- Geopolitik & Dünner Wirtschaftskalender
- EUR/USD unter Druck
- Rohstoffe & Asien-Impulse
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Der Wochenauftakt bringt eine moderate Volatilität an den Märkten mit sich. Das Geschehen an der Börse heute steht ganz im Zeichen geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und Osteuropa, wo das russische Verteidigungsministerium von Angriffen auf ukrainische Häfen und Logistikzentren berichtete. Auch die Ankündigung Irans, als Reaktion auf mögliche neue Schläge die Geografie des Konflikts zu verändern, sorgt für Verunsicherung auf den Parketts.
In Asien richtete sich das Augenmerk auf positive Handelsdaten aus Südkorea: Der Handelsbilanzüberschuss stieg im September deutlich, getrieben von einem starken zweistelligen Importwachstum im Jahresvergleich. In Japan blieben die Finanzmärkte feiertagsbedingt geschlossen.
Der klassische Wirtschaftskalender bietet für den restlichen Tagesverlauf nur wenige harte Makro-Daten. Der Fokus der Anleger verschiebt sich daher auf Notenbank-Auftritte – unter anderem von EZB-Präsidentin Christine Lagarde und BoC-Gouverneur Tiff Macklem.
Wichtige Termine im Wirtschaftskalender & Asien-Rückblick
Kennzahlen aus der Asien-Sitzung
- Großbritannien - Rightmove HPI (M/M): Ist: 0,7 % vs. Vorwert: -2,0 %. Dies deutet auf eine saisonale Erholung des britischen Immobilienmarktes hin.
- Neuseeland - Kreditkarten-Konsumausgaben (Y/Y): Ist: 3,5 % vs. Vorwert: 5,3 %. Zeigt eine leichte Verlangsamung der Dynamik bei den privaten Haushalten.
Wirtschaftskalender: Die wichtigsten Termine an der Börse heute
(Alle Zeitangaben in deutscher Zeit)
- Ganztägig (Japan): Feiertag – Märkte geschlossen
- 12:00 Uhr (Eurozone): Monatsbericht der Deutschen Bundesbank
- 12:30 Uhr (USA): Rede von FOMC-Mitglied Goolsbee
- 17:00 Uhr (Eurozone): Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde
- 17:05 Uhr (Kanada): Rede von BoC-Gouverneur Tiff Macklem
- 21:00 Uhr (Australien): Rede von RBA-Vize-Gouverneur Hunter
Märkte im Fokus: Worauf Trader heute achten müssen
- EUR/USD: Die Gemeinschaftswährung könnte am Nachmittag durch die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde unter Druck geraten, da Investoren nach neuen Signalen für den künftigen Zinspfad in der Eurozone suchen.
- Rohöl (WTI / Brent): Die Ölpreise reagieren weiterhin hochsensibel auf die geopolitische Rhetorik im Nahen Osten sowie Berichte über einen Rückgang des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus.
EUR/USD-Analyse: Umgekehrte SKS-Formation oder Wunschdenken?

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 21.09.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Im Tageschart des EUR/USD zeichnet sich auf den ersten Blick eine potenzielle umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) ab. Bei genauerer Betrachtung löst sich dieses bullische Muster jedoch auf: Für eine valide umgekehrte SKS-Formation benötigt man eine klare linke Schulter, einen tieferen Kopf, eine höhere rechte Schulter und vor allem den nachhaltigen Ausbruch über die Nackenlinie.
Das aktuelle Chartbild wirkt jedoch zu chaotisch und lässt die nötige Symmetrie vermissen. Anstatt eine rechte Schulter auszubilden und den Widerstand zu testen, ist der Kurs wieder nach unten abgedreht und steuert erneut auf die Tiefs zu – was der Logik dieses Umkehrmusters widerspricht.
Die Gleitenden Durchschnitte sprechen eine deutliche Sprache
Gegen das bullische Szenario sprechen vor allem die Gleitenden Durchschnitte. Mit einem aktuellen Kurs bei 1,1471 notiert der Euro unter allen drei Hauptdurchschnitten:
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SMA 50: 1,1561
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SMA 100: 1,1518
-
SMA 200: 1,1601
Die Durchschnitte sind ineinander verflochten und abwärts gerichtet – ein klassisches Bild für einen intakten Abwärtstrend oder bestenfalls eine Konsolidierung mit klarem Verkaufsdruck. Zudem wird der Kurs seit den Januar-Hochs von einer abwärts gerichteten Trendlinie gedeckelt, die bislang jeden Erholungsversuch im Keim erstickt hat.
Ausblick für den EUR/USD
Aktuell handelt es sich eher um eine Distribution unterhalb der Gleitenden Durchschnitte als um eine nachhaltige Trendwende. Ernsthaft diskutieren lässt sich eine umgekehrte SKS-Formation erst dann, wenn die Käufer die Durchschnitte zurückerobern und die Nackenlinie im Bereich von 1,1560 bis 1,1600 nach oben durchbrechen. Dies würde den Weg in Richtung 1,1670 und höher freimachen.
Solange dieser Befreiungsschlag ausbleibt, ist ein Test der Sommertiefs um 1,1320 das wahrscheinlichere Szenario. Ein Ausbruch darunter würde die Verluste weiter vertiefen. Sollte Christine Lagarde an der Börse heute jedoch taubenhafte Signale senden oder den US-Dollar schwächen, könnte das SKS-Muster wieder ins Spiel kommen und zumindest einen Test der abwärts gerichteten Trendlinie auslösen.
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