- Der Goldpreis testet erstmals seit März wieder die wichtige 200-Tage-EMA
- Ein starker US-Dollar und die hawkische Haltung der Fed erhöhen den Druck auf den Goldpreis
- Die Eskalation im Nahen Osten sorgt zwar für Unsicherheit, treibt aktuell aber vor allem die Nachfrage nach dem US-Dollar statt nach Gold an
- Der Goldpreis testet erstmals seit März wieder die wichtige 200-Tage-EMA
- Ein starker US-Dollar und die hawkische Haltung der Fed erhöhen den Druck auf den Goldpreis
- Die Eskalation im Nahen Osten sorgt zwar für Unsicherheit, treibt aktuell aber vor allem die Nachfrage nach dem US-Dollar statt nach Gold an
Der Goldpreis gerät weiter unter Druck. Die Futures auf das Edelmetall verlieren rund 1,5 % und testen erstmals seit März wieder die wichtige 200-Tage-Exponentielle-Gleitende-Durchschnittslinie (EMA). Damit steht der Goldpreis an einer technisch entscheidenden Unterstützung.
► Gold WKN: 965515 | ISIN: XC0009655157 | Ticker: Gold
Belastet wird der Markt derzeit von einem starken US-Dollar sowie einer zunehmend restriktiven Haltung der US-Notenbank Fed.

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 28.05.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Goldpreis erreicht kritische technische Zone
Der Goldpreis hat aktuell seine 200-Tage-EMA erreicht, während sich der Relative-Stärke-Index (RSI) nur noch knapp oberhalb der überverkauften Zone bei 30 Punkten bewegt. Auffällig ist zudem, dass die jüngste geopolitische Volatilität von geringeren Handelsvolumina begleitet wurde als in den vergangenen Quartalen.
Diese Kombination könnte darauf hindeuten, dass sich der Markt an einem potenziellen Wendepunkt befindet - entweder als technische Stabilisierung oder als Auslöser für eine weitere Verkaufswelle.
Was bewegt den Goldpreis heute?
Eskalation zwischen den USA und Iran
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärfen sich erneut. Die USA meldeten den Abschuss von vier iranischen Drohnen sowie die Zerstörung einer Bodenstation nahe der Straße von Hormus. Daraufhin reagierte der Iran mit einem Angriff auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait.
Gleichzeitig scheitern die diplomatischen Bemühungen weiter. Präsident Trump lehnte einen iranisch-omanischen Vorschlag zur gemeinsamen Sicherung der Handelsrouten durch die Straße von Hormus ab und drohte Teheran mit weiteren Maßnahmen.
Waffenruhe im Libanon vor dem Kollaps
Auch die Lage im Libanon verschlechtert sich deutlich. Israel intensivierte seine Angriffe gegen die Hisbollah im Süden des Landes massiv und griff allein in dieser Woche rund 550 Ziele an. Die fragile Waffenruhe aus dem April steht damit kurz vor dem Zusammenbruch. Mehr als 1,2 Millionen Menschen wurden bereits vertrieben.
Starker US-Dollar belastet den Goldpreis
Die neuen geopolitischen Spannungen haben die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung abrupt beendet. Dadurch steigt die Nachfrage nach sicheren Häfen erneut stark an - vor allem nach dem US-Dollar.
Der Dollar-Index erreicht damit wieder Niveaus, die zuletzt während der Eskalation Mitte März gesehen wurden. Ein stärkerer Dollar belastet typischerweise den Goldpreis, da Gold für Käufer außerhalb der USA teurer wird.
Hawkische Fed erhöht Druck auf Goldpreis
Zusätzlichen Gegenwind erhält der Goldpreis durch die aggressive Kommunikation mehrerer Fed-Vertreter. Fed-Gouverneurin Lisa Cook erklärte, dass weitere Zinserhöhungen möglich seien, falls sich die Inflation weiterhin hartnäckig zeigt.
Auch Neel Kashkari betonte, dass der robuste Arbeitsmarkt zusätzlichen Spielraum für eine straffere Geldpolitik biete. Diese hawkishe Haltung stärkt den US-Dollar zusätzlich und erhöht gleichzeitig die Opportunitätskosten für Gold als nicht-verzinsliche Anlage.
Fazit zum Chart des Tages
Der Goldpreis steht technisch und fundamental unter Druck. Die Kombination aus einem starken US-Dollar, steigenden Zinserwartungen und geopolitischer Unsicherheit sorgt derzeit für hohe Volatilität am Goldmarkt.
Besonders wichtig bleibt nun die 200-Tage-EMA. Sollte diese Unterstützung nachhaltig brechen, könnte sich die Korrektur beim Goldpreis weiter beschleunigen.
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