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11:03 · 21. Mai 2026

🛢️Chart des Tages 🔴 WTI Ölpreis reagiert erneut auf Trumps Äußerungen. Echter Einbruch oder nur eine Korrektur?

WTI Ölpreis unter Druck - Chart des Tages zeigt entscheidende Unterstützungszone
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Der WTI Ölpreis fiel nach Aussagen von Donald Trump um mehr als 5 % 
  • Im Chart des Tages steht die wichtige Unterstützungszone zwischen 90 und 93 USD im Fokus 
  • Goldman Sachs, JPMorgan, IEA und EIA warnen weiterhin vor einem strukturellen Angebotsdefizit  

Der Ölmarkt hat erneut gezeigt, wie stark - aber oft auch nur kurzfristig - die Aussagen von Donald Trump die Märkte bewegen können. Trumps jüngste Kommentare, wonach sich die USA in den "finalen Gesprächen" mit dem Iran befinden und mit deutlich "vernünftigeren" Vertretern aus Teheran verhandeln, sorgten schlagartig für Entspannung unter Anlegern. Der WTI Ölpreis reagierte sofort mit deutlichen Verlusten.

► WTI WKN:792451 | ISIN:XC0007924514 | Ticker: WTI ÖL

Doch die zentrale Frage bleibt: Handelt es sich diesmal tatsächlich um Fortschritte - oder erneut nur um kurzfristige Hoffnungsschimmer ohne nachhaltige Wirkung?

WTI Ölpreis bleibt trotz politischer Hoffnung fundamental angespannt

Hinter der optimistischen politischen Rhetorik bleibt die Realität am Ölmarkt angespannt. Der Krieg dauert inzwischen bereits 83 Tage an und die Straße von Hormus - eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport - ist mittlerweile seit zwölf Wochen blockiert.

Zwar signalisiert der Iran eine schrittweise Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs, doch unabhängige Daten zeichnen ein anderes Bild. Laut Goldman Sachs liegt das Verkehrsaufkommen aktuell lediglich bei rund 5 % des normalen Niveaus. Lediglich kleinere Schiffe oder seit Wochen festgesetzte Tanker passieren derzeit die Meerenge.

Gleichzeitig dämpft auch die US-Regierung die Hoffnungen auf eine schnelle Entspannung. US-Vizepräsident Vance betonte zuletzt, dass das Militär jederzeit erneut eingreifen könne. Der Iran reagierte darauf mit Drohungen, den Konflikt "über die Region hinaus" auszuweiten.

Vor diesem Hintergrund steht der jüngste Rückgang beim WTI Ölpreis im klaren Gegensatz zu den langfristigen Prognosen großer Investmentbanken und Energieagenturen für 2026.

Chart des Tages: WTI Ölpreis testet entscheidende Trendlinie

WTI Prognose im Chart des Tages

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 21.05.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Der WTI Ölpreis verlor gestern mehr als 5 % und fiel von rund 104,50 USD je Barrel zeitweise unter die Marke von 99 USD. Heute richtet sich der Fokus der Anleger erneut auf neue Entwicklungen im Nahen Osten.

Aus technischer Sicht bewegt sich der Markt aktuell innerhalb einer Dreiecksformation. Besonders wichtig bleibt dabei die untere Begrenzung in Kombination mit der aufwärtsgerichteten Trendlinie sowie dem 25-Tage-SMA, der stärkere Verluste bislang begrenzt.

Erst ein nachhaltiger Rückfall unter die Unterstützungszone zwischen 90 und 93 USD je Barrel könnte ein tieferes Korrekturszenario aktivieren.

Selbst bei einer Wiederöffnung der Straße von Hormus dürfte der physische Ölmarkt jedoch angespannt bleiben. Entsprechend könnten sich Ölpreise weiterhin oberhalb von 80 USD stabilisieren.

Goldman Sachs und JPMorgan bleiben für den WTI Ölpreis bullisch

Die großen Wall-Street-Banken begegnen den politischen Entwicklungen weiterhin mit Skepsis und halten an ihren hohen Ölpreisprognosen fest.

Goldman Sachs erwartet steigenden WTI Ölpreis bis 2026

Goldman Sachs hob Ende April die Prognose für das vierte Quartal 2026 an. Die Bank erwartet nun einen Brent-Preis von 90 USD sowie einen WTI Ölpreis von 83 USD je Barrel. Zuvor lagen die Prognosen bei 83 USD beziehungsweise 78 USD.

Die Analysten gehen davon aus, dass sich die Lage in der Straße von Hormus erst gegen Ende Juni normalisieren könnte. Gleichzeitig verweist Goldman Sachs auf den Ausfall von rund 14,5 Millionen Barrel täglicher Förderkapazität im Nahen Osten, was die globalen Lagerbestände massiv belastet.

JPMorgan sieht anhaltende Defizite am Ölmarkt

JPMorgan rechnet für 2026 mit einem durchschnittlichen Brent-Preis von 96 USD je Barrel und einem durchschnittlichen WTI Ölpreis von 89 USD.

Die Bank warnt davor, dass die Blockade die Marktstruktur vollständig verändert habe. Sollte sich der Konflikt weiter hinziehen, könnten vor allem stark steigende Preise für raffinierte Produkte die globale Nachfrage erheblich belasten.

IEA und EIA bestätigen historischen Angebotsschock

Auch die offiziellen Energieagenturen IEA und EIA sehen den Ölmarkt weiterhin unter erheblichem Druck.

IEA erwartet deutlichen Rückgang der Nachfrage

Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert für 2026 einen Rückgang der globalen Ölnachfrage um 420.000 Barrel pro Tag im Jahresvergleich auf rund 104 Millionen Barrel täglich.

Das entspricht einem Rückgang von 1,3 Millionen Barrel pro Tag gegenüber den Erwartungen vor Ausbruch des Konflikts. Gründe dafür seien vor allem hohe Preise, die schwächere Konjunktur sowie umfangreiche Energiesparprogramme.

Gleichzeitig sank das weltweite Ölangebot im April um weitere 1,8 Millionen Barrel pro Tag. Seit Februar summieren sich die Ausfälle laut IEA bereits auf 12,8 Millionen Barrel täglich.

EIA sieht massives Angebotsdefizit

Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Prognose für das globale Angebotsdefizit 2026 drastisch angehoben. Die Behörde rechnet nun mit einem Defizit von 2,56 Millionen Barrel pro Tag - gegenüber lediglich 0,30 Millionen Barrel noch im Vormonat.

Besonders im zweiten Quartal erwartet die EIA einen massiven Rückgang der weltweiten Lagerbestände um bis zu 8,5 Millionen Barrel pro Tag. Dadurch könnten die Brent-Preise kurzfristig im Bereich von 106 USD verharren.

Fazit: Rücksetzer beim WTI Ölpreis bislang nur technische Korrektur

Die Aussagen Donald Trumps sorgen zwar kurzfristig für Entspannung am Ölmarkt, doch die fundamentalen Risiken bleiben hoch. Sowohl Goldman Sachs als auch JPMorgan, die IEA und die EIA warnen weiterhin vor einem strukturellen Angebotsdefizit.

Solange die Straße von Hormus nicht vollständig und sicher für den internationalen Schiffsverkehr geöffnet wird, dürften Rückgänge beim WTI Ölpreis vor allem technische und kurzfristige Korrekturen bleiben.

 

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