- Der US-Dollar gibt im Vorfeld der Veröffentlichung des Berichts nach.
- Der Markt rechnet bis zum Jahresende mit keiner Änderung der US-Zinssätze.
- Ein schwacher Wert könnte die Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen verstärken.
- Der US-Dollar gibt im Vorfeld der Veröffentlichung des Berichts nach.
- Der Markt rechnet bis zum Jahresende mit keiner Änderung der US-Zinssätze.
- Ein schwacher Wert könnte die Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen verstärken.
Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für April um 14:30 Uhr dürfte zu einem entscheidenden Belastungstest für den US-Dollar werden. Die US-Währung steht trotz geopolitischer Spannungen zuletzt unter Druck. Besonders für den EURUSD bleibt die heutige Veröffentlichung ein zentraler Faktor für die kurzfristige Richtung. Im Fokus der Märkte steht daher die aktuelle EURUSD Prognose sowie die Frage, wie sich die Fed in den kommenden Monaten positionieren wird.
► EURUSD WKN 965275 | ISIN EU0009652759 | Ticker: EUR/USD
Starke März-Daten stützten den Dollar
Die Daten aus dem März überraschten deutlich positiv. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft übertraf selbst die optimistischsten Erwartungen und erreichte mit 178.000 den höchsten Stand seit Dezember 2024. Gleichzeitig gingen sowohl die Arbeitslosenquote auf 4,3 % als auch das Lohnwachstum auf 3,5 % zurück.
Für die Federal Reserve war dies ein wichtiges Signal: Die US-Notenbank sah sich dadurch nicht gezwungen, die Zinsen kurzfristig zu senken - insbesondere vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und anhaltender Inflationsrisiken. Für die aktuelle EURUSD Prognose bleibt der Arbeitsmarkt daher ein entscheidender Einflussfaktor.
Forex Aktuell: Geopolitische Risiken bleiben hoch
Auch geopolitisch bleibt die Lage angespannt. Hoffnung kam zunächst durch Berichte von Axios auf, wonach an einem Friedensmemorandum gearbeitet werde. Am Donnerstagabend dominierten jedoch erneut Spekulationen über eine mögliche Wiederaufnahme militärischer Aktivitäten, falls bis zum China-Besuch von Donald Trump am 14.-15. Mai keine dauerhafte Einigung zwischen den USA und Iran erzielt wird.
Diese Unsicherheit sorgt aktuell für erhöhte Volatilität am Devisenmarkt. Besonders im Bereich Forex Aktuell beobachten Anleger weiterhin starke Bewegungen im EURUSD sowie beim US-Dollar-Index.
Fed zwischen Inflation und Arbeitsmarkt
Die heutigen Daten besitzen für die Federal Reserve hohe Relevanz. Die Notenbank verfolgt ein doppeltes Mandat: Preisstabilität und maximale Beschäftigung. Während die Inflation weiterhin Sorgen bereitet, bleibt der Arbeitsmarkt bislang robust.
Bei der letzten Sitzung zeigte sich innerhalb des FOMC eine deutliche Spaltung. Drei Mitglieder lehnten den sogenannten "Easing Bias" ab - also die grundsätzliche Präferenz für niedrigere Zinsen im mittelfristigen Ausblick.
Bereits kommende Woche richtet sich der Fokus auf die neuen Inflationsdaten. Erwartet wird ein Anstieg der Gesamtinflation auf 3,7 % im Jahresvergleich. Für die Fed bleiben jedoch vor allem die Kerninflation, das Lohnwachstum sowie die Inflationserwartungen entscheidend.
EURUSD Prognose: Schwache Daten könnten Dollar belasten
Die Märkte rechnen derzeit bis Ende 2026 mit unveränderten Zinsen. Sollten die heutigen NFP-Daten jedoch schwächer ausfallen und auf eine Abkühlung des Arbeitsmarktes hindeuten, könnte dies die Erwartungen an geldpolitische Lockerungen wieder erhöhen.
Das würde zusätzlichen Druck auf den US-Dollar ausüben und könnte den EURUSD weiter stützen. Diese Einschätzung passt auch zur zuletzt eher dovishen Rhetorik von Kevin Warsh, der ab der nächsten Sitzung den Vorsitz des FOMC übernehmen wird.
Fallen die Daten dagegen erneut stark aus, dürfte die Fed ihren Fokus noch stärker auf die Inflation richten. In diesem Szenario könnten die Falken innerhalb des Ausschusses zusätzlichen Rückenwind erhalten - ein Faktor, der den Dollar kurzfristig stabilisieren könnte.
Forex Aktuell: Arbeitsmarktdaten bleiben robust
Die jüngsten Konjunkturdaten zeigen bislang weiterhin Stärke. Besonders die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen zuletzt auf lediglich 189.000 und damit auf den niedrigsten Stand seit 1969. Auch in dieser Woche blieben sie mit 200.000 auf niedrigem Niveau.
Zusätzlich signalisierten die ADP-Beschäftigungsdaten weiterhin solide Bedingungen am Arbeitsmarkt - auch wenn deren Aussagekraft seit der Pandemie deutlich geringer geworden ist.
Für Anleger bleibt der heutige Handelstag daher entscheidend. Die aktuellen NFP-Daten könnten die Richtung für den Dollar und damit auch für die kurzfristige EURUSD Prognose maßgeblich bestimmen.
Quelle: XTB, 08.05.2026
Autor:
Michał Jóźwiak
Financial Markets Analyst at XTB
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