Die Finanzmärkte waren gespannt auf die NFP-Zahlen heute um 14:30 deutscher Zeit. Die Bedeutung der heutigen Zahlen ist nach der “kalten Dusche” der FED um so bedeutender.
Die Federal Reserve - die US Notenbank - hat im Gegensatz zur EZB zwei Mandate - zum einen ist das die Preisstabilität und zum anderen die Vollbeschäftigung. Heute geht es um den Arbeitsmarkt. Diese Woche wurden bereits Daten zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht und zwar ging es dabei um Arbeitslosenbezüge, die ein zwei Jahreshoch markiert haben.
Die Entscheidung der Fed hat die Aussichten für den heutigen Arbeitsmarktbericht nicht wesentlich verändert, obwohl sie die Hürde für eine "zu hohe" Zahl leicht erhöht hat. Das liegt daran, dass Powell sich gegen eine Zinssenkung im März ausgesprochen hat (Wahrscheinlichkeit weniger als 40%), aber gleichzeitig bestätigt hat, dass die Fed entschlossen ist, sie später im Jahr zu senken.
Trotzdem könnte bei einem sehr starken NFP Bericht ein Rückgang an den Aktienmärkten zu erwarten sein, da die Märkte vollständig mit fünf oder sechs Zinssenkungen im Jahr 2024 und einer sehr starken Arbeitsmarktzahl rechnen, was diese Erwartung in frage stellen könnte.

Wirtschaftskalender - US Arbeitsmarktzahlen um 14:30 deutscher Zeit - Quelle: xstation
Die Veröffentlichung wäre nicht gut für die Aktienmärkte wenn mehr als 225.000 Arbeitsplätze hinzugefügt würden. Die Arbeitslosenquote ≤ 3,7%, Löhne > 4,2% jährlich gemeldet werden.
Solch starke Zahlen würden wahrscheinlich die Vorstellung von sechs Zinssenkungen im Jahr 2024 infrage stellen, und das könnte leicht zu einem starken Abverkauf führen, da die Erwartung von sechs (oder mehr) Senkungen eine der Hauptkräfte war, die die Aktien in den letzten drei Monaten nach oben getrieben haben.
In diesem Szenario erwarten wir einen starken Rückgang an den Aktien- und Anleihemärkten. Die Renditen für Staatsanleihen dürften deutlich steigen (die Renditen für 2- und 10-jährige Anleihen könnten leicht um 15 Basispunkte oder mehr steigen), was die Aktien belasten würde. Ein Rückgang im S&P 500 von mehr als 1% sollte nicht überraschen.
Der US Dollar-Index sollte über 104 steigen und auf 105 zusteuern, während Rohstoffe (insbesondere Gold) bei Dollarstärke deutlich fallen sollten. Ein Rückgang von 5% oder mehr bei diesem Ergebnis in den kommenden Wochen wäre möglich.
Wunschkonzert Szenario (Erwartung einer Zinssenkung im März bleibt 50/50, und eine Senkung im Mai bleibt sicher) wenn bis zu 225.000 Arbeitsplätze hinzugefügt, Arbeitslosenquote ≥ 3,8%, Löhne: ≤ 4,2% berichtet werden.
Das bestmögliche Szenario für die Märkte ist eine leicht enttäuschende Zahl, da dies
- eine Senkung im März möglich halten würde
- nicht darauf hinweisen würde, dass der Arbeitsmarkt plötzlich an Schwung verliert.
Wir sprechen von Wunschkonzert weil diese Zahlen den vorherschenden Schwung an den Aktienmärkte weiter befeuern könnte solange es keine negativen Überraschungen von der Fed oder den Unternehmensgewinnen gibt, werden die Märkte eine Zinssenkung im Mai voll einpreisen (wollen)
Wir würden eine Outperformance von zyklischen und Wachstumssektoren erwarten, also eine fortgesetzte Verbreiterung der Rallye, obwohl ich denke, dass der Großteil des Marktes im Allgemeinen höher sein würde.
Die Renditen für Staatsanleihen sollten moderat sinken, und wenn diese Zahl nahe bei 100.000 liegt, sollten Sie nicht überrascht sein, wenn die Rendite für 10-jährige Anleihen unter 3,80% fällt.
Der Dollar-Index sollte ebenfalls moderat sinken (aber nicht mehr als 1%) bei einer Zahl in diesem Bereich, während Rohstoffe, einschließlich Gold, eine moderate Rallye erleben sollten.
Eine Zahl im niedrigen 100.000' er Bereich bleibt das "beste Szenario" für diesen Markt, da es im Wesentlichen den aktuellen "Status quo" intakt hält.
Es war eine regelrechte Makro-Woche mit sehr vielen Veröffentlichungen
Wir möchten deshalb zusammenfassend sagen, dass die wirtschaftlichen Daten größtenteils positiv waren für die Aussicht auf eine sanfte wirtschaftliche Landung im Jahr 2024, unter Berücksichtigung des Anstiegs der Preisindikatoren im ISM Manufacturing Index.
Doch dies wurde größtenteils durch den Rückgang der Lohnkosten pro Einheit aufgehoben, was zu einem besseren Ausblick für die Unternehmensrentabilität beitrug. Die Daten zum Arbeitsmarkt wiesen ebenfalls auf eine messbare "Abkühlung" des Arbeitsmarkts hin, etwas, dem die Fed aktiv nachgeht, seit ihre Zinserhöhungskampagne Anfang 2022 begonnen hat. Wir sind gespannt ob die NFP Zahlen um 14:30 dies bestätigen.
Quelle: xStation5 von XTB
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