DE30: Klöckner steigt nach Fusionsgerüchten

12:00 23. August 2019

++ Europäische Aktien steigen vor Treffen in Jackson Hole ++ DE30 notiert weiterhin unterhalb einer wichtigen Widerstandszone ++ ThyssenKrupp führt DE30-Gewinne an ++

Die europäischen Aktienmärkte liegen zu Beginn der Freitagssitzung im Plus. Überall in Europa sind Gewinne zu beobachten, wobei nur Aktien aus Russland underperformen. Der polnische WIG20 (W20) steigt am meisten, gefolgt vom britischen FTSE 100 (UK100). IT-, Bergbau- und Immobilienwerte führen die Zuwächse im STOXX Europe 600 an.

Die Widerstandszone oberhalb der 11.800 Punkte-Marke festigt sich und wehrt die DE30-Bullen ab. Dem deutschen Leitindex fehlt eindeutig ein Katalysator für einen Durchbruch. Das Zentralbank-Treffen in Jackson Hole könnte ein solcher Katalysator sein. Die Rede von Jerome Powell um 16:00 Uhr könnte große Bewegungen an den Devisen- und Aktienmärkten auslösen, daher sollten Händler auf der Hut bleiben. Quelle: xStation 5

WILL THYSSENKRUPP STAHLFUSION DURCHFÜHREN?
ThyssenKrupp (TKA.DE / WKN: 750000) gehört bei der letzten Handelssitzung der Woche zu den stärksten DE30-Werten. Laut einem Bericht des Handelsblatts befindet sich das Industrieunternehmen in fortgeschrittenen Gesprächen über die Fusion seines Stahlbereichs mit Klöckner (KCO.DE / WKN: KC0100). Man erinnere sich, dass die EU-Kommission ThyssenKrupp kürzlich daran gehindert hat, mit Tata Steel zu fusionieren. Neben Klöckner soll ThyssenKrupp auch die Fusion mit Salzgitter (SZG.DE / WKN: 620200) als Alternative prüfen. Nach Angaben der Zeitung könnte die Übernahme teilweise mit Geld finanziert werden, das ThyssenKrupp aus dem Börsengang seiner Aufzugseinheit erhält. Die Aktie von Klöckner verzeichnet nach den Nachrichten zweistellige Zuwächse.

ThyssenKrupp führt am Freitagmorgen die DE30-Gewinne an. Quelle: Bloomberg

WEITERE UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
Anfang dieser Woche haben wir darüber geschrieben, dass die Commerzbank (CBK.DE / WKN: CBK100) die Zahl der deutschen Einzelhandelsfilialen zwischen 100 und 200 reduzieren könnte. Die Börsen-Zeitung berichtete, dass mit den Schließungen ein Abbau von Arbeitsplätzen verbunden sein dürfte. Nach Angaben der Zeitung könnte die Bank beschließen, die Mitarbeiterzahl zwischen 1.800 und 2.500 Stellen zu reduzieren. Die Entscheidung in dieser Angelegenheit soll auf der Vorstandssitzung im September getroffen werden.

Die Deutsche Bank (DBK.DE / WKN: 514000) hat einen Vergleich mit der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde erreicht und wird zur Begleichung ausländischer Korruptionsvorwürfe 16,2 Mio. USD zahlen. Die US-Regulierungsbehörde warf dem Kreditgeber vor, Angehörige von Regierungsbeamten einzustellen, um günstigere Entscheidungen zu treffen. Diese Mitarbeiter haben oft den Rekrutierungsprozess umgangen und waren nicht verpflichtet, ihre Fachkenntnisse nachzuweisen. In einer Erklärung sagte die SEC, dass die Deutsche Bank an der Untersuchung mitgewirkt habe, was zu einem relativ kleinen Vergleich geführt habe.

Unter den DE30-Outperformern findet man auch SAP (SAP.DE / WKN: 716460). Das Unternehmen profitiert von der verbesserten Stimmung gegenüber den Softwareaktien. Die Stimmung hat sich verbessert, nachdem das US-amerikanische Softwareunternehmen Salesforce gestern die Umsatzprognose angehoben hat. Die Prognosen übertrafen die Erwartungen der Analysten und deuteten auf eine verbesserte Situation in der Branche hin.

ThyssenKrupp befindet sich seit anderthalb Jahren in einem Abwärtstrend. Die Aktie stieg in dieser Woche deutlich an und könnte einen Test der Widerstandszone um die 11 EUR-Marke vornehmen. Man beachte, dass die Abwärtstrendlinie sowie die 50-Tage-Linie leicht darüber zu finden sind, sodass Bullen es bei weiteren Anstiegen schwer haben könnten. Quelle: xStation 5

NÄCHSTE HITZEWELLE IN EUROPA
Die Temperaturen in Europa erreichen Rekordniveaus. Wie könnte sich eine Dürreplage auf diverse Märkte - wie z.B. Weizen - auswirken? Und wie könnte man sich als Trader auf diese und andere Katastrophen vorbereiten? In unserer Risikoanalyse 7 mögliche Desaster in 2019 gehen wir auf diese und sechs weitere potenzielle Gefahren ein.
Jetzt kostenfrei herunterladen
 

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Teilen:
Zurück