- Die Kakao-Futures an der ICE sind wieder unter 6.000 US-Dollar pro Tonne gefallen, womit die in den beiden vorangegangenen Handelstagen zu verzeichnende kräftige Rallye eine Pause eingelegt hat.
- Die Marktteilnehmer befürchten, dass unterdurchschnittliche Niederschläge und kühleres Wetter das Ertragspotenzial der bevorstehenden Hauptkakaoernte in der Elfenbeinküste schmälern könnten.
- Obwohl die Kakaoanlieferungen in der Elfenbeinküste seit Beginn der laufenden Saison um 21,8 % gestiegen sind, richten Investoren ihr Augenmerk zunehmend auf die Produktionsrisiken für das Erntejahr 2026/27.
- Die Kakao-Futures an der ICE sind wieder unter 6.000 US-Dollar pro Tonne gefallen, womit die in den beiden vorangegangenen Handelstagen zu verzeichnende kräftige Rallye eine Pause eingelegt hat.
- Die Marktteilnehmer befürchten, dass unterdurchschnittliche Niederschläge und kühleres Wetter das Ertragspotenzial der bevorstehenden Hauptkakaoernte in der Elfenbeinküste schmälern könnten.
- Obwohl die Kakaoanlieferungen in der Elfenbeinküste seit Beginn der laufenden Saison um 21,8 % gestiegen sind, richten Investoren ihr Augenmerk zunehmend auf die Produktionsrisiken für das Erntejahr 2026/27.
Die Kakao-Futures an der ICE notieren heute leicht im Minus, nachdem sie in den vergangenen beiden Handelssitzungen kräftig zugelegt hatten. Nach einer Rally von fast 10% legt der Markt damit zunächst eine Verschnaufpause ein. Auslöser des vorherigen Preissprungs waren wachsende Sorgen um die Kakaoernte 2026/27 in Westafrika.
► COCOA WKN: 570581 | ISIN: XC0005705816
Obwohl sich die Versorgung in der laufenden Saison deutlich verbessert hat, richtet sich der Blick der Anleger bereits auf die nächste Haupternte. Ungünstige Wetterbedingungen könnten das Angebot aus der Elfenbeinküste und Ghana belasten. Für die aktuelle Kakao Prognose entsteht damit ein Spannungsfeld zwischen hohen gegenwärtigen Liefermengen und zunehmenden Risiken für die kommende Saison.
Kakao Prognose: Markt erwartet schwächere Ernten
Der wichtigste Treiber der jüngsten Rally sind zunehmende Sorgen um das künftige Kakaoangebot aus Westafrika. Die Region stellt den größten Teil der weltweiten Kakaoproduktion. Entsprechend stark können lokale Wetterveränderungen die internationalen Preise beeinflussen.
Landwirte in der Elfenbeinküste berichten, dass die Plantagen nach einer Phase unterdurchschnittlicher Niederschläge und vergleichsweise kühler Temperaturen mehr Sonnenschein benötigen. Sollten sich die Bedingungen in den kommenden Wochen nicht verbessern, könnte die von September bis Februar laufende Haupternte beeinträchtigt werden. Für die Börse aktuell bedeutet dies: Der Markt bewertet nicht nur die verfügbaren Mengen, sondern zunehmend auch die Wahrscheinlichkeit einer schwächeren Ernte im kommenden Anbauzyklus.
Hohe Liefermengen können Kakao-Rally nicht stoppen
Bemerkenswert ist, dass die Kakaopreise trotz starker Angebotsdaten für die laufende Saison steigen. Schätzungen zufolge erreichten die Kakaoanlieferungen an den Häfen der Elfenbeinküste seit Beginn der Saison am 1. Oktober rund 1,99 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Anstieg von 21,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Marktentwicklung deutet somit darauf hin, dass Händler über die aktuell komfortablere Versorgungslage hinwegsehen. Stattdessen wird eine wachsende Risikoprämie für mögliche Produktionsausfälle in der Saison 2026/27 eingepreist.
Kakao gehört zu den wetterabhängigsten Agrarrohstoffen. Bereits moderate Veränderungen bei Niederschlägen, Sonnenscheindauer oder Temperaturen in der Elfenbeinküste und Ghana können die Ernteerwartungen und damit die Futures-Preise deutlich beeinflussen. In den kommenden Wochen dürften Wetterprognosen und Berichte zur Entwicklung der Kakaopflanzen daher entscheidend für die weitere Preisrichtung sein.
CoT-Analyse liefert konstruktives Signal
Die Daten des Commitment of Traders Reports vom 28. Juli zeigen eine grundsätzlich konstruktive Marktstruktur für steigende Kakaopreise. Kommerzielle Produzenten und Verarbeiter nutzen das höhere Preisniveau weiterhin zur Absicherung ihrer künftigen Produktion. Gleichzeitig bleibt die Gruppe Managed Money netto short, sodass die spekulative Positionierung noch keine übermäßige Euphorie signalisiert. Auch das erhöhte Open Interest ist relevant. Es deutet darauf hin, dass neues Kapital in den Markt fließt und die Rally nicht ausschließlich durch die Glattstellung bestehender Short-Positionen ausgelöst wurde.
Sollten sich die Wetterbedingungen in der Elfenbeinküste und Ghana weiter verschlechtern, könnten Hedgefonds gezwungen sein, ihre Short-Positionen zügig zu schließen. Ein solcher Short Squeeze würde dem Kakao-Future zusätzliche Aufwärtsdynamik verleihen. Damit ergibt sich ein interessantes Bild: Die fundamentalen Aussichten werden zunehmend bullisch, während die spekulative Positionierung den wachsenden Optimismus bislang nur teilweise widerspiegelt.
Produzenten sichern höhere Kakaopreise ab
Der aktuelle CoT-Report weist für Produzenten und Verarbeiter 55.928 Long-Kontrakte sowie 74.361 Short-Kontrakte aus. Daraus ergibt sich eine Netto-Short-Position von rund 18.400 Kontrakten. Diese Positionierung ist für kommerzielle Marktteilnehmer typisch. Produzenten verkaufen Futures häufig, um attraktive Preise für ihre künftige Produktion abzusichern. Eine hohe Short-Position bedeutet deshalb nicht automatisch, dass diese Gruppe mit fallenden Kakaopreisen rechnet.
Im Wochenvergleich stiegen die Long-Positionen der Commercials um 1.152 Kontrakte, während die Short-Positionen um 1.590 Kontrakte zurückgingen. Die Absicherungsaktivität wurde damit lediglich moderat reduziert.
Managed Money könnte die Rally verstärken
Managed Money hält weiterhin rund 8.800 Netto-Short-Kontrakte. Den 20.277 Long-Kontrakten stehen 29.050 Short-Kontrakte gegenüber. Damit befindet sich der Markt noch nicht in einer Phase ausgeprägter spekulativer Euphorie.
Sollten die Sorgen um die westafrikanische Produktion zunehmen, könnte die Auflösung dieser Short-Positionen den Preisanstieg beschleunigen. Das gesamte Open Interest von mehr als 201.000 Kontrakten stützt die Einschätzung, dass weiterhin neues Kapital in den Kakaomarkt fließt.

Quelle: CoT, Commitment of Traders
Kakao Chartanalyse: 6.000 US-Dollar als zentrale Hürde
In den vergangenen beiden Handelssitzungen legten die Kakao-Futures fast 10% zu. Der Preis stieg von etwa 5.000 US-Dollar auf nahezu 6.000 US-Dollar je Tonne. Nach diesem dynamischen Anstieg läuft aktuell eine moderate Gegenbewegung. Die zentrale Unterstützungszone liegt weiterhin im Bereich von 5.000 US-Dollar je Tonne. Solange sich der Kakao-Future darüber behauptet, bleibt die übergeordnete technische Struktur konstruktiv.
Auf der Oberseite bildet die Marke von 6.000 US-Dollar den ersten wichtigen Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Weg in Richtung der nächsten Reaktionszone bei rund 6.500 US-Dollar öffnen. Scheitert der Preis dagegen erneut an 6.000 US-Dollar, wäre zunächst eine Konsolidierung oder ein Rücklauf an tiefer liegende Unterstützungen möglich.
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 04.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Kakao Prognose: Wie könnte es weitergehen?
Die kurzfristige Kakao Prognose bleibt von hoher Volatilität geprägt. Eine Verbesserung der Wetterlage in Westafrika könnte die eingepreiste Risikoprämie reduzieren und Gewinnmitnahmen auslösen. Bleiben Sonnenschein und Niederschläge dagegen ungünstig, dürfte der Markt seine Erwartungen für die Ernte 2026/27 weiter nach unten korrigieren.
Zusätzlich besitzt die Netto-Short-Positionierung von Managed Money das Potenzial, Kursbewegungen zu verstärken. Ein Ausbruch über 6.000 US-Dollar könnte Short-Eindeckungen auslösen und die Rally bis zur Widerstandszone bei 6.500 US-Dollar verlängern. Für die Börse aktuell gehören Wetterdaten, Ernteberichte und die wöchentliche Entwicklung der CoT-Positionen deshalb zu den wichtigsten Einflussfaktoren.
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FAQ zur Kakao Prognose
Warum steigt der Kakaopreis trotz höherer Liefermengen?
Der Markt blickt über die gute Versorgung der laufenden Saison hinaus. Händler fürchten, dass ungünstige Wetterbedingungen die westafrikanische Haupternte 2026/27 belasten könnten.
Welche Kursmarken sind bei Kakao wichtig?
Eine zentrale Unterstützung befindet sich bei rund 5.000 US-Dollar je Tonne. Widerstände liegen im Bereich von 6.000 und 6.500 US-Dollar.
Was zeigen die aktuellen CoT-Daten?
Managed Money hält rund 8.800 Netto-Short-Kontrakte. Die Positionierung bietet weiteres Aufwärtspotenzial, falls steigende Preise Hedgefonds zu Short-Eindeckungen zwingen.
Welche Faktoren bestimmen die weitere Kakao Prognose?
Entscheidend sind die Niederschlagsmengen, Temperaturen und Sonnenstunden in der Elfenbeinküste und Ghana. Hinzu kommen Ernteprognosen, Hafenanlieferungen, CoT-Daten und die charttechnische Entwicklung.
Kann Kakao auf 6.500 US-Dollar steigen?
Ein nachhaltiger Ausbruch über den Widerstand bei 6.000 US-Dollar könnte einen Anstieg bis etwa 6.500 US-Dollar begünstigen. Eine Garantie dafür besteht jedoch nicht, da bessere Wetterbedingungen oder Gewinnmitnahmen eine Korrektur auslösen könnten.
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