- Arbeitsmarkt schwächt den Dollar
- EZB hält Kurs
- US-VPI entscheidet über EURUSD
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- EZB hält Kurs
- US-VPI entscheidet über EURUSD
Die heutige EURUSD-Sitzung steht ganz im Zeichen der bevorstehenden Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise (CPI). Der Bericht gilt als wichtigster Impuls des Tages und dürfte entscheidend dafür sein, wie die Märkte die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve einpreisen. In unserer heutigen EURUSD Prognose werfen wir einen Blick auf den Chart des Tages und analysieren die maßgeblichen Einflussfaktoren für das Währungspaar.
► EURUSD WKN 965275 | ISIN EU0009652759 | Ticker: EUR/USD
Schwacher US-Arbeitsmarkt belastet die Zinserwartungen
In den vergangenen Tagen haben die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen in den USA deutlich nachgelassen. Hauptgrund dafür waren schwache Arbeitsmarktdaten:
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ADP-Bericht: Ergab lediglich 44.000 neue Stellen im privaten Sektor.
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NFP-Bericht: Zeigte einen Rückgang der Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft um 23.000 (erwartet wurde ein Plus von 80.000). Zudem wurden die Werte der Vormonate deutlich nach unten korrigiert.
Die Skepsis bezüglich weiterer Zinsschritte der Fed ist dadurch spürbar gestiegen. Die heutigen Inflationsdaten könnten diese Haltung entweder bestätigen oder erneut infrage stellen. Fällt der CPI schwächer als erwartet aus, fehlen der Fed Argumente für eine erneute Straffung der Geldpolitik. Fällt die Inflation hingegen überraschend hoch aus, könnten die Marktteilnehmer schnell wieder höhere US-Zinsen einpreisen.
EZB verharrt auf restriktivem Kurs – Rückenwind für den Euro?
Auf der anderen Seite der Medaille steht die Europäische Zentralbank (EZB). Die EZB hat die Leitzinsen in diesem Jahr bereits angehoben; für die September-Sitzung wird am Markt eine weitere Zinsanhebung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eingepreist.
Unterstützt wird diese Erwartung durch frische Inflationsdaten aus Deutschland:
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Verbraucherpreisindex (VPI): +0,8 % gegenüber dem Vormonat / +2,8 % gegenüber dem Vorjahr (Juli).
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Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI): +0,9 % gegenüber dem Vormonat / +2,8 % gegenüber dem Vorjahr (Juli).
Damit bleibt der Inflationsdruck in der Eurozone hoch, was der EZB zusätzliche Argumente für eine Beibehaltung ihrer restriktiven Geldpolitik liefert.
EURUSD Prognose: Divergenz der Zentralbanken begünstigt den Euro
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 12.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Die aktuelle Ausgangslage im Chart des Tages zeigt eine interessante Verschiebung der Kräfteverhältnisse:
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Verschiebung der Zinsdifferenz: Lag der Vorteil bisher klar auf Seiten des US-Dollars, schwächen sich die Zinserhöhungserwartungen für die Fed nun ab, während die EZB-Zinserwartungen für September stabil hoch bleiben.
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Szenario A (Schwache US-CPI): Fällt die US-Inflation niedriger aus als erwartet, könnte sich diese Divergenz der Geldpolitik weiter zugunsten des Euro verschieben. Dies wäre ein starkes bullisches Signal für EURUSD.
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Szenario B (Starke US-CPI): Liegen die Inflationsdaten über den Erwartungen, dürfte der US-Dollar schnell wieder an Stärke gewinnen, da die Spekulationen über das Ende des Fed-Zinszyklus erneut hinterfragt würden.
Fazit & Key Takeaways
- US-Inflation als Impulsgeber: Der US-CPI-Bericht ist das Schlüsselereignis für die kurzfristige EURUSD Prognose.
- Arbeitsmarkt drückt Fed-Erwartung: Schwache ADP- und NFP-Zahlen dämpfen die Aussichten auf weitere US-Zinsschritte massiv.
- EZB bleibt falkenhaft: Die deutsche Inflation von 2,8 % y/y stützt die Erwartung einer EZB-Zinserhöhung im September.
- Fokus auf die Geldpolitik: Bestätigen die US-CPI-Daten das Bild einer sich abkühlenden US-Wirtschaft, stützt dies die Aufwärtsbewegung im Chart des Tages beim EURUSD.
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