- Broadcom stützt den Nasdaq mit einer erweiterten Apple-Partnerschaft bis 2031
- Nasdaq kämpft weiterhin wichtiger Widerstandszone am 38,2%-Fibonacci-Level
- ISM-Daten und Aussagen von Fed-Gouverneur Christopher Waller könnten nächsten Impuls für die Richtung des Technologiesektors liefern
- Broadcom stützt den Nasdaq mit einer erweiterten Apple-Partnerschaft bis 2031
- Nasdaq kämpft weiterhin wichtiger Widerstandszone am 38,2%-Fibonacci-Level
- ISM-Daten und Aussagen von Fed-Gouverneur Christopher Waller könnten nächsten Impuls für die Richtung des Technologiesektors liefern
Nach dem verlängerten Wochenende kehren die US-Börsen in den regulären Handel zurück. Zum Handelsstart zeigen sich die großen Indizes zunächst ohne klare Richtung. Die Futures auf den Nasdaq notieren rund 0,2% im Plus, bleiben jedoch knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Punkten. Im Fokus stehen zum Wochenauftakt vor allem Konjunkturdaten aus dem US-Dienstleistungssektor sowie die Entwicklung der Halbleiterbranche. Nachdem Chipwerte in der vergangenen Woche unter Druck geraten waren, sorgt insbesondere Broadcom nun wieder für positive Impulse.
► Nasdaq WKN A0AE1X | ISIN US6311011026 | Ticker: Nasdaq 100
Broadcom treibt den Halbleitersektor an
Der Technologiesektor erhält Rückenwind durch Broadcom (Ticker: AVGO | ISIN: US11135F1012). Die Aktie gewinnt zum Handelsauftakt rund 5%, nachdem das Unternehmen eine ausgebaute Partnerschaft mit Apple bekannt gegeben hat. Die Kooperation soll bis 2031 laufen und umfasst die Entwicklung neuer ASIC-Chips für Apple. Die Nachricht verbessert die Stimmung im gesamten Halbleitersektor und stützt damit auch den Nasdaq.
Unternehmensnachrichten im Überblick
Neben Broadcom bewegen weitere Einzelwerte den Markt:
- TeraWulf (Ticker: WULF | ISIN: US88080T1043) steigt um mehr als 15%, nachdem das Bitcoin-Mining-Unternehmen einen langfristigen Mietvertrag mit dem KI-Unternehmen Anthropic abgeschlossen hat.
- Seer (Ticker: SEER | ISIN: US81578P1066) legt über 30% zu. Auslöser ist das Angebot des CEO, das Unternehmen zu einem deutlichen Aufschlag gegenüber dem aktuellen Börsenkurs von der Börse zu nehmen.
- Strategy (ehemals MicroStrategy, Ticker: MSTR | ISIN: US5949724083) verliert rund 1,5%. Hintergrund sind weitere Bitcoin-Verkäufe zur Finanzierung von Dividendenzahlungen sowie nicht realisierte Verluste auf digitale Vermögenswerte in Höhe von rund 8,32 Milliarden US-Dollar. Bitcoin fällt in diesem Zusammenhang wieder unter die Marke von 62.000 US-Dollar.
- ZIM Integrated Shipping (Ticker: ZIM | ISIN: IL0065100930) verliert mehr als 6%, nachdem Israels Premierminister Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Unternehmens dementierte.
- Datadog (Ticker: DDOG | ISIN: US23804L1035) gibt nach einer geänderten Analysteneinstufung durch Bernstein um mehr als 4% nach.
Nasdaq 100 Analyse: Widerstandsbereich bleibt entscheidend

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 06.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Aus technischer Sicht bewegt sich der Nasdaq weiterhin in einer entscheidenden Widerstandszone. Der Index pendelt um das 38,2%-Fibonacci-Retracement, wobei sich in diesem Bereich verstärkt Verkaufsinteresse zeigt. Die jüngste Korrektur bleibt bislang vergleichsweise moderat. Gleichzeitig hat sich der RSI deutlich normalisiert, wodurch kurzfristig wieder Spielraum in beide Richtungen besteht. Positiv bleibt die Ausrichtung der exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMA), die weiterhin einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend signalisieren. Sollten die Verkäufer den Druck erhöhen, rückt als nächstes technisches Kursziel das 61,8%-Fibonacci-Retracement im Bereich von rund 28.445 Punkten in den Fokus. Gelingt dagegen ein nachhaltiger Ausbruch über den aktuellen Widerstand, könnte der Nasdaq erneut Kurs auf die Marke von 30.000 Punkten nehmen.
Konjunkturdaten liefern gemischte Signale
Auch von der Makroseite kommen zum Wochenstart gemischte Impulse. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor (Services PMI) stieg auf 51,2 Punkte und lag damit zwar leicht unter den Erwartungen von 51,4 Punkten, verbesserte sich jedoch gegenüber dem Vormonatswert von 50,7 Punkten. Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor erreichte 54,0 Punkte und verfehlte die Konsensschätzung von 54,2 Punkten knapp. Aufmerksamkeit erhält insbesondere die Preiskomponente, die mit 67,7 Punkten über den erwarteten 67,5 Punkten lag und auf einen stärkeren Preisauftrieb hindeutet. Die Daten gewinnen zusätzlich an Bedeutung, nachdem die US-Notenbank ihre Kommunikation zuletzt verändert hat und weniger auf eine klassische Forward Guidance setzt. Entsprechend dürfte auch der heutige Auftritt von Fed-Gouverneur Christopher Waller von den Märkten genau verfolgt werden.
Experten Fazit zur Nasdaq 100 Prognose
Die Nasdaq 100 Prognose bleibt kurzfristig konstruktiv, auch wenn sich der Index unmittelbar unter einer wichtigen charttechnischen Hürde bewegt. Positive Unternehmensmeldungen aus dem Halbleitersektor - allen voran die ausgeweitete Kooperation zwischen Broadcom und Apple - sorgen für Unterstützung. Gleichzeitig dürften die Konjunkturdaten und Aussagen von Fed-Vertretern darüber entscheiden, ob der Nasdaq den Widerstand überwinden oder zunächst eine weitere Konsolidierung einleiten kann.
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FAQ zur Nasdaq 100 Prognose
Warum steigt Broadcom heute so deutlich?
Broadcom profitiert von einer ausgeweiteten Partnerschaft mit Apple. Beide Unternehmen wollen bis 2031 gemeinsam neue ASIC-Chips entwickeln, was die Wachstumsperspektiven verbessert.
Welche Marken sind im Nasdaq aktuell wichtig?
Charttechnisch steht der Bereich um das 38,2%-Fibonacci-Retracement im Fokus. Auf der Unterseite gilt das 61,8%-Retracement bei etwa 28.445 Punkten als wichtige Unterstützung.
Welche Konjunkturdaten bewegen den Nasdaq?
Vor allem der ISM-Index für den Dienstleistungssektor sowie Aussagen von Vertretern der US-Notenbank beeinflussen derzeit die Zinserwartungen und damit die Entwicklung des Nasdaq.
Warum reagieren Technologieaktien so sensibel auf Konjunkturdaten?
Konjunkturdaten beeinflussen die Erwartungen an die Geldpolitik der Fed. Veränderungen bei den Zinserwartungen wirken sich besonders stark auf hoch bewertete Wachstums- und Technologieunternehmen aus.
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