- EU50 erreicht neues Rekordhoch
- Iran-Abkommen entlastet die Märkte
- Momentum bleibt positiv, schwächt sich aber leicht ab
- EU50 erreicht neues Rekordhoch
- Iran-Abkommen entlastet die Märkte
- Momentum bleibt positiv, schwächt sich aber leicht ab
Die Einigung zwischen den USA und dem Iran sorgt für Euphorie an den Aktienmärkten. Die größten europäischen Indizes legen um rund 1,5% zu. Der Euro Stoxx 50 erreicht dabei neue historische Höchststände und steht im Mittelpunkt unserer EU50 Prognose. Besonders profitieren Unternehmen aus der Luftfahrt- und Automobilbranche, da sinkende Ölpreise die Kostenbelastung reduzieren.
Geopolitik stützt die EU50 Prognose
Laut US-Präsident Donald Trump soll die Straße von Hormus nach der Unterzeichnung des Abkommens am Freitag wieder vollständig geöffnet werden. Iran hat bereits mit der Räumung von Seeminen begonnen.
Für die Finanzmärkte ist dies eine entscheidende Entwicklung. Die Preise für Rohöl-Futures sind entlang der gesamten Terminkurve deutlich gefallen und signalisieren ein Preisniveau von unter 80 US-Dollar bis zum Jahresende.
Sinkende Energiepreise verbessern die Aussichten für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen. Dies ist ein wichtiger Faktor für die positive EU50 Prognose.
Geldpolitik: EZB bleibt wachsam
Die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde in der vergangenen Woche fiel überraschend restriktiv aus. Sie betonte, dass Zinserhöhungen unter sämtlichen Inflationsszenarien gerechtfertigt seien - sowohl bei einer Eskalation als auch im Basisszenario und bei einer Entspannung der Lage.
Zudem verwies sie darauf, dass sich die Eurozone nicht in einem Umfeld ohne Wachstum befinde und die Konjunktur derzeit nicht erheblich gefährdet sei.
Die zunächst steigenden Zinserwartungen hielten jedoch nicht lange an. Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran führte zu einem Rückgang der Öl- und Gaspreise und verringerte damit die Inflationssorgen. Aktuell preist der Markt einen Zinsschritt erst vollständig für Dezember ein. Dies könnte sich in den kommenden Wochen jedoch erneut ändern.
Konjunkturdaten rücken in den Hintergrund
Heute steht die Veröffentlichung der Industrieproduktion für April auf der Agenda. Aus Sicht des Marktes dürfte die Reaktion jedoch begrenzt bleiben.
Zum einen konzentrieren sich Anleger aktuell auf die geopolitischen Entwicklungen. Zum anderen gelten die Daten als verspätet, da zeitgleich bereits die US-Daten für Mai veröffentlicht werden.
Chart des Tages: EU50 erreicht neues Allzeithoch
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 15.06.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Im heutigen Chart des Tages zeigt sich die beeindruckende Stärke des Euro Stoxx 50. Nach der deutlichen Korrektur Ende Februar und Anfang März kehrte der Index in seinen langfristigen Aufwärtstrend zurück und markierte heute ein neues Rekordhoch bei rund 6.270 Punkten.
Der Kurs notiert deutlich oberhalb aller relevanten gleitenden Durchschnitte (EMA 50, EMA 100 und EMA 150), die weiterhin eine klare bullische Struktur aufweisen.
Der RSI liegt aktuell bei 63,7 Punkten. Damit zeigt sich der Markt zwar stark aufgeheizt, befindet sich technisch jedoch noch nicht im überkauften Bereich oberhalb der Marke von 70 Punkten.
Auch der MACD unterstützt weiterhin das positive Bild. Die Hauptlinien notieren deutlich über der Nulllinie. Gleichzeitig beginnen sich die Histogrammbalken zu verkürzen, was auf einen allmählichen Verlust an Aufwärtsdynamik hindeuten könnte.
EU50 Prognose: Weitere Gewinne möglich
Die Kombination aus sinkenden Energiepreisen, einer Entspannung geopolitischer Risiken und einer weiterhin robusten europäischen Wirtschaft spricht kurzfristig für ein konstruktives Marktumfeld.
Solange der EU50 oberhalb seiner wichtigen gleitenden Durchschnitte notiert, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Anleger sollten jedoch die nachlassende Dynamik im MACD im Blick behalten, da diese erste Hinweise auf eine Konsolidierung liefern könnte.
Die aktuelle EU50 Prognose bleibt positiv, während der heutige Chart des Tages die starke technische Verfassung des europäischen Leitindex unterstreicht.
Michał Jóźwiak, Financial Markets Analyst bei XTB
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