- Nahost-Konflikt erhöht Risiko für die Märkte
- Inflationsrisiken nehmen wieder zu
- Handels- und Wachstumsrisiken rücken in den Fokus
- Nahost-Konflikt erhöht Risiko für die Märkte
- Inflationsrisiken nehmen wieder zu
- Handels- und Wachstumsrisiken rücken in den Fokus
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bestimmen aktuell das Marktgeschehen. Gleichzeitig sorgen Aussagen der EZB, neue US-Zollpläne sowie Wirtschaftsdaten aus Australien und China für Bewegung an den Finanzmärkten. Die wichtigsten Markt News im Überblick.
Nahost-Konflikt eskaliert weiter
Iran hat mindestens zehn ballistische Raketen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait abgefeuert, darunter die Ali Al Salem Air Base. Darüber hinaus wurden Angriffe auf Bahrain, Saudi-Arabien und Dubai gemeldet. In mehreren Golfstaaten kam es daraufhin zu vorübergehenden Einschränkungen im Flugverkehr. Die Eskalation folgte auf einen US-Angriff auf einen mit dem Iran verbundenen Tanker sowie Berichte über Explosionen nahe der Insel Qeshm.
Ölpreise steigen deutlich
Die Unsicherheit im Nahen Osten sorgt für steigende Energiepreise. Brent-Rohöl legt um rund 1,9% auf 97,30 USD je Barrel zu, während WTI-Rohöl ebenfalls etwa 1,9% auf 95,10 USD steigt. Anleger beobachten die Entwicklungen in der Region aufmerksam, da weitere Störungen der Ölversorgung nicht ausgeschlossen werden können.
Japan unter Druck: Schwacher Yen und steigende Energiekosten
Das Währungspaar USDJPY testet erneut die Marke von 160. Dieses Niveau hatte in der Vergangenheit Interventionen der japanischen Behörden ausgelöst. Finanzministerin Satsuki Katayama betonte, dass Tokio bei Bedarf angemessen reagieren werde.
Zusätzlich verabschiedete Japan ein schuldenfinanziertes Zusatzbudget im Umfang von 3,1 Billionen Yen. Die Mittel sollen vor allem zur Unterstützung von Energie- und Kraftstoffkosten eingesetzt werden. Damit verschärft sich die Belastung durch hohe Energiepreise, einen schwachen Yen und steigende Staatsausgaben.
EZB signalisiert restriktive Geldpolitik
EZB-Ratsmitglied Pierre Wunsch erklärte, dass die geldpolitische Diskussion im Juni "relativ einfach" sein dürfte, sofern der Nahost-Konflikt ungelöst bleibt. Seine Aussagen werden an den Märkten als Hinweis auf eine mögliche Zinserhöhung noch im laufenden Monat interpretiert.
USA planen neue Zölle auf Importe
Zu den wichtigsten Markt News gehört auch die Ankündigung neuer US-Zölle. Die Vereinigten Staaten schlagen im Rahmen einer Untersuchung nach Section 301 neue Importzölle von mindestens 10 % auf Waren aus rund 60 Ländern vor.
Für China, Indien, Japan, Südkorea, Brasilien und die Schweiz könnte der Satz sogar auf 12,5% steigen. Die geplanten Maßnahmen sollen das bisherige Zollsystem ersetzen, das vom Supreme Court aufgehoben wurde. Die Konsultationsphase läuft bis zum 6. Juli, Anhörungen beginnen am 7. Juli.
Australien: Schwaches Wachstum und rückläufiger Dienstleistungssektor
Das australische Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal lediglich um 0,3% im Quartalsvergleich und 2,5% im Jahresvergleich. Damit wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Belastend wirkte insbesondere der Außenhandel.
Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor fiel im Mai auf 48,7 Punkte. Die Neuaufträge gingen so stark zurück wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr.
China: Dienstleistungssektor beschleunigt Wachstum
Positive Signale kommen hingegen aus China. Der Services PMI stieg im Mai auf 54,4 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Monaten.
Die Neuaufträge legten den 41. Monat in Folge zu. Auch die Beschäftigung entwickelte sich positiv und verzeichnete erneut Wachstum.
SpaceX bereitet historischen Börsengang vor
Für Aufmerksamkeit sorgt zudem SpaceX. Das Unternehmen plant Berichten zufolge einen Börsengang mit einer Bewertung von rund 75 Milliarden USD und einem Ausgabepreis von 135 USD je Aktie.
Dies würde einer Unternehmensbewertung von etwa 1,75 Billionen USD entsprechen und den größten Börsengang der Geschichte markieren. Die frühe Festlegung eines Zielpreises vor Beginn der Roadshow wird als Zeichen eines hohen Vertrauens in die Investorennachfrage gewertet.
Fazit: Börse Aktuell bleibt von Geopolitik geprägt
Die aktuelle Lage zeigt, dass geopolitische Risiken weiterhin der wichtigste Kurstreiber bleiben. Steigende Ölpreise, mögliche EZB-Zinsschritte und neue US-Zölle dürften die Finanzmärkte in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen. Anleger sollten die Markt News rund um den Nahost-Konflikt sowie die geldpolitischen Entwicklungen genau verfolgen.
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