09:57 · 13. August 2026

CHART des Tages: GBPUSD fällt aufgrund des langsameren BIP-Wachstums in Großbritannien! Ein unüberwindbarer Seitwärtstrend?

Chart des Tages: GBPUSD Prognose nach Briten-BIP – Fällt das Pfund weiter?
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • GBP/USD in der Konsolidierung: Trotz kurzfristiger Erholungsversuche steckt das Währungspaar weiter in einem Seitwärtstrend fest. Das lokale Hoch bei 1,3545 bildet den zentralen Widerstand, während der Bereich um 1,3400–1,3470 (gleitende Durchschnitte EMA10 bis EMA100) als entscheidende Pufferzone fungiert.
  • BIP-Verlangsamung mit Lichtblick: Das britische Wirtschaftswachstum hat sich im Q2 auf 0,4 % verlangsamt (nach 0,6 % im Q1). Allerdings überraschte der Monat Juni mit 0,3 % Wachstum positiv gegenüber den erwarteten Rückgängen, was eine schärfere Abkühlung vorerst verhinderte.
  • Dienstleistungen stützen, Gegenwind droht: Treibende Kraft bleibt der Dienstleistungssektor (+0,5 %) und die Stärke der Verbraucherausgaben. Dieser Rückenwind droht jedoch durch steigende Energiepreise (+13 % bei der Preisdeckelung) und kaufkraftbelastende geopolitische Einflüsse an Dynamik zu verlieren.

Das Britische Pfund beendet seine jüngste Gewinnserie nach der Veröffentlichung der aktuellen BIP-Daten aus Großbritannien. Das Wirtschaftswachstum hat sich spürbar verlangsamt, wenngleich die Juni-Zahlen auf einen vergleichsweise widerstandsfähigen Konsum hindeuten. Während die Renditen britischer Staatsanleihen weitgehend unverändert bleiben, setzt der GBP/USD – weiterhin gefangen in einer Konsolidierung – nach einem Abprall am unmittelbaren Widerstand seinen Abwärtstrend fort.

► GBPUSD  ISIN: GB0031973075 | WKN: 720088 | Ticker: GBP/USD

Technische Analyse: GBPUSD Prognose im Tageschart (D1)

Der Kurs von GBP/USD befindet sich in einem klar ausgeprägten Seitwärtstrend. Dies spiegelt unter anderem die Unsicherheit bezüglich der künftigen Geldpolitik in beiden Währungsräumen wider. Aktuell notiert der Wechselkurs exakt auf dem Niveau, auf dem er das Jahr begonnen hat. Nach dem gestrigen Ausbruch über das lokale Hoch bei 1,3545 testet der Kurs derzeit das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level bei 1,3480. Dieses Niveau fällt eng mit dem exponentiellen 10-Tage-Durchschnitt zusammen (EMA10; gelbe Linie).

Für die GBPUSD Prognose gilt: Eine Stabilisierung des Kurses oberhalb der gleitenden Durchschnitte (EMA10, EMA30 und EMA100 im Bereich von 1,3400 bis 1,3470) ist entscheidend, um die jüngste Erholung aufrechtzuerhalten und einen Ausbruch aus der Seitwärtsrange einzuleiten.

  • RSI (14): Mit einem Wert von 58,2 signalisiert der Indikator noch Raum für weitere Kursgewinne.
  • Wichtigster Widerstand: Das lokale Hoch bei 1,3545.
  • Zentrale Unterstützung: Die Marke von 1,3440 (38,2%-Fibonacci-Retracement).
GBPUSD Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 13.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Was treibt den Wechselkurs von GBP/USD heute an?

1. Verlangsamung des britischen BIP-Wachstums

Das Wirtschaftswachstum im Vereinigten Königreich verlangsamte sich im zweiten Quartal auf 0,4% (nach 0,6% im Q1). Der Monat Juni überraschte jedoch positiv: Die Wirtschaft wuchs um 0,3%, während Analysten im Vorfeld mit einem Rückgang von 0,1% gerechnet hatten.

2. Dienstleistungssektor als Haupttreiber

Das Wachstum wurde überwiegend durch einen Anstieg von 0,5% im Dienstleistungssektor getragen. Besonders der Bereich Information und Kommunikation stach mit einem Plus von 2,7% hervor. Die Baugewerbe-Produktion stieg um 0,3%, während die Industrieproduktion über das gesamte Quartal hinweg stagnierte.

3. Konsumstärke trifft auf drohenden Gegenwind

Die Widerstandsfähigkeit der britischen Wirtschaft stützte sich zuletzt primär auf die Verbraucher. Begünstigt durch sonniges Wetter und die Stimmung rund um die Fußball-Weltmeisterschaft blieben die Ausgaben in den Bereichen Einzelhandel, Gastgewerbe und Werbung hoch.

Allerdings könnte dieser Rückenwind bald verfliegen. Störungen durch den Nahost-Konflikt sowie die Anhebung der Energiepreisdeckelung um 13% belasten die Haushaltsbudgets zunehmend. Finanzminister John Healey betonte vor diesem Hintergrund die Dringlichkeit, das wirtschaftliche Wachstum im gesamten Land trotz der anhaltenden Herausforderungen gezielt voranzutreiben.

 

 

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