- Der Goldpreis gewinnt 2,9% und testet einen entscheidenden Widerstandsbereich unterhalb von 4.200 US-Dollar.
- Ein Tagesschluss über 4.200 US-Dollar könnte den Übergang von einer Seitwärtsbewegung in einen neuen Aufwärtstrend bestätigen.
- Institutionelle Zuflüsse, asiatische Nachfrage, sinkende Zinserwartungen und Sorgen über die Staatsverschuldung stützen die Gold Prognose.
- Der Goldpreis gewinnt 2,9% und testet einen entscheidenden Widerstandsbereich unterhalb von 4.200 US-Dollar.
- Ein Tagesschluss über 4.200 US-Dollar könnte den Übergang von einer Seitwärtsbewegung in einen neuen Aufwärtstrend bestätigen.
- Institutionelle Zuflüsse, asiatische Nachfrage, sinkende Zinserwartungen und Sorgen über die Staatsverschuldung stützen die Gold Prognose.
Der Goldpreis steigt um 2,9% und legt damit bereits in der dritten Sitzung in Folge zu. Auch Silber verzeichnet mit einem Plus von 4,45% kräftige Gewinne. Die Edelmetalle setzen ihre Erholung fort, obwohl der Rückgang des US-Dollars zunächst zum Stillstand gekommen ist.
► Gold WKN: 965515 | ISIN: XC0009655157 | Ticker: Gold
Für zusätzliche Nachfrage sorgen die Entspannung im Nahostkonflikt und die ausgeprägte Risikobereitschaft an den Aktienmärkten. Gleichzeitig liefern die wachsenden Sorgen über die Staatsverschuldung wichtiger Volkswirtschaften klassische Argumente für den Kauf von Gold. Die aktuelle Gold Prognose hängt nun vor allem davon ab, ob der Goldpreis den Widerstand bei 4.200 US-Dollar nachhaltig überwinden kann.
Die heutigen Notierungen für Edelmetall-Futures. Quelle: XTB Investment Plattform
Technische Goldanalyse: Goldpreis testet wichtigen Widerstand
Die Gold-Futures sind auf Tagesbasis über die exponentiellen gleitenden Durchschnitte der vergangenen 10 und 30 Tage ausgebrochen. Im Chart werden diese als EMA10 in Gelb und EMA30 in Hellviolett dargestellt. Nach dem Ausbruch testet der Goldpreis nun den oberen Rand der jüngsten Konsolidierungszone. Dort verläuft zugleich das 23,6%-Fibonacci-Retracement der jüngsten Abwärtsbewegung von April bis Juli. Diese Kombination macht den Bereich zu einer technisch wichtigen Hürde.
Noch notiert der Goldpreis unterhalb der psychologisch bedeutenden Marke von 4.200 US-Dollar je Feinunze, die bereits Anfang Juli getestet wurde. Ein Tagesschluss oberhalb dieses Niveaus würde die Chancen auf einen Wechsel von der Seitwärtsbewegung in einen Aufwärtstrend deutlich erhöhen. Hält der Optimismus bei Aktien und anderen risikoreichen Anlageklassen an und bleibt die Erholung des US-Dollars begrenzt, könnte anschließend auch ein Ausbruch über den EMA100 gelingen. Dieser langfristigere gleitende Durchschnitt ist im Chart dunkelviolett dargestellt. Der invertierte US-Dollar-Index erscheint in Blau.
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 05.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Gold Prognose: Warum erholen sich die Edelmetalle?
Der Versuch von Gold und Silber, einen neuen Aufwärtstrend zu etablieren, basiert auf mehreren Faktoren. Dazu zählen ein zuvor schwächerer US-Dollar, sinkende geopolitische Risiken sowie eine deutliche Zunahme der institutionellen und spekulativen Nachfrage.
Das in der vergangenen Woche gestiegene Handelsvolumen bei Gold-Futures unterstreicht das wachsende Interesse der Marktteilnehmer.
Chart 1: Handelsvolumen der Gold-Futures
Quelle: CME Group
Welche Faktoren sprechen für einen steigenden Goldpreis?
Entspannung im Nahen Osten und veränderte Zinserwartungen
Die Hoffnung auf eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran über die Straße von Hormus reduziert die Angst vor einem erneuten Inflationsschub. Gleichzeitig rechnen die Märkte bis zum Jahresende nur noch mit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed.
Sinkende Anleiherenditen und eine geringere Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen geldpolitischen Straffung sind grundsätzlich positiv für Gold und Silber. Da Edelmetalle keine laufenden Zinsen abwerfen, werden sie bei niedrigeren Renditen konkurrierender Anlagen attraktiver.
Institutionelle Zuflüsse und steigende Nachfrage aus Asien
Die verbesserte Stimmung an den asiatischen Märkten stützt die Nachfrage nach Edelmetallen. Chinesische Gold-ETFs verzeichneten 14 Tage in Folge Kapitalzuflüsse und beendeten damit eine längere Phase kontinuierlicher Abflüsse. Zusätzlichen Rückenwind lieferte die Bank of Korea, die ihre Goldkäufe wieder aufgenommen hat. Käufe durch institutionelle Investoren und Zentralbanken können die langfristige Goldpreisentwicklung stabilisieren und das verfügbare Angebot am Markt verknappen.
Technisches Momentum und Auflösung von Short-Positionen
Das aktuelle Kursniveau hat eine Welle von Eindeckungen bei Short-Positionen ausgelöst. Marktteilnehmer, die zuvor auf fallende Preise gesetzt hatten, mussten ihre Positionen teilweise schließen und dafür Gold-Futures kaufen. Dies verstärkte den Aufwärtsdruck zusätzlich.
Im Juli erholte sich der Goldpreis von einem Zehnmonatstief. Innerhalb von rund drei Wochen legte Gold etwa 4% zu und kehrte in den Bereich von 4.165 US-Dollar je Feinunze zurück. Beim Silberpreis war eine vergleichbare Erholung zu beobachten.
Wie stark ist die Risikobereitschaft an den Märkten?
Historische Daten zeigen eine ausgeprägte negative Korrelation zwischen dem US-Dollar und den wichtigsten Edelmetallen. Gibt der Dollar nach, steigen Gold und Silber häufig, da die in US-Dollar gehandelten Rohstoffe für Käufer aus anderen Währungsräumen günstiger werden.
Die Entwicklung der laufenden Woche deutet auf eine deutliche Beschleunigung des Optimismus hin. Obwohl der Rückgang des US-Dollar-Index pausiert und dieser etwa auf dem Schlusskurs vom Freitag notiert, brechen Gold und Silber über ihre bisherigen Trendlinien aus.
Auch Bitcoin und der S&P 500 spiegeln die höhere Risikobereitschaft wider.
Chart 2: Vergleich der wöchentlichen Renditen ausgewählter Anlageklassen gegenüber dem US-Dollar
Quelle: XTB Research, Yahoo Finance data
Gold zwischen sicherem Hafen und wachsender Spekulation
Der Krieg im Iran und die damit verbundenen Kapitalströme in den US-Dollar hatten die traditionelle Funktion von Gold als sicherer Hafen vorübergehend überlagert. Nun versuchen Gold und Silber, unterstützt durch die höhere Risikobereitschaft und eine steigende spekulative Nachfrage, einen neuen Aufwärtstrend einzuleiten. Die verbesserte Marktstimmung ist jedoch nicht der einzige fundamentale Treiber. Auch die wachsenden Zweifel an der Tragfähigkeit der Staatsverschuldung wichtiger Volkswirtschaften erhöhen die Attraktivität von Gold.
In der vergangenen Woche stieg die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2007. Anleger verkauften Staatsanleihen aus Sorge vor einer anhaltend hohen Inflation und einer möglicherweise zu langsamen Reaktion der Fed. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die ungewöhnlich starke Beteiligung der USA an Devisenmarktinterventionen zur Stützung des japanischen Yen. Japan hält US-Staatsanleihen im Wert von rund 1,14 Billionen US-Dollar. Veränderungen dieser Bestände könnten erhebliche Auswirkungen auf den US-Anleihemarkt und die Renditen haben.
Chart 3: Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in Japan, Deutschland und den USA
Quelle: XTB Research, Bloomberg und Macrobond Daten
Gold Prognose: Diese Kursmarken sind jetzt entscheidend
Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Marke von 4.200 US-Dollar je Feinunze. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte ein technisches Kaufsignal auslösen und den Weg in Richtung des EMA100 öffnen.
Für eine positive Gold Prognose sind folgende Faktoren entscheidend:
- Der Goldpreis schließt auf Tagesbasis über 4.200 US-Dollar.
- Der US-Dollar nimmt seinen vorherigen Abwärtstrend wieder auf oder bleibt zumindest stabil.
- Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen nicht deutlich weiter.
- Die Kapitalzuflüsse in Gold-ETFs setzen sich fort.
- Institutionelle Investoren und Zentralbanken erhöhen ihre Goldkäufe.
- Das gestiegene Handelsvolumen bestätigt den Ausbruch.
Scheitert der Goldpreis dagegen erneut an der Marke von 4.200 US-Dollar, könnte sich die bisherige Seitwärtsbewegung fortsetzen. Ein Rückfall unter den EMA10 und den EMA30 würde die kurzfristige Gold Prognose eintrüben und das Risiko einer erneuten Abwärtsbewegung erhöhen.
Experten Fazit: Goldpreis vor möglichem Trendwechsel
Der Goldpreis profitiert derzeit von einer ungewöhnlichen Kombination aus steigender Risikobereitschaft, institutioneller Nachfrage und langfristigen Sorgen über Inflation und Staatsverschuldung. Hinzu kommen technische Käufe und die Auflösung von Short-Positionen.
Für einen bestätigten Aufwärtstrend fehlt allerdings noch der nachhaltige Ausbruch über 4.200 US-Dollar. Gelingt dieser, könnte sich die technische Gold Prognose deutlich verbessern. Bis dahin bleibt der Goldpreis in einer entscheidenden Übergangsphase zwischen Konsolidierung und möglichem neuem Aufwärtstrend.
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FAQ zum Goldpreis
Warum steigt der Goldpreis aktuell?
Der Goldpreis steigt aufgrund institutioneller Kapitalzuflüsse, einer stärkeren Nachfrage aus Asien, niedrigerer Erwartungen an weitere Zinserhöhungen und der Auflösung von Short-Positionen. Sorgen über Inflation und Staatsverschuldung bieten zusätzliche Unterstützung.
Wie lautet die aktuelle Gold Prognose?
Die kurzfristige Gold Prognose ist vorsichtig positiv. Ein Tagesschluss über 4.200 US-Dollar könnte einen neuen Aufwärtstrend bestätigen. Ohne diesen Ausbruch dürfte die Seitwärtsbewegung zunächst anhalten.
Welche Marke ist für den Goldpreis besonders wichtig?
Die zentrale Widerstandsmarke liegt bei 4.200 US-Dollar je Feinunze. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber wäre ein wichtiges technisches Kaufsignal.
Wie beeinflusst der US-Dollar den Goldpreis?
Gold weist häufig eine negative Korrelation zum US-Dollar auf. Ein schwächerer Dollar kann den Goldpreis stützen, weil Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger wird. Ein stärkerer Dollar kann dagegen Druck auf den Goldpreis ausüben.
Warum wirken sich die Zinsen auf Gold aus?
Gold zahlt keine Zinsen. Sinken die Anleiherenditen oder die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen, verringert sich der Renditevorteil verzinslicher Anlagen. Dadurch kann Gold für Anleger attraktiver werden.
Kann der Goldpreis trotz steigender Aktienmärkte zulegen?
Ja. Gold kann auch in einem Umfeld steigender Aktienkurse an Wert gewinnen, wenn institutionelle Zuflüsse, ein schwächerer US-Dollar, technische Kaufsignale oder Sorgen über Inflation und Staatsverschuldung die Nachfrage stützen.
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