11:39 · 1. Juli 2026

Einkaufsmanagerindex (PMI) der Eurozone: EURUSD zieht an dank Produktionswachstum und sinkender Inflation 🇪🇺

Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Kurs des EURUSD stieg leicht an, nachdem die Inflationsdaten aus Frankreich, Deutschland und der gesamten Eurozone über den Erwartungen lagen. Das Euro Dollar Währungspaar bleibt jedoch in der Spanne von 1,1380 bis 1,1430 gefangen. Im weiteren Verlauf der Handelssitzung stehen zusätzliche Volatilitätskatalysatoren an – darunter die HICP-Inflation der Eurozone, der ADP-Beschäftigungsbericht und das Sintra-Panel mit den wichtigsten Zentralbankpräsidenten. Das Aufwärtsmomentum für den EURUSD könnte sich verstärken, wenn das Paar über seine wichtigen exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMAs) ausbricht. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Euro Dollar leicht mit 0,15 % im Minus. 

Der verarbeitende Sektor der Eurozone zeigte zum Ende des ersten Halbjahres eine ermutigende Widerstandsfähigkeit. Während der S&P Global Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone im Juni leicht auf ein Viermonatstief von 51,4 (von 51,6 im Mai) zurückging, blieb er den fünften Monat in Folge im Expansionsbereich. Die zugrunde liegenden Daten offenbaren eine komplexe Dynamik im Sektor: Die Fabrikproduktion beschleunigt sich, die Lieferketten bleiben angespannt (zeigen aber erste Anzeichen einer Stabilisierung) und sinkende Energiekosten verschaffen den Herstellern eine dringend benötigte Erleichterung.

Der Kurs des EURUSD stieg leicht an, nachdem die Inflationsdaten aus Frankreich, Deutschland und der gesamten Eurozone über den Erwartungen lagen. Das Euro Dollar Währungspaar bleibt jedoch in der Spanne von 1,1380 bis 1,1430 gefangen. Im weiteren Verlauf der Handelssitzung stehen zusätzliche Volatilitätskatalysatoren an – darunter die HICP-Inflation der Eurozone, der ADP-Beschäftigungsbericht und das Sintra-Panel mit den wichtigsten Zentralbankpräsidenten. Das Aufwärtsmomentum für den EURUSD könnte sich verstärken, wenn das Paar über seine wichtigen exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMAs) ausbricht. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Euro Dollar leicht mit 0,15 % im Minus. 

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 01.07.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Sektordynamik: Produktion vs. Nachfrage

Trotz des leichten Rückgangs des Gesamt-PMI erlebte die tatsächliche Fabrikproduktion einen deutlichen Schub und markierte das stärkste Kalenderquartal für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone seit Anfang 2022. Diese Entwicklung stützt langfristig auch die Fundamentaldaten für den EURUSD.

  • Beschleunigte Produktion: Der PMI-Produktionsindex erholte sich auf ein Zweimonatshoch von 51,7 (nach 51,3 im Mai) und markierte damit sechs aufeinanderfolgende Monate mit steigenden Produktionsvolumina.

  • Geografische Divergenz: Das Produktionswachstum war in der gesamten Eurozone weit verbreitet. Spanien und Frankreich waren im Juni die einzigen Mitgliedsländer, die keine Expansion verzeichneten.

  • Fragile Nachfrage: Die Auftragseingänge kehrten nach einer Stagnation im Mai zum Wachstum zurück, wenngleich der Anstieg nur marginal war. Die Exportnachfrage (die auch den Handel innerhalb der Eurozone umfasst) blieb eine der Hauptbremsen für den Sektor und schrumpfte den zweiten Monat in Folge.

  • Anhaltende Belastungen der Lieferkette: Der Index für die Lieferzeiten der Zulieferer stieg auf ein Dreimonatshoch, was eine leichte Entspannung der logistischen Engpässe signalisiert. Die Kapazitäten der Anbieter bleiben jedoch stark angespannt, und die Lieferzeiten liegen immer noch deutlich unter dem Niveau, das vor dem Ausbruch der Konflikte im Nahen Osten verzeichnet wurde.

Nachlassender Inflationsdruck und moderaterer Stellenabbau

Ein wesentliches Highlight der Juni-Umfrage war eine deutliche Abkühlung des Kostenumfelds, die in erster Linie durch einen starken Rückgang der internationalen Ölpreise getrieben wurde. Dies ist ein entscheidender Faktor für die zukünftige Geldpolitik der EZB und damit richtungsweisend für den Euro Dollar Kurs.

  • Geringste Kosteninflation seit März: Während die Inputkosten erhöht bleiben, verlangsamte sich die Rate der Inputpreisinflation im Juni spürbar und unterbrach damit den anhaltenden Aufwärtstrend, der im September letzten Jahres begann.

  • Weniger aggressive Ab-Werk-Preise: Entsprechend der Entlastung bei den Inputkosten mäßigten die Hersteller in der Eurozone ihr eigenes Preissetzungsverhalten. Die Inflation der Erzeugerpreise (Output charges) ging in der Folge auf ein Dreimonatstief zurück.

  • Moderater Personalabbau: Die Beschäftigtenzahlen in den Fabriken gingen im Juni weiter zurück. Die Rate des Stellenabbaus war jedoch moderat und fiel geringer aus als noch im Mai.

  • Wiederkehrendes Vertrauen: Der Geschäftsoptimismus hinsichtlich der künftigen Produktion kletterte auf ein Viermonatshoch und setzte damit seine Erholung vom 17-Monats-Tief aus dem April fort. Die Erwartungen für das kommende Jahr liegen jedoch weiterhin leicht unter ihrem historischen Trend.

 

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