- Die US-Erzeugerpreise lagen im Juni in allen Kategorien unter den Markterwartungen
- Nach den schwachen VPI-Daten bestätigt sich ein breiter Disinflationstrend in den USA
- Ein nachgebender Inflationsdruck belastet den US-Dollar und verbessert kurzfristig die Aussichten für EUR/USD
- Die US-Erzeugerpreise lagen im Juni in allen Kategorien unter den Markterwartungen
- Nach den schwachen VPI-Daten bestätigt sich ein breiter Disinflationstrend in den USA
- Ein nachgebender Inflationsdruck belastet den US-Dollar und verbessert kurzfristig die Aussichten für EUR/USD
Die neuesten US-Erzeugerpreisdaten liefern ein weiteres Argument für eine nachlassende Inflation in den USA. Nachdem bereits die VPI-Daten am Dienstag positiv überrascht hatten, lagen auch die Erzeugerpreise (PPI) im Juni durchweg unter den Markterwartungen. Für den Devisenmarkt ist dies ein wichtiges Signal, da die Daten den Druck auf die US-Notenbank erhöhen könnten, ihren restriktiven Kurs künftig weniger aggressiv fortzusetzen.
US-PPI im Überblick
Die wichtigsten Daten im Überblick:
- PPI im Monatsvergleich: -0,3% (Prognose: 0,0%)
- Kern-PPI im Monatsvergleich: +0,2% (Prognose: +0,3%)
- PPI im Jahresvergleich: +5,5% (Prognose: +6,2%)
- Kern-PPI im Jahresvergleich: +4,7% (Prognose: +5,1%)
Bereits am Vortag hatte der US-VPI ebenfalls deutlich unter den Erwartungen gelegen:
- VPI im Monatsvergleich: -0,4% (Prognose: -0,1%)
- VPI im Jahresvergleich: 3,5% nach zuvor 4,2%
- Kern-VPI im Monatsvergleich: unverändert
- Kern-VPI im Jahresvergleich: 2,6%
Damit senden sowohl Verbraucher- als auch Erzeugerpreise dasselbe Signal: Der Inflationsdruck in den USA nimmt weiter ab. Besonders bemerkenswert ist dies vor dem Hintergrund, dass die Erzeugerpreise im Jahresvergleich im Mai noch bei 6,5% gelegen hatten.
Forex Aktuell: US-Dollar gerät nach Daten unter Druck

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 15.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Am Devisenmarkt reagierte der US-Dollar unmittelbar mit leichten Verlusten. Schwächere Erzeugerpreise reduzieren tendenziell den Druck auf die Federal Reserve, die Geldpolitik weiter zu verschärfen. Sinkende Inflationserwartungen führen häufig zu fallenden US-Renditen und belasten damit den Greenback. Da sowohl die VPI- als auch die PPI-Daten in dieser Woche deutlich unter den Erwartungen ausfielen, dürfte der Markt seine Erwartungen an den weiteren Zinspfad der Fed erneut anpassen. Noch vor wenigen Wochen hatte die US-Notenbank aufgrund der hartnäckigen Inflation eine vorsichtige Haltung gegenüber Zinssenkungen eingenommen. Die aktuellen Daten sprechen nun jedoch für eine deutliche Entspannung beim Preisauftrieb.
EURUSD Prognose: Chancen auf weitere Erholung steigen
Für das Währungspaar EUR/USD verbessern die aktuellen Inflationsdaten kurzfristig die Ausgangslage. Ein schwächerer US-Dollar stützt den Euro, da sinkende Zinserwartungen in den USA den Zinsvorteil des Dollars verringern. Ob sich daraus ein nachhaltiger Aufwärtstrend entwickelt, wird jedoch maßgeblich von den kommenden US-Konjunkturdaten sowie den Aussagen der Fed-Mitglieder abhängen. Sollten sich weitere Anzeichen einer nachlassenden Inflation bestätigen, dürfte dies die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik weiter stärken und den Dollar zusätzlich belasten.
Experten Fazit
Die Kombination aus überraschend schwachen VPI- und PPI-Daten liefert ein klares Signal, dass sich der Inflationsdruck in den USA abschwächt. Für den Devisenmarkt erhöht dies die Wahrscheinlichkeit eines weniger restriktiven Zinspfades der Fed. Kurzfristig spricht dies für einen schwächeren US-Dollar und unterstützt damit die aktuelle EURUSD Prognose.
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FAQ
Warum sind die US-Erzeugerpreise für den EUR/USD wichtig?
Die Erzeugerpreise gelten als Frühindikator für die Inflation. Schwächere Daten können die Erwartungen an die Geldpolitik der Fed verändern und damit den US-Dollar beeinflussen.
Was bedeuten die aktuellen PPI-Daten für die Fed?
Die unter den Erwartungen liegenden Erzeugerpreise sprechen für einen nachlassenden Inflationsdruck. Dadurch könnte die Fed künftig weniger restriktiv agieren als bislang erwartet.
Wie wirkt sich das auf die EURUSD Prognose aus?
Ein schwächerer US-Dollar verbessert kurzfristig die Chancen auf steigende EUR/USD-Kurse. Ob sich der Trend fortsetzt, hängt von den nächsten Konjunkturdaten und den Aussagen der US-Notenbank ab.
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