- Der Brent Ölpreis bleibt wegen der Eskalation im Nahen Osten deutlich unterstützt
- Die Straße von Hormus steht im Mittelpunkt der aktuellen Markt News und beeinflusst den globalen Ölhandel
- Eine diplomatische Lösung könnte eine schnelle Korrektur des Brent Ölpreises um 5-10% auslösen
- Der Brent Ölpreis bleibt wegen der Eskalation im Nahen Osten deutlich unterstützt
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Was passiert aktuell im Nahen Osten?
Die Lage im Nahen Osten verschärft sich weiter und sorgt für erhebliche Unsicherheit an den Finanz- und Rohstoffmärkten. Die USA haben den neunten Tag in Folge Luftangriffe auf militärische Einrichtungen, Luftabwehrsysteme und Kommunikationsnetzwerke im Iran durchgeführt. Hintergrund ist die Tötung von zwei US-Bürgern nach einem iranischen Angriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien. Darüber hinaus griff Teheran Ziele in Bahrain, Kuwait und im Irak an.
► Brent WKN: 967740 | ISIN: XC0009677409 | Ticker: Brent Öl
Besonders kritisch bleibt die Situation rund um die Straße von Hormus, über die rund 20% des weltweiten Öl- und LNG-Transports abgewickelt werden. Der Schiffsverkehr ist nach mehreren Angriffen auf Handelsschiffe nahezu zum Erliegen gekommen. Einige Tanker versuchen die Passage mit abgeschalteten Transpondern, während die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) den Schiffsverkehr durch Blockaden und Angriffe behindern. Gleichzeitig hat der Iran die Huthi-Rebellen im Jemen dazu aufgerufen, im Falle von Angriffen auf iranische Energieanlagen auch die Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer zu blockieren.
Brent Ölpreis steigt wegen geopolitischer Risiken
Der Brent Ölpreis überschritt erstmals seit mehr als fünf Wochen wieder die Marke von 90 US-Dollar je Barrel. Die zunehmende geopolitische Risikoprämie treibt die Notierungen ebenso wie die Sorge vor möglichen Lieferausfällen.
Zusätzlich stiegen die Benzinpreise in den USA wieder über 4 US-Dollar je Gallone und erhöhen damit den politischen Druck vor den Zwischenwahlen im November. Der sogenannte 3-2-1-Crack-Spread nähert sich gleichzeitig 70 US-Dollar je Barrel und verdeutlicht die außergewöhnlich angespannte Lage am Kraftstoffmarkt. Verstärkt wird diese Entwicklung durch Russland, wo die Exporte nahezu aller wichtigen Mineralölprodukte ausgesetzt wurden.
Markt News: Diplomatie bleibt trotz Eskalation möglich
Trotz der militärischen Auseinandersetzungen laufen diplomatische Gespräche weiter. Nach Angaben aus Teheran werden über Vermittler, insbesondere Katar und Pakistan, weiterhin Vorschläge ausgetauscht. US-Außenminister Marco Rubio erklärte zudem, dass der Iran Signale für eine mögliche Wiederaufnahme von Verhandlungen sende. Innerhalb der iranischen Führung seien dabei deutliche Meinungsunterschiede zwischen Befürwortern einer Einigung und Hardlinern erkennbar.
Brent Ölpreis: Droht eine Trendwende?
US-Präsident Donald Trump kündigte eine Ausweitung der Angriffe auf iranische Infrastruktur ab Mittwoch an. An den Märkten wird dies als riskante Verhandlungsstrategie interpretiert. Der zunehmende militärische Druck könnte letztlich dazu dienen, den Iran zurück an den Verhandlungstisch zu bewegen.
Sollte es zu einer diplomatischen Entspannung kommen, könnte die derzeit eingepreiste geopolitische Risikoprämie rasch verschwinden und eine deutliche Korrektur beim Brent Ölpreis auslösen.
Aktuell ist der Brent Ölpreis von den Tageshochs bei rund 90 US-Dollar bereits wieder auf etwa 88 US-Dollar je Barrel zurückgefallen. Goldman Sachs rechnet zwar weiterhin mit steigenden Ölpreisen, dennoch könnte bereits jedes Signal einer Entspannung eine Korrektur von 5-10% auslösen.
Seit Beginn des Konflikts liegt der Kurs derzeit nominal um über 27 % höher. Wie die Geschichte zeigt, sind selbst in einem so fortgeschrittenen Stadium des Konflikts Kursbewegungen in beide Richtungen durchaus möglich. Quelle: Bloomberg Finance LP, XTB
Technischer Ausblick für den Brent Ölpreis

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 20.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Aus charttechnischer Sicht fiel der Brent Ölpreis zuletzt wieder auf das Niveau des Freitagsschlusskurses zurück. Eine wichtige Unterstützungszone liegt derzeit im Bereich von 86 bis 87 US-Dollar je Barrel.
Sollte sich die militärische Eskalation weiter verschärfen, könnte der Brent Ölpreis in Richtung der Retracement-Zone zwischen 50% und 61,8% ansteigen. Sollten hingegen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran angekündigt werden, wäre ein Rückgang in den Bereich von 84 bis 85 US-Dollar je Barrel denkbar.
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FAQ
Warum steigt der Brent Ölpreis aktuell?
Die Eskalation im Nahen Osten erhöht das Risiko von Angebotsausfällen und treibt die geopolitische Risikoprämie.
Welche Rolle spielt die Straße von Hormus?
Über die Meerenge werden rund 20% des weltweiten Öl- und LNG-Transports abgewickelt. Störungen haben direkte Auswirkungen auf den Ölmarkt.
Welche Faktoren könnten den Brent Ölpreis wieder fallen lassen?
Fortschritte bei diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran könnten die Risikoprämie abbauen und den Ölpreis deutlich belasten.
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