief durchbrochen werden. Um den Trend zu beenden, wäre ein Anstieg über das September-Hoch notwendig - der Abstand beträgt 5%.
Der DE30 versucht in dieser Woche, an die Gewinne der Vorwoche anzuknüpfen - bisher mit wenig Erfolg. Die gestrigen Gewinne sind heute wieder abgegeben worden. In der Vorwoche ist der deutsche Leitindex zwischenzeitlich um mehr als 900 Punkte gestiegen. Die Erholungstendenz war jedoch mit Vorsicht zu genießen, da der Abwärtstrend in den höheren Zeiteinheiten (D1 und W1) intakt blieb. Es dürfte sich also nur um eine kurzfristige Gegenreaktion gehandelt haben, nachdem der DE30 innerhalb von drei Wochen um mehr als 1.500 Punkte gefallen war. Der erste Hinweis, der auf einen möglichen Richtungswechsel hindeuten könnte, wäre ein nachhaltiger Bruch über den Widerstand bei 13.569 Punkten. Hier wurde die jüngste Verkaufswelle begonnen, sodass speziell dieser Bereich von den Verkäufern verteidigt werden möchte.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
BÖRSE HEUTE: Schwache US-Daten belasten Märkte (10.02.2026)
US Börsenstart: Tech-Aktien stützen Wall Street
Russell 2000 nahe Rekordniveau 🗽 Was zeigen die NFIB-Daten?
Chart des Tages 🔴 Nasdaq-Erholung hält an, US-Berichtssaison liefert positive Ergebnisse
Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte
Der Autor (m/w/d) kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.
Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. Die Publikation stellt weder ein Angebot noch eine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten irgendeiner Finanzanlage dar. XTB ist nicht dazu verpflichtet, die Informationen in dieser Marketingmitteilung zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Einschätzung, Idee oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.
Wertentwicklungen von Handelswerten aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft!
Die bereitgestellten Informationen enthalten KEINE Kostenbetrachtung wie Transaktionskosten, Konvertierungskosten oder Spreads. Solche Kosten können anfallen und die Ergebnisse beeinflussen. Die Rendite kann sich aufgrund von Währungsschwankungen erhöhen oder verringern, wenn die Angaben auf Zahlen beruhen, die auf eine andere Währung als die offizielle Währung des Landes lauten, in dem der Anleger oder potenzielle Anleger ansässig ist bzw in welcher Währung das Handelskonto geführt wird.
XTB S.A. (samt Zweigniederlassungen) ist kein Steuerberater und prüft nicht, ob eine Anlageentscheidung für die Kunden steuerlich günstig ist. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen eines Kunden ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein. Kurse bzw. der Wert eines Finanzinstruments können steigen und fallen.
RISIKOHINWEIS für CFD
CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 75% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Anlageberatung dar. Die Mitteilungen sind als Werbemitteilung zu verstehen.