- MiFID II-Umsetzung könnte Effizienz europäischer Aktienmärkte beeinträchtigt haben
- DE30 gleicht anfängliche Verluste aus; notiert nahe der 10.500 Punkte-Marke
- Deutsche Telekom verklagt deutsche Behörden wegen 5G-Ausschreibungsregeln
Die über Nacht veröffentlichten Daten deuten darauf hin, dass das chinesische verarbeitende Gewerbe in das Kontraktionssgebiet eintritt. Dieses schwache Daten-Update verdarb während der Asien-Sitzung die Stimmung, was dazu führte, dass der HSCEI (CHNComp) um 3% fiel. Im Gegenzug beobachteten wir eine tiefere Eröffnung an den meisten europäischen Börsen. Am französischen Aktienmarkt sind die stärksten Rückgänge zu verzeichnen, während die Aktien in Deutschland am widerstandsfähigsten gegen den Abwärtsdruck sind.
Der DE30 scheint auf seinem rückläufigen Kurs zu bleiben, da die Abwärtstrendstruktur intakt bleibt. Der morgendliche Rückgang an den Futures-Märkten wurde jedoch recht schnell abgebaut und der deutsche Leitindex notiert nahe seines Eröffnungspreises um die 10.500 Punkte. Beachten Sie, dass er ein weiteres Mal positiv auf den Bereich bei 10.430 Punkten reagierte. Quelle: xStation 5
Anfang 2019 jährt sich zum ersten Mal die Umsetzung der “Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente” (MiFID II). Die Nachrichtenagentur Reuters hat analysiert, wie sich die neuen Vorschriften auf die europäische Investmentindustrie ausgewirkt haben, und die Ergebnisse ihrer Forschung sind etwas beunruhigend. Es stellt sich nämlich heraus, dass MiFID II bei einer Vielzahl von Brokern zu einer geringeren Abdeckung von Aktien führte. Im Laufe des vergangenen Jahres sank die durchschnittliche Anzahl der Analysten, die Aktien aus den Indizes DE30, CAC 40, IBEX und FTSE 100 bewerten, von 23 auf 21. Bei kleinen und mittleren Unternehmen sieht die Situation noch schlimmer aus: Small-Cap-Aktien aus Großbritannien werden nun von durchschnittlich nur noch 2,6 Analysten verfolgt, während die deutschen Pendants von 8,5 Analysten verfolgt werden. Bei einigen Aktien führt der Rückgang dazu, dass nur ein Analyst einem Unternehmen folgt. Ein hoher Abdeckungsgrad steigert die Liquidität und unterstützt damit die Preisfindung, was zu einem effizienten Markt führt. In diesem Kontext kann man zu dem Schluss kommen, dass MiFID II die Effizienz des europäischen Aktienmarktes im ersten Jahr nach der Umsetzung negativ beeinflusst hat.
Wichtige europäische Aktiennindizes nach den ersten beiden Handelsstunden:
- DE30: -0,51%
- CAC 40 (FRA40): -1,90%
- FTSE 100 (UK100): -1,08%
- IBEX (SPA35): -1,55%
- FTSE MIB (ITA40): -1,57%
Die deutschen Energieversorger sind führend im deutschen Leitindex, während die meisten anderen DE30-Titel Rückgänge verzeichnen. Quelle: Bloomberg
Unternehmensnachrichten
Die Deutsche Lufthansa (LHA.DE / WKN: 823212) ist einer der wenigen DE30-Werte, die heute höher notieren. Der Grund für die gute Performance ist eine Heraufstufung durch die Citibank. Die Bank hob ihre Empfehlung für die Lufthansa-Aktie von "Verkaufen" auf "Neutral" an.
Die Deutsche Telekom (DTE.DE / WKN: 555750) trat in die Fußstapfen von Vodafone (VOD.UK / ISIN: GB00BH4HKS39) und Telefonica (TEF1.ES / ISIN: ES0178430E18) und verklagt Deutschland wegen der Frequenzauktionen. Nach Angaben des Unternehmens sind die Vorschriften für die Anwendung von Auktionen so streng, dass sie den Wert des verkauften Produkts überwiegen. Unternehmen argumentieren, dass eine solche Situation die Einführung der 5G-Technologie in Europa verzögert und damit ihre Gewinne einschränkt. Telekom-Sprecher Andreas Middel behauptete, dass die Regeln "weit über das hinausgehen, was vernünftig ist", während Vodafone argumentierte, dass Ausschreibungsregeln eine Erstinvestition fast unmöglich machen.
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