- Börse aktuell: Sinkende Ölpreise stützen den DAX und verbessern die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten.
- Markt News: Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Zinsentscheidungen von Fed, Bank of England und Bank of Japan.
- Halbleiteraktien stehen weltweit unter Druck, während geopolitische Entspannung die Risikoaversion der Anleger reduziert.
- Börse aktuell: Sinkende Ölpreise stützen den DAX und verbessern die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten.
- Markt News: Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Zinsentscheidungen von Fed, Bank of England und Bank of Japan.
- Halbleiteraktien stehen weltweit unter Druck, während geopolitische Entspannung die Risikoaversion der Anleger reduziert.
Die Börse aktuell wurde zum Wochenstart vor allem von den jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten geprägt. Gleichzeitig sorgten sinkende Energiepreise für bessere Stimmung an den Aktienmärkten. Im Fokus der Markt News stehen außerdem die anstehenden Entscheidungen der großen Zentralbanken sowie wichtige Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA.
Geopolitik: USA und Iran setzen auf Diplomatie
Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war vorerst die letzte mit US-Luftangriffen auf iranische Ziele. Laut US-Regierung soll die Unterbrechung den diplomatischen Bemühungen mehr Raum geben. US-Botschafter bei den Vereinten Nationen Mike Waltz bestätigte am Sonntag, dass die Pause bewusst eingelegt wurde.
Auch Präsident Donald Trump erklärte, dass derzeit Gespräche mit dem Iran stattfinden.
"We are talking to them right now. I think they are becoming more serious every day. We are ready for action, but we are talking to them."
Später sprach Trump sogar von "good talks", machte jedoch deutlich, dass die USA ihre militärischen Maßnahmen bei einem Scheitern der Verhandlungen wieder aufnehmen könnten. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, widersprach der Darstellung teilweise. Direkte Gespräche mit den USA gebe es derzeit nicht. Bestätigt wurden jedoch Verhandlungen mit Oman als wichtigem Vermittler. Ziel sei es, Mechanismen für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu etablieren. Nach Angaben Teherans bleibt der Schiffsverkehr vorerst unverändert. Zudem erklärte der Iran, Vergeltungsmaßnahmen auszusetzen, solange die USA ihre Angriffe pausieren.
Öl und Gas: Energiepreise geben deutlich nach
Die Straße von Hormus bleibt trotz der diplomatischen Signale weiterhin stark eingeschränkt. Nach Daten von Kpler passieren derzeit lediglich rund ein Dutzend Schiffe täglich die Meerenge, verglichen mit etwa 80 bis 140 Schiffen unter normalen Bedingungen. Gleichzeitig sind die Konfliktparteien bei der Urananreicherung weiterhin weit von einer Einigung entfernt.
Dennoch reagieren die Energiemärkte entspannt:
- Brent notiert bei rund 88 US-Dollar je Barrel.
- WTI liegt bei etwa 82 US-Dollar je Barrel.
Damit liegen beide Sorten rund 15% beziehungsweise 12% unter ihren Höchstständen vom Donnerstag.
Auch Erdgas verbilligt sich. Der September-Kontrakt am niederländischen TTF notiert bei rund 58 US-Dollar je MWh. US-NATGAS kostet aktuell etwa 2,75 US-Dollar je MMBtu.
Börse aktuell: DAX profitiert von sinkenden Ölpreisen
Die fallenden Energiepreise verbesserten die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten deutlich. Besonders Europa gehörte zu den Gewinnern.
- DAX: +1,0%
- Ibex 35: +0,8%
An der Wall Street zeigte sich dagegen ein gemischtes Bild:
- Dow Jones: +0,5%
- S&P 500: unverändert
- Nasdaq: -0,2%
Belastet wurde der Technologiesektor insbesondere von Halbleiterwerten:
- Sandisk: -11,3%
- ASML: -5,4%
- Nvidia: -5,0%
- Seagate: -4,0%
Durch die anhaltende Schwäche bei Nvidia ist Apple wieder das Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung der Welt und kommt aktuell auf rund 4,95 Billionen US-Dollar.
Quelle: XTB Research, 28.07.2026
Asien: Halbleiter belasten die Märkte
Die Schwäche im Chipsektor setzte sich auch in Asien fort. Der koreanische KOSPI verlor mehr als 10%. Besonders stark unter Druck standen:
- Samsung: -13,2%
- SK Hynix: -7,5%
Weitere Indizes entwickelten sich ebenfalls schwächer:
- Nikkei 225: -4,3%
- Shanghai SE Composite: -1,3%
- Hang Seng: +0,2%
Gold und Silber unter Druck
Bei den Edelmetallen fehlt derzeit eine klare Richtung. Gold und Silber konnten zum Wochenbeginn zunächst zulegen, gaben ihre Gewinne im weiteren Handelsverlauf jedoch wieder vollständig ab.
Aktuell notieren:
- Gold bei rund 4.045 US-Dollar je Feinunze (-0,8%)
- Silber bei etwa 57,20 US-Dollar je Feinunze (-2,1%)
Markt News: Zentralbanken rücken in den Fokus
Nach einem ruhigen Wochenauftakt richtet sich der Blick nun auf die geldpolitischen Entscheidungen der wichtigsten Notenbanken.
Auf der Agenda stehen:
- Dienstag: Fed
- Donnerstag: Bank of England
- Nacht von Donnerstag auf Freitag: Bank of Japan
Es wird allgemein erwartet, dass alle drei Zentralbanken ihre Leitzinsen unverändert lassen. Entscheidend dürfte vielmehr der Ausblick sein. Die Märkte rechnen damit, dass die Notenbanken weiterhin eine restriktive Haltung einnehmen und Zinserhöhungen auf den kommenden Sitzungen vorbereiten. Zusätzlich stehen in der zweiten Wochenhälfte neue Inflationsdaten aus Europa sowie die PCE-Daten aus den USA auf dem Programm.
Deutschland: Ifo-Index signalisiert leichte Erholung
Der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 86,6 Punkte. Auch die Geschäftserwartungen verbesserten sich auf 86,7 Punkte. Die Bewertung der aktuellen Lage blieb dagegen nahezu unverändert. Die Zahlen bestätigen damit weitgehend die jüngsten Einkaufsmanagerindizes, die insbesondere für die Industrie auf eine schrittweise Erholung der wirtschaftlichen Lage hindeuten.
USA: Robuste Investitionen in KI trotz schwächerer Gesamtdaten
Die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter stiegen im Juni um lediglich 0,3% im Monatsvergleich und blieben damit deutlich hinter den Erwartungen von 2,5% zurück. Hauptgrund war die schwächere Nachfrage im Transportsektor.
Positiv entwickelte sich dagegen der Kernbereich der Investitionsgüter. Besonders Investitionen rund um Künstliche Intelligenz sorgten für Unterstützung.
Die stärksten Zuwächse verzeichneten:
- Computer und Elektronik: +3,1% im Monatsvergleich
- Basismetalle: +1,1% im Monatsvergleich
- Elektrische Ausrüstung und Geräte: +0,9% im Monatsvergleich
Damit bleibt die Investitionsdynamik in Zukunftstechnologien trotz schwächerer Gesamtdaten robust.
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FAQ
Warum steigt der DAX trotz der geopolitischen Lage?
Vor allem die deutlich gesunkenen Ölpreise verbessern die Erwartungen für Inflation und Unternehmensgewinne.
Welche Markt News bewegen Anleger aktuell am stärksten?
Im Mittelpunkt stehen die Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie die anstehenden Zentralbanksitzungen.
Welche Termine sind für die Börse aktuell besonders wichtig?
Die Fed-Sitzung, die Entscheidungen der Bank of England und der Bank of Japan sowie neue Inflationsdaten aus Europa und den USA.
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