- Schwedisches BIP (Q2) übertrifft Erwartungen, stützt Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis zum Jahresende
- Private Konsumausgaben steigen, Investitionsausgaben im Vergleich zum ersten Quartal schwächer
- EURSEK nach Daten unter Druck, Paar nähert sich entscheidender Unterstützung
Die schwedische Wirtschaft expandierte in den drei Monaten bis Juni viel schneller als erwartet. Das robuste Wachstum erhöht somit die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Straffung bis zum Jahresende. Allerdings bleibt der inländische Inflationsdruck mit Blick auf den BIP-Deflator relativ begrenzt. Wie auch immer, die SEK reagierte direkt nach der Veröffentlichung und erreichte das höchste Niveau gegenüber der Gemeinschaftswährung seit dem 9. Juli.
Das BIP-Wachstum im zweiten Quartal übertraf die Erwartungen mühelos. Quelle: Macrobond, XTB Research
Die schwedische Wirtschaft expandierte im zweiten Quartal um 1% im Quartalsvergleich und um 3,3% im Jahresvergleich und übertraf damit deutlich die Erwartungen von 0,5% bzw. 2,4%. Die Details der Veröffentlichung zeigen, dass die Konsumausgaben von 4,8% im Jahresvergleich der Hauptgrund für das ordentliche Wachstumstempo war, während die Investitionsausgaben in den ersten drei Monaten von 8,8% auf 7,5% leicht zurückgingen. Die Daten zeigen, dass Schweden, ähnlich wie andere entwickelte Volkswirtschaften, sein Wachstum vor allem aufgrund des Konsums nach oben getrieben hat. Dies könnte sehr ermutigend sein, insbesondere wenn wir das relativ ruhige Wachstum der Reallöhne berücksichtigen. Die skandinavische Wirtschaft wuchs bis jetzt in den letzten 20 aufeinanderfolgenden Quartalen, was die Beschäftigung auf Rekordhöhe und die Staatsverschuldung auf den niedrigsten Stand seit 1977 gebracht hat.
Der BIP-Deflator deutet auf einen gedämpften inländischen Inflationsdruck hin. Quelle: Macrobond, XTB Research
Darüber hinaus liegt die aktuelle Wachstumsrate deutlich über dem von der Riksbank geschätzten Wert von 2,2% in diesem und dem folgenden Jahr. Angesichts der Tatsache, dass das Produktivitätswachstum nach wie vor schwach ist, dürfte das Potenzial für das BIP in den kommenden Jahren kaum steigen. Das deutet darauf hin, dass die Wirtschaft sich eine Zeit lang über ihrem nachhaltigen Niveau halten wird und somit einen höheren Inflationsdruck signalisiert. Dennoch ist das über den BIP-Deflator gemessene interne Preiswachstum bisher relativ gedämpft. Im zweiten Quartal betrug es 1,9% im Quartalsvergleich und 1,5% im Jahresvergleich. In beiden Fällen spielten Basiseffekte eine Rolle, da die vierteljährliche Zahl nach oben und die jährliche nach unten “verzerrt” wurde. Bedenken Sie, dass die schwedische Zentralbank in letzter Zeit signalisiert hat, dass sie gegen Ende des Jahres eine Zinserhöhung vornehmen könnte, und dass ein BIP-Wachstum über ihrem nachhaltigem Niveau zweifellos für einen solchen Schritt spricht. Die Wahrscheinlichkeit für einen Anstieg um 25 Basispunkte lag am Montagmorgen bei 34%.
EURSEK ist nach der Veröffentlichung des BIP deutlich gesunken. Die Bullen waren bisher jedoch nicht in der Lage, die bei 10,22 lokalisierte Unterstützung zu durchbrechen (zwei Retracements stützen diese Ebene). Ein endgültiger Durchbruch dieses Bereichs könnte weitere Rückgänge auslösen und das Paar Richtung 10,10 oder 10,00 bringen. Quelle: xStation 5
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