08:40 · 1. Juli 2026

BÖRSE AKTUELL: Indizes geben nach, Gold fällt unter 4.000 USD (01.07.2026)

Börse Aktuell, Börse News

Börse Aktuell: Der große Marktüberblick

Um beim Thema Börse Aktuell auf dem Laufenden zu bleiben, fassen wir für Sie die wichtigsten Börse News des Tages zusammen. Von der Stimmung an der Wall Street über asiatische Märkte bis hin zu Rohstoffen und Devisen – hier ist der aktuelle Marktüberblick.

🇺🇸 US-Aktien & Marktstimmung

Die US-Aktien-Futures geben im Vorfeld der europäischen Markteröffnung leicht nach und legen nach der von Tech-Werten angetriebenen Erholung der letzten beiden Handelssitzungen eine Pause ein. Die Futures auf den Nasdaq 100 (US100) und den Russell 2000 (US2000) fallen beide um 0,2 %, während S&P 500 (US500) und Dow Jones (US30) um 0,15 % bzw. 0,1 % nachgeben. Der europäische Euro Stoxx 50 (EU50) folgt diesem Trend und verliert ebenfalls 0,2 %.

  • Nike übertrifft die Erwartungen dank Zollerstattungen, enttäuscht jedoch beim Ausblick: Nike meldete ein bereinigtes EPS (Gewinn je Aktie) von 20 Cent (erwartet wurden 13 Cent) und einen Umsatz von 10,97 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse wurden durch eine US-Zollerstattung in Höhe von 986 Millionen Dollar aufgebessert. Dennoch stürzte die Aktie nachbörslich um bis zu 8 % ab, was auf einen Umsatzrückgang in China (-12 %), schwächere Zahlen in den USA und einen Ausblick auf stagnierende Gewinne in den kommenden Quartalen zurückzuführen ist. Im vorbörslichen Handel geben die Aktien derzeit um 3,3 % nach.

🌏 Asiatische & Pazifische Märkte

Die asiatischen Indizes handeln richtungslos, gefangen zwischen Bewertungsängsten im KI-Infrastruktursektor und positiven Impulsen der Wall Street. Während die regionalen Märkte gerade ihr bestes Quartal seit 17 Jahren abgeschlossen haben, verlagert sich der Fokus der Anleger nun auf die wichtigen US-Arbeitsmarktdaten (NFP) am Donnerstag und die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im September (derzeit mit 60 % eingepreist).

  • Große Leistungsunterschiede: Die einzelnen Märkte zeigten inmitten hochvolatiler Kapitalflüsse zum Quartalsende große Unterschiede. Der japanische Nikkei 225 stieg um 1,79 %, unterstützt durch Gewinne im Halbleitersektor. Unterdessen erholte sich der südkoreanische KOSPI nach dem starken Ausverkauf der Vorwoche um 1,52 %, obwohl lokale Tech-Werte trotz eines Anstiegs von fast 100 % seit Anfang 2026 weiterhin auf technische Widerstände stoßen.

🌍 Wirtschaft & Zentralbanken

  • Tankan-Bericht übertrifft Erwartungen und stützt eine restriktive Bank of Japan: Die Tankan-Umfrage für Juni zeigte einen starken Anstieg des japanischen Geschäftsklimas – der Index der großen Hersteller stieg auf +22 (erwartet: 16), während der Dienstleistungssektor +37 erreichte. Entscheidend für den Straffungszyklus der BoJ: Die Unternehmen hoben ihre Inflationserwartungen für das kommende Jahr auf 2,7 % und für die nächsten 5 Jahre auf 2,6 % an. Große Unternehmen erhöhten zudem ihre Investitionspläne (Capex) um 11,5 %, was Argumente für schnellere Zinserhöhungen liefert, obwohl die Unternehmen bei ihren Finanzplänen einen veralteten Wechselkurs von 152,57 Yen pro Dollar zugrunde legen.

  • Chinas Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe hält sich mit 51,7 im Expansionsbereich: Der RatingDog China General Manufacturing PMI gab im Juni von 51,8 im Mai leicht auf 51,7 nach und markiert damit den siebten Monat in Folge eine Expansion des Sektors. Die Auftragseingänge stiegen den 13. Monat in Folge, was den stärksten Quartalsdurchschnitt seit Ende 2020 bedeutet. Bemerkenswert ist, dass sich die Inflation der Einkaufspreise auf ein 5-Monats-Tief verlangsamte, was den Margendruck linderte, während die Beschäftigung das stärkste Wachstum seit August 2023 verzeichnete.

  • EZB-Vertreter mildern den Ton angesichts nachlassenden Energiedrucks: Die Mitglieder des EZB-Rates Boštjan Dolenc und Mārtiņš Kazaks schlugen hinsichtlich künftiger geldpolitischer Schritte einen spürbar weniger dringlichen Ton an. Dolenc wies auf das Fehlen klarer Zweitrundeneffekte bei der Inflation und auf sich stabilisierende Ölpreise hin und deutete an, dass die EZB bis September den Kurs halten könnte. Kazaks fügte hinzu, dass aufeinanderfolgende Zinserhöhungen nicht mehr zwingend seien, was die unmittelbare Notwendigkeit einer energischen Reaktion auf die Inflation verringert.

💱 Devisen (FX)

  • Dollar-Index bricht aus der Korrektur aus, während der Australische Dollar nachgibt: Der Dollar-Index (USDIDX) steigt nach einer sehr volatilen Sitzung um 0,15 % und bricht aus seiner lokalen Korrekturbewegung nach oben aus, nachdem er nahe der Marke von 101,500 solide Unterstützung gefunden hat. Der Australische Dollar schwächt sich gegenüber allen G10-Währungen ab und reagiert damit auf die leicht schwächer als erwartet ausgefallenen Daten zum verarbeitenden Gewerbe in China (AUDUSD: -0,3 %). Die Schwäche des Yen hält derweil an und drückt den USDJPY um 0,15 % nach oben, während EURUSD um 0,1 % auf 1,1410 abrutscht.

🛢️ Rohstoffe, Energie & Metalle

  • Edelmetalle unter Dollar-Druck, Gold durchbricht 4.000-Dollar-Unterstützung: Gold-Futures (GOLD) stürzten unter eine wichtige psychologische Marke ab und verloren 0,8 % auf 3.965 $/Unze. Silber (SILVER) trifft es noch härter; es rutscht um 1,55 % ab und notiert bei 57,70 $/Unze.

  • Rohöl hält sich stabil in einer engen Volatilitätsspanne: Die Futures für Brent-Rohöl (OIL) geben symbolisch um 0,2 % nach, womit die weltweiten Preise fest im engen Kanal von 72 bis 76 US-Dollar pro Barrel verankert bleiben, der die Preisentwicklung bereits in den letzten fünf Sitzungen begrenzt hat.

 

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